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Altenburg Hunderte feiern mit der Freiwilligen Feuerwehr 160. Geburtstag
Region Altenburg Hunderte feiern mit der Freiwilligen Feuerwehr 160. Geburtstag
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20:13 11.05.2014
Altenburg

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Damit der Geburtstag zu einem unvergesslichen Tag wurde, hatten sich die Floriansjünger eine Menge einfallen lassen. Neben dem Festakt mit getragenen Reden, Geschenken und Auszeichnungen für besonders verdienstvolle Kameradinnen und Kameraden gab es auch einen Tag der offenen Tür.

Schon von weitem war gut zu sehen, dass auf dem Areal der gerade einmal knapp zwei Jahre alten Feuerwache, in der die Freiwilligen gemeinsam mit den Löschprofis der Berufswehr untergebracht sind, etwas Großes zu feiern war. Auf den Freiflächen waren zahlreiche Spiel- und Bastelangebote für die Kleinsten aufgebaut. Zunächst blieb der Blick aber bei der vor der Halle aufgefahrenen knallroten Fahrzeugflotte hängen, um die sich schon beizeiten Scharen neugieriger Besucher sammelten, während in der Halle noch der eigentliche Festakt zum Geburtstag lief. Wehrführerin Lisanne Peschek nahm dort die Runde mit auf einen kurzen Abriss durch die bewegte Geschichte der ehrenamtlichen Floriansjünger, von denen sich genau am 7. Mai 1854 exakt 271 Männer zur Feuerwehr zusammenschlossen und aus deren Reihen im Jahr 1921 auch die heute nebenan residierende Berufsfeuerwehr hervorging.

"Dass wir seit 2012 alle unter einem Dach vereint sind, ist ein Meilenstein", sagte die 35-Jährige, die seit Januar den Freiwilligen vorsteht. Dass so ein Prozess auch nicht schmerzfrei ablaufe, weil die bislang über die Stadt verteilten Kameraden ihr liebgewordenes Domizil zugunsten des Neuen aufgeben mussten, verstehe sich. "Aber wir sind in einem Prozess des Zusammenwachsens. Und wenn das auch noch nicht komplett gelungen ist, so werden wir diesen Weg weitergehen."

Das sah auch Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) als Dienstherr so. "Ohne eine leistungsfähige Feuerwehr kann sich eine Stadt wie die unsrige nicht entwickeln. Ich bin deshalb sehr froh, dass wir Sie haben. Vor allem die Ehrenamtlichen", richtete sich das Stadtoberhaupt direkt an die anwesenden Kameraden. Daneben machte er klar: "Wir als Stadt mit erheblichen finanziellen Problemen werden eines nicht tun: an unseren Feuerwehren und deren Ausstattung Abstriche machen. Aber Sie müssen noch stärker an die Öffentlichkeit treten, um mehr neue Mitglieder zu werben."

Tatsächlich ist die Mannschaft der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr personell derzeit ziemlich überschaubar: Mit den drei Neuaufnahmen am Sonnabend sind gerade einmal 35 Frauen und Männer dort aktiv - für eine Stadt von der Größe Altenburgs sehr wenig, wie Wehrführerin Peschek unumwunden einräumte. Diesem Thema widmete sich auch Altenburgs Feuerwehrchef Thomas Wust in seiner Rede: "Es ist zu hoffen, dass wir für unsere alte Dame, die 160-jährige Feuerwehr, die richtige Medizin finden." Vielleicht ist so ein Tag der offenen Tür mit seinen Schauvorführungen und geführten Rundgängen durch das Feuerwehrzentrum die beste Werbung für so ein Engagement?

Welche Anziehungskraft eine Feuerwehr mitsamt ihrer Technik hat, zeigte sich derweil anhand der vielen Kinder, die mit ihren Familien am Nachmittag das Areal besuchten. "Feuerwehrmann", meinte nicht nur der kleine Robert sichtlich aufgekratzt auf die Frage nach seinem Berufswunsch. Zuvor hatte der Fünfjährige schon gezeigt, was in ihm steckt, als er sich beim Zielspritzen richtig geschickt anstellte. Um dann fast ehrfürchtig zu erstarren, als die Feuerwehrleute live präsentierten, wie beispielsweise ein Fettbrand zu löschen ist, ein Mensch aus der Höhe gerettet oder ein Eingeschlossener aus einem Auto geholt wird.

Alles in allem waren Lisanne Peschek und ihr Team mit diesem ersten Tag der offenen Tür im neuen Domizil zufrieden. "Wir hatten einen recht guten Zuspruch." Unklar sei allerdings, ob und wie viele potenzielle Neueinsteiger man mit dieser Aktion habe gewinnen können. "Vielleicht ist aber das eine oder andere Kind auf den Geschmack gekommen und meldet sich bei uns an." Auf jeden Fall will man nun bei den Ehrenamtlichen beraten, ob solche Aktionstage regelmäßig stattfinden könnten. © Kommentar

Jörg Wolf

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