Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg IG Wartburg-Trabant-Barkas kommt für Jahrestreffen nach Altenburg
Region Altenburg IG Wartburg-Trabant-Barkas kommt für Jahrestreffen nach Altenburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:10 18.08.2017
Liebhaber von DDR-Autos treffen sich immer wieder gern zum Fachsimpeln – hier beim Barkas-Treffen im Leipziger Porschewerk im Jahr 2005. Vom 22. bis 24. August hat die IG Wartburg-Trabant-Barkas zu ihrem Jahrestreffen nach Altenburg eingeladen. Quelle: André Kempner
Anzeige
Altenburg

Eine Zeitreise der motorisierten Art steht Altenburg am Wochenende vom 22. bis 24. September bevor. Drei Tage lang sollen dann zahlreiche alte IFA-Fahrzeuge durch die Straßen der Skatstadt rollen. Die Interessengemeinschaft Wartburg-Trabant-Barkas e.V. (IG) hat sich für ihr Jahrestreffen im Osterland angekündigt.

Federführend organisiert hat das Treffen Gunnar Petersson aus dem hessischen Frankfurt am Main, den die Faszination für die DDR-Fabrikate schon seit weit über 30 Jahren gepackt hat. „Ich hatte schon sehr früh Briefkontakte in die ehemalige DDR, sowohl privater als auch kirchlicher Art“, blickt er im Gespräch zurück. Bei einem seiner zahlreichen Besuche in Ostdeutschland schwang er sich dann selbst hinter das Steuer – und war vom „IFA-Virus“ gepackt, wie er sagt.

Es folgten zahlreiche Kontaktaufnahmen per Zeitungsannonce, ein eigenes Modell musste her. „Es war gar nicht so leicht, in die westliche IFA-Szene hineinzukommen, obwohl man die Autos, etwa über Belgien, auch im Westen beziehen konnte.“ Irgendwann meldete sich ein weiterer Enthusiast aus Friedberg, Petersson konnte bei ihm erstmals einen Wartburg 353 steuern.

Schnell kamen eigene Anschaffungen hinzu, die Marke war fast schon nebensächlich, nur aus Ost-Produktion musste das Fahrzeug stammen. „Es folgten etwa ein 69er Tourist, eine 84er Limousine, ein Trabant 601 und ein B-1000 KB“, zählt Petersson auf. Die Gründung der IG im Jahr 1985 war dann nur der nächste logische Schritt. Über die Jahre seien so zahlreiche Freundschaften und sogar Ehen entstanden, freut er sich.

Ende September nun kommen die Mitglieder zum inzwischen 32. Jahrestreffen in Altenburg zusammen. Noch sind die Anmelderzahlen zwar verhalten, bisher haben 14 Mitglieder mit ihren Fahrzeugen ihr Kommen angekündigt, so Petersson. „Viele der rund 120 Mitglieder entscheiden sich aber erst kurzfristig oder kommen ohne Anmeldung.“ Auch einige Nichtmitglieder würden erfahrungsgemäß erwartet.

Auf dem Programm steht dann am 23. September neben einem Besuch im Residenzschloss – für den die Vereinsmitglieder eigens mit städtischer Sondergenehmigung mit ihren Fahrzeugen im Schlosshof parken dürfen – auch eine Ausfahrt zur Flugwelt in Nobitz. Dort könnten, sofern alles glatt geht, auch noch an die 20 speziell ausgerüstete Renn-Trabis hinzustoßen, kündigt Petersson vorsichtig an.

An beiden Standorten können die Wagen von interessierten Gästen begutachtet werden. Auch spontane Mitfahrten im eigenen, historischen Fahrzeug sind nach Zahlung der Startgebühr von 30 Euro selbstverständlich möglich, betont Petersson. So oder so dürfte sich ein Besuch für Autofreunde definitiv lohnen.

Von Bastian Fischer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Rositzer Wappen ist schon einzigartig: In ganz Deutschland gibt es wohl kein Zweites, in dem ein Bergmann in Uniform dominant dargestellt ist. Jetzt gibt es das einzigartige Erkennungszeichen sogar in Stein gemeißelt – direkt am Kulturhaus.

26.02.2018

Das Programm des Altenburger Musikfestivals überrascht neben den Standardveranstaltungen immer wieder mit musikalischen Angeboten der Extraklasse. Eines davon gab es am Mittwochabend im Teehaus. Les Troizettes – drei junge Musikerinnen aus Berlin spielten ernste Musik und nahmen diese ganz und gar nicht ernst.

17.08.2017

Die Gäste aus der US-amerikanischen Partnerregion Hickory verbringen einen Tag in der Skatstadt. Bevor es für sie wieder in die Heimat geht, wollen sie so viel wie möglich von der Region rund um Altenburg kennenlernen.

17.08.2017
Anzeige