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Altenburg IKK-Pflegeberater Thomas Peter unterstützt Versicherte im Altenburger Land
Region Altenburg IKK-Pflegeberater Thomas Peter unterstützt Versicherte im Altenburger Land
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12:12 09.02.2019
Thomas Peter ist seit diesem Jahr als Pflegeberater für IKK-Versicherte im Altenburger Land unterwegs. Quelle: ikk classic
Altenburg

4941 Menschen haben Ende 2017 im Altenburger Land Leistungen der sozialen Pflegeversicherung erhalten. Das waren 683 (16 Prozent) Personen mehr als noch 2015. Das berichtet die IKK classic anhand aktueller Daten des Landesamtes für Statistik.

„Gründe für den jüngsten Anstieg sind aber nicht nur der demografische Wandel sondern auch das Zweite Pflegestärkungsgesetz. Es definiert die Pflegebedürftigkeit neu, so dass insgesamt mehr Menschen leistungsberechtigt sind“, sagt Thomas Peter, der seit Anfang des Jahres als zweiter Pflegeberater bei der IKK classic tätig ist und vor allem Versicherte und Angehörige im Altenburger Land unterstützt. Die Krankenkasse betreut mit über 200 Menschen rund fünf Prozent der Pflegebedürftigen im Altenburger Land.

Peter weiß, Pflegebedürftigkeit ist nicht allein eine Frage des Alters. Auch eine plötzliche Erkrankung oder ein Unfall können unerwartet dazu führen, auf Pflege angewiesen zu sein. Vor allem Angehörige haben dann viele Fragen und befinden sich in einer völlig neuen Situation.

„In meiner täglichen Arbeit erlebe ich oft, dass viele Menschen gar nicht wissen, was eine Pflegeberatung ist, beziehungsweise dass sie darauf einen Anspruch haben“, berichtet Thomas Peter. Sobald jemand einen Pflegegrad auch nur beantragen will, haben er oder sie und die Angehörigen einen Anspruch darauf, umfangreiche Informationen über finanzielle Leistungen, Angebote zur Entlastung, Pflegestellen oder Hilfsmittel zu bekommen.

Ziel der Pflegeberatung ist es, individuell auf die Bedürfnisse der Pflegebedürftigen und deren Angehörigen einzugehen. Der Pflegeberater ist dabei eng mit den verschiedenen Sozialleistungsträgern vernetzt, stellt Versorgungspläne auf und fungiert als objektiver Vermittler zu anderen Leistungsanbietern in der Pflege und der häuslichen Versorgung.

Rund 15 bis 20 Pflegeberatungen absolviert Thomas Peter pro Monat. Den Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben in den eigenen vier Wänden hört er dabei immer wieder. „Viele Ratsuchende möchten so lange wie möglich zu Hause gepflegt werden. Auch die Entlastung der eigenen Angehörigen oder Informationen zu finanziellen Leistungen sind immer wieder Thema in der Beratungen“, gibt Thomas Peter Einblicke in seinen Arbeitsalltag und betont, dass viele Gelder verfallen, weil die Leute diese Leistungen schlichtweg nicht kennen.

„Gemeinsam suchen wir nach einem Pflegearrangement, mit dem alle Beteiligten leben können oder ich informiere etwa darüber, dass die Pflegekassen wohnumfeldverbessernde Maßnahmen mit bis zu 4000 Euro unterstützen. Geld, dass beispielsweise auch für den Umzug in ein Betreutes Wohnen verwendet werden kann“. Der Pflegeberater begleitet die Betroffenen so lange wie nötig und steht auch später zur Seite, wenn sich die Pflegesituation verschlechtert haben sollte.

Thomas Peter berät pflegebedürftige Versicherte und deren Angehörige telefonisch, in den Räumen der IKK classic oder auch zu Hause – ganz nach den Wünschen der Ratsuchenden. Ein Termin kann unter der Telefonnummer 0361 7479 491204 oder per Mail an Thomas.Peter@ikk-classic vereinbart werden.

Pflegeberatung im Altenburger Land

Anträge ausfüllen, Anbieter für Pflege und Essen finden, Umbaumaßnahmen in der Wohnung andenken, Versorgungspläne entwickeln – wer wegen seines Alters oder einer Krankheit alleine nicht mehr zurechtkommt, hat oft viele Fragen. Das gilt für Betroffene ebenso wie für die Angehörigen Betroffener. Laut dem Sozialgesetzbuch hat jeder Bürger und jede Bürgerin Anspruch auf eine Beratung rund um das Thema Pflege.

Im Freistaat Thüringen gibt es dafür seit 2009 so genannte Pflegestützpunkte in Jena, Sondershausen und Mühlhausen. Die Berater dort stehen für eine Erstberatung und Orientierung im Fall von Pflegebedürftigkeit zur Verfügung und verweisen auch weiter auf Ansprechpartner in den jeweiligen Krankenkassen. Für Menschen im Altenburger Land mag es daher einfacher sein, sich direkt an die zuständigen Berater ihrer Krankenkasse zu wenden. Die können bei den Belangen meist auch schon konkreteren Rat geben und sind dazu ebenfalls gesetzlich verpflichtet.

Im Altenburger Land geben die großen Krankenkassen folgende Ansprechpartner an:

Für die AOK Plus übernimmt Carsten Geissler die Aufgabe der Pflegeberatung. Er gibt telefonisch Rat und kommt auch zu den Patienten nach Hause. Er kann unter der Telefonnummer 0800 1059084719 oder per Mail unter carsten.geissler@plus.aok.de erricht werden.

Für die Barmer Ersatzkasse übernimmt Kerstin Eisert diese Aufgabe. Unter Telefonnummer 0800 333 1010 können Termine vereinbart werden. Kathrin Eisert kommt im Bedarfsfall auch zu den Versicherten nach Hause.

Die TK bietet Pflegeberatung zunächst nur telefonisch unter der Nummer 0800 285 85 85 an, bei konkreten Anliegen können statten Mitarbeiter auch Hausbesuche ab.

Von ovz

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