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"Ich bin fit für den Job" Bettina Feller stellt Sechs-Punkte-Programm vor

"Ich bin fit für den Job" Bettina Feller stellt Sechs-Punkte-Programm vor

Gründonnerstag, 18 Uhr. Die Einkäufe sind erledigt, die Innenstadt leert sich, alle sind in Gedanken beim bevorstehenden Fest. Alle? Bettina Feller nicht.

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Bettina Feller

Altenburg. Die Landrats-Kandidatin der SPD lädt zu diesem ungewöhnlichen Termin zur Pressekonferenz, um ihr Sechs-Punkte-Programm vorzustellen. "Ostern steht vor der Tür und ich habe Urlaub", strahlt die 56-Jährige. Für sie der beste Zeitpunkt, um befreit die letzte Wegstrecke bis zur Wahl in zwei Wochen in Angriff zu nehmen. Verständlich, denn sie trägt im Vergleich zu den beiden anderen Herausforderern von Amtsinhaber Sieghardt Rydzewski eine zusätzliche Bürde: Die Mitarbeiterin des Landratsamts tritt gegen ihren eigenen Chef an.

Die härteren Angriffe fährt deshalb zur Pressekonferenz auch erst mal SPD-Kreischef Hartmut Schubert. "Es muss sich viel ändern, denn von seinem Zehn-Punkte-Plan hat der Landrat in den vergangenen Jahren viel zu wenig umgesetzt. In Sachen Wasser- und Abwasserverbände ist alles beim Alten. Ich kann keine Ansiedlung erkennen, die wirklich auf Initiative des Landratsamts zustande kam, und die Rundumschläge von Rydzewski haben dem Landkreis nur geschadet. Es ist dringend notwendig, dass wir den Wechsel hinkriegen", sagt Schubert.

Und dafür sieht sich Bettina Feller bestens gerüstet und erklärt selbstbewusst: "Ich bin fit für den Job." In einem Sechs-Punkte-Programm hat sie zusammengefasst, was sie im Falle ihrer Wahl als Landrätin erreichen möchte. So will sie unter anderem dem demografischen Wandel entgegenwirken und eine Bildungsoffensive starten. Dazu gehöre zuallererst eine Schulnetzplanung. "Bei mir wird es keine Schulschließungen nur aufgrund rückläufiger Schülerzahlen geben. Ich will die Schule mehr als jetzt zum gesellschaftlichen Zentrum in den Kommunen machen." Deshalb soll die Schulnetzplanung von unten nach oben entwickelt werden.

Ihr Augenmerk gehöre außerdem einer soliden Wirtschaftspolitik und der Sozialplanung. Auch in Sachen Krankenhaus, Theater und Flugplatz verkündet Bettina Feller klare Ziele. "Das Klinikum muss in kommunaler Hand bleiben. Es ist der größte Arbeitgeber der Region. Mit mir wird es keinen Verkauf geben." Trotzdem sieht sie hier Möglichkeiten der Verbesserung, etwa bei der Kooperation mit anderen kommunalen Krankenhäusern, bei der Verstärkung des Ärzteteams in der Notaufnahme oder der Zusammenarbeit des Klinikums mit den niedergelassenen Ärzten.

Ein klares Bekenntnis gibt es zum Erhalt des Theaters, für das es dringend ein Handlungskonzept für die Zeit nach 2016 geben müsse. Und für den Flugplatz brauche es ebenso dringend ein Übergangskonzept.

Und zum Schluss sagt Bettina Feller noch etwas zum Landratsamt: Sie will als Chefin ihrer Verwaltung jenen Rückhalt geben, den die Mitarbeiter brauchen. Und sie wünscht sich ein Mitein-ander mit dem Kreistag. "Ja zum offenen und konstruktiven Streit, aber immer im Interesse des Kreises." Kooperation statt Konfrontation ist das Ziel der SPD-Kandidatin. Ellen Paul

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