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Ideen gefragt

Ideen gefragt

Altenburg (E.P.). Die Skatstadt hat sich ein neues Großprojekt auf die Fahnen geschrieben - die Umgestaltung des Nordplatzes im gleichnamigen Stadtteil.

Studenten sollen dazu Vorschläge unterbreiten und Projekte entwickeln, aber auch die Meinung der Bürger ist gefragt. "Hier ist angesichts der aufgelaufenen Probleme eine ordnende Hand dringend notwendig", sagt Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD). Wie viel das Vorhaben kosten darf und wo das Geld dafür herkommen soll, ist nicht mitgeteilt worden.

 

Das Stadtoberhaupt hat die Entwicklung des Nordplatzes zur Chefsache gemacht. In einer Beratung, an der Anfang der Woche eine Reihe von leitenden Mitarbeitern der Verwaltung teilnahmen, setzte Wolf das Thema ganz vorn auf die Agenda. Die anstehende Umgestaltung des Areals soll indes nicht allein nach Plänen erfolgen, die in Amtsstuben ausgebrütet wurden, informiert das Rathaus jetzt in einer Pressemitteilung. Vielmehr sind die Bevölkerung des Stadtteils sowie engagierte Vereine aufgefordert, sich einbringen.

 

Überdies setzt der Oberbürgermeister auf Unterstützung aus der Wissenschaft: Gerlinde Krause, Professorin an der Fakultät Landschaftsarchitektur, Gartenbau und Forst der Fachhochschule Erfurt, hat sich bereit erklärt, einige ihrer Studenten für das Projekt zu gewinnen. Von deren Ideen, die in Masterarbeiten einfließen, soll der Nordplatz profitieren.

 

Denn aktuell befinde er sich in einem ziemlich problematischen Zustand, aus Sicht der Stadtplanung handelt es sich um einen städtebaulichen Missstand, räumt die Verwaltung ein. Dazu gehören vor allem die Schäden an der breiten Treppe, die zum Ärztehaus führt, der Zustand der pflegeaufwendigen Hochbeete sowie Unordnung und Müll. Zwar gibt es auch ansprechend gestaltete, gepflegte Grundstücke, doch einige an den Platz grenzende Gebäude stehen seit Jahren leer und verfallen schleichend. Unbefriedigend sei zudem die Situation am Rondell, das allenfalls sporadisch genutzt wird. Die Wegebeziehungen sind ebenfalls nicht auf der Höhe der Zeit, fürs Ärztehaus gibt es nicht genügend Parkplätze.

 

Allerdings lassen sich all die Probleme nicht über Nacht lösen. Zumal die Verwaltung in vielen Fällen auf die Kooperation privater Eigentümer angewiesen ist. In welche Richtung sich der Nordplatz entwickeln soll, welche Flächen entsiegelt, welche begrünt, welche Wege aus- und welche zurückgebaut werden, welche Gebäude abgerissen und welche saniert werden - all das soll in einem Konzept aufgeschrieben werden, für das sowohl die studentischen Arbeiten als auch die Hinweise aus der Bevölkerung und von Vereinen berücksichtigt werden sollen.

 

Die entsprechende Planung soll nach dem Willen des Oberbürgermeisters in diesem Jahr unter Dach und Fach sein und mit den Betroffenen abgestimmt werden. 2015 könnte dann - unter der Voraussetzung, dass die Finanzierung gestemmt werden kann - mit der Neugestaltung des Nordplatzes begonnen werden.

 

Einige Dinge, die das Erscheinungsbild verbessern, werden indes so schnell wie möglich realisiert. So soll die breite Treppe, die zum Ärztehaus führt, schmaler werden. Etwa die Hälfte wird weggerissen. Die außer Betrieb genommene Toilette soll ebenfalls noch in diesem Jahr verschwinden. "Ich hoffe, dass diese Maßnahmen wie eine Initialzündung wirken. Ich möchte der Bevölkerung, insbesondere den Anwohnern des Nordplatzes, damit zeigen, dass wir gewillt sind, den Problemstau aufzulösen. Damit das überzeugend gelingt, müssen sich möglichst viele einbringen", so der OB. © Kommentar

 

iAnsprechpartner ist das Referat Stadtplanung. Bürger, die sich in die Planung einbringen möchten, werden gebeten, sich an die dortigen Mitarbeiter zu wenden (% 03447 594611).

Ellen Paul

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