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Illegal entsorgter Müll kostet Altenburg über 300.000 Euro pro Jahr

Stadtwirtschaft Illegal entsorgter Müll kostet Altenburg über 300.000 Euro pro Jahr

Illegal entsorgter Müll stellt für die Stadt Altenburg ein massives finanzielles Problem dar. „Im Jahresschnitt sind fünf meiner Mitarbeiter täglich unterwegs, um illegal entsorgten Müll einzusammeln“, sagt der Leiter des Referats Stadtwirtschaft, Denis Anders. 300 000 Euro jährlich fielen deshalb allein für Personal an – plus Abfallkosten. „Das ist ein volkswirtschaftlicher Schaden.“

Illegal entsorgten Müll, wie hier An der Glashütte, müssen Angestellte der Stadt Altenburg des Öfteren wegräumen und stehen daher für andere Aufgaben nicht zur Verfügung.

Quelle: privat

Altenburg. Illegal entsorgter Müll stellt für Altenburg neben einem optischen auch ein massives finanzielles Problem dar. „Im Jahresschnitt sind fünf meiner Mitarbeiter täglich unterwegs, um illegal entsorgten Müll einzusammeln“, sagt der Leiter des Referats Stadtwirtschaft, Denis Anders. 300 000 Euro jährlich fielen deshalb allein für Personal an. „Hinzu kommen noch die Entsorgungskosten für den Abfall.“ Für ihn sei das verschwendetes Geld, nur weil einige nicht Willens seien. „Das ist ein volkswirtschaftlicher Schaden.“

Laut Anders erstreckt sich das Problem über das gesamte Stadtgebiet. „Das Thema begleitet uns immer“, erklärt der Referatsleiter weiter. „Täglich fischen wir Hausmüll aus Papierkörben, zum Beispiel an Bushaltestellen oder an beliebten öffentlichen Plätzen.“ Ein Problem, das jede Stadt habe. „Die Idealstadt gibt es nicht, aber die Debatte um die Zuständigkeit, dass sich der Landkreis nicht einfach rausziehen kann, ist nie zu Ende gebracht worden.“ Zwar habe man eine Vereinbarung, dass man Kühlschränke und Fernseher kostenlos zur Deponie bringen könne, aber das sei es auch schon gewesen. Vielleicht brauche es hier tatsächlich eine gerichtliche Auseinandersetzung.

Abgesehen von den direkten optischen und finanziellen Folgen gibt es aber noch andere. „Wenn unsere Mitarbeiter ständig Müll beräumen müssen, führt das dazu, dass sie keine Schlaglöcher wegmachen können“, erklärt Oberbürgermeister. „Ich kann die Leute nur einmal einsetzen.“ Außerdem wirke sich die Vermüllung auf das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung aus. „Es ist der erste Schritt zu einem Unsicherheitsempfinden, was irgendwann zu einer Steigerung der Kriminalität führt.“ Deshalb sei es seitens des Landratsamtes unverantwortlich und der falsche Weg, die Probleme insbesondere in Altenburg-Nord wegzureden.

Zuletzt waren täglich drei bis fünf Mitarbeiter der Stadt in der Plattenbau-Siedlung unterwegs. Dort hatte es immer wieder Beschwerden von Anwohnern gegeben, dass vor allem Flüchtlinge für die Vermüllung verantwortlich seien (die OVZ berichtete). Das kann Anders jedoch nicht bestätigen. „Ich nicht unbedingt sagen, dass es mehr illegalen Müll gibt, seitdem verstärkt Flüchtlinge in Nord wohnen“, so der Referatsleiter. „Es gibt auch eine Reihe von Bürgern, die die Debatte nutzen.“

Von Thomas Haegeler

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