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Altenburg Im Altenburger Bahnhof stürzen Lampenschirme ab
Region Altenburg Im Altenburger Bahnhof stürzen Lampenschirme ab
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12:12 30.03.2018
Vom Kronleuchter in der Empfangshalle des Altenburger Bahnhofs sind mehrere Lampenschirme abgestürzt. Quelle: Thomas Haegeler
Altenburg

Das hätte böse ausgehen können: In der Empfangshalle des Altenburger Bahnhofs sind in den vergangenen Tagen insgesamt drei Lampenschirme des Kronleuchters in die Tiefe gestürzt. Verletzt wurde nach OVZ-Informationen dabei niemand. Das grenzt jedoch fast an ein Wunder. Denn der Leuchter befindet sich im Durchgangsbereich zu den Gleisen. Auch halten sich wegen der Abfahrtsinformationsanzeige dort oft Reisende auf und warten auf ihre Züge.

Niemand informierte Eigentümer

Beim neuen Eigentümer des Bahnhofs, der Frankfurter Firma Aedificia Infrastruktur- und Entwicklungsgesellschaft, wusste man jedenfalls bis Donnerstagvormittag nichts von dem Vorfall. „Hier hat noch keiner Bescheid gesagt“, erklärte Aedificia-Geschäftsführer Stefan Steinert auf OVZ-Nachfrage und bezeichnete den Absturz als „eine Katastrophe“. Man habe mit der Deutsche-Bahn-Tochter DB Services einen Reinigungsvertrag. „Die müssten das eigentlich melden.“ Er wundere sich sehr, dass so etwas abstürze, erklärte der fassungslose Besitzer, der das Gebäude mit seiner Firma erst im Dezember übernommen hatte (die OVZ berichtete) weiter. „Ich weiß aber beim besten Willen nicht, wie das passieren kann.“

Scherben lagen tagelang herum

Wann die drei Lampenschirme genau abstürzten, ließ sich am Donnerstag nicht mehr genau feststellen. Nach Zeugenaussagen kommt die Zeitspanne vom vergangenen Wochenende bis Montag infrage. Fest steht lediglich, dass die Scherben mehrere Tage herumlagen. Exakt bis Mittwochnachmittag, weil da ein für die Reinigung des Bahnhofs zuständiger Mitarbeiter der DB Services zur Tat Schritt und alles wegräumte. Das wiederum geschah nach einem Hinweis aus der Pizzeria im Bahnhof.

Indizien für Tauben als Verursacher

Auch wenn die Ursache des gefährlichen Vorfalls unklar ist, gibt es neben altersbedingten Schwächeerscheinungen und Vandalismus eine viel wahrscheinlichere Erklärung: Tauben. Offenbar versuchte ein Pärchen der Vögel, im Kronleuchter zu nisten. Dafür sprechen sowohl Federn am Leuchter als auch Stöckchen und andere Kleinteile, die sich nach dem Absturz – nach mehreren übereinstimmenden Zeugenaussagen – neben den Scherben auf dem Boden befanden. Außerdem ließ sich am Donnerstag auch ein Tauben-Pärchen auf einem Sims in der Empfangshalle beobachten. Wieder lagen dort Zweige am Boden, die auf den nächsten Nestbauversuch hindeuten.

Von Thomas Haegeler

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