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Im Altenburger Land leben drei Einkommensmillionäre

Menschen verdienen mehr Im Altenburger Land leben drei Einkommensmillionäre

Die Bewohner des Altenburger Landes verdienen immer mehr Geld. Das geht aus den ersten Ergebnissen der Lohn- und Einkommenssteuerstatistik 2013 hervor, die das Thüringer Landesamt für Statistik (TLS) jetzt veröffentlichte. Jedoch stiegen nicht nur die Bezüge der Normalverdiener, sondern auch der Einkommensmillionäre, von denen es drei im Landkreis gibt.

Bei vielen Einwohnern des Altenburger Landes gibt es Einkommenszuwächse – und damit höhere Chancen für Sparrücklagen

Quelle: dancerP - Fotolia

Altenburg. Die Bewohner des Altenburger Landes verdienen immer mehr Geld. Das geht aus den ersten Ergebnissen der Lohn- und Einkommenssteuerstatistik 2013 hervor, die das Thüringer Landesamt für Statistik (TLS) jetzt veröffentlichte. Demnach stieg das Einkommen eines jeden Steuerpflichtigen vor dem Abzug der Abgaben auf knapp 27 000 Euro pro Jahr. 2010 waren es jährlich noch über 3500 Euro weniger.

Was für den Durchschnitt gilt, trifft auch auf die Spitzenverdiener zu. Zwar blieb die Zahl der Einkommensmillionäre im Kreis mit drei konstant, aber bei diesen klingelte es deutlich kräftiger in der Kasse. Verdiente das reichste Trio 2010 noch 4,8 Millionen Euro, war es drei Jahre später mit 5,7 Millionen Euro bereits knapp eine Million mehr. Allerdings wurden für diese Summe auch knapp 1,75 Millionen Euro an Einkommenssteuer fällig.

Etwas anders sieht es landesweit aus. Hier stieg laut TLS die Zahl der Einkommensmillionäre um 8 auf 78. Besonders schlägt sich das im Nachbarlandkreis Greiz nieder: Dort gab es 2010 noch keinen einzigen Einkommensmillionär, 2013 waren es bereits vier. Dagegen gibt es in Gera niemanden, der siebenstellige Beträge bezieht. Zudem kamen die meisten Reichen nicht aus den Städten (32), sondern aus den Landkreisen (46). Auch stieg ihr Verdienst im Vergleich zu 2010 um 28 Millionen Euro auf nunmehr knapp 150 Millionen Euro.

Interessant: Im Gegensatz zum Landestrend, wo die deutlich höheren Einkommen der Spitzenverdiener zu einer deutlich größeren Steuerlast führten, stieg diese im Altenburger Land kaum. Folglich blieb den hiesigen Einkommensmillionären von ihren 5,7 Millionen Euro deutlich mehr Geld übrig.

Dafür kommen potenziell viele Gründe infrage. Denkbar wären etwa eine Heirat, höhere Werbungskosten oder andere gestiegene Ausgaben. Aber auch eine andere Aufteilung der Steuerlast beim Ehegatten-Splitting ist denkbar. Das erfasst die Statistik jedoch nicht. Das TLS verweist aber explizit darauf, dass die Einkommensmillionäre keine Einzelpersonen sein müssen, sondern es sich auch um Ehepaare handeln kann. Grund: Zusammen veranlagte Partner werden als ein Steuerpflichtiger behandelt.

Zahl der Steuerzahler sinkt

Die Zahl der Steuerzahler sinkt im Altenburger Land übrigens seit Jahren. Gab es 2013 etwas mehr als 39 400, waren es drei Jahre zuvor noch über 40 600. Hauptgrund hierfür ist der demografische Wandel, der dazu führt, dass die Zahl der Rentner stetig steigt und die der Einwohner sinkt. Und da im Kreis tendenziell eher weniger verdient wird und wurde als anderswo, gibt es auch weniger steuerpflichtige Rentner.

Allerdings sah es in den 1990er-Jahren und um die Jahrtausendwende herum in Sachen Steuerpflichtigen-Zahl im Altenburger Land schon deutlich düsterer aus als jetzt. Dass man seinerzeit auf kaum 35 000 Steuerzahler kam, lag vor allem an der extrem hohen Arbeitslosigkeit. Der Landkreis erreichte hier mit zeitweise weit über 20 Prozent Spitzenwerte in der ganzen Bundesrepublik.

Dass die Zahlen zur Einkommenssteuerstatistik erst jetzt vorliegen, begründen die Statistiker damit, dass der Gesetzgeber den Finanzverwaltungen drei Jahre Zeit lässt, diese zu erheben. So gilt der 30. September des 3. Folgejahres als Schlusstermin“, erklärt das TLS.

Von Thomas Haegeler

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