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Altenburg Im Altenburger Land startet die Getreideernte
Region Altenburg Im Altenburger Land startet die Getreideernte
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18:00 30.06.2016
Bei Meuselwitz steht die Wintergerste kurz vor der Ernte. Quelle: Foto: Mario Jahn
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Altenburg

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„Wir hoffen auf eine gute Getreideernte“, sagt Fröhlich. „Vom Bestand her sieht es gut aus.“ Aber sie will nicht unken und wagt keine Prognose. Denn abgerechnet wird erst, wenn die Körner unter Dach und Fach sind. Die Kriebitzscher Landwirte haben 280 Hektar Wintergerste und 650 Hektar Winterweizen auf dem Halm stehen. Auf 50 Hektar ist auch Sommergerste herangewachsen, die den Braumeistern verkauft werden soll. Die Wintergerste, die jedes Jahr zuerst gedroschen wird, verfüttert die 21 Mitarbeiter und drei Mähdrescher zählende Genossenschaft fast ausschließlich an ihre Schweine, während auf den Weizenfeldern Qualitätsgetreide für menschliche Nahrung steht.

Kerstin Fröhlich hadert allerdings mit dem Getreidepreis, der auf dem Markt zu erzielen ist. Für Wintergerste liege der derzeit bei 11,50 bis 11,70 Euro je Dezitonne. „Ein guter Preis wären 15 Euro.“ In dieses Horn bläst auch Bernd Apel, der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Altenburger Land. „Zwölf bis 14 Euro je Dezitonne sind nicht ausreichend“, meint er. Die Preise seien seit zwei Jahren rückläufig, die Landwirte sähen das Niveau kritisch – zumal zuletzt nach dem Druschbeginn die Preise weiter in den Keller rutschten.

Apel weiß, dass das Getreide im Altenburger Land gut über den Winter gekommen ist. „Bei der Herbstbestellung gab es gute Bedingungen, und der Winter war mild“, so das Fachmann. Es habe also keine Frostschäden oder Staunässe gegeben. Lediglich die Feldmäuse setzten den Kulturen etwas zu und fraßen laut Apel einige Lücken in die Bestände. „Es steht eine normale Ernte auf dem Feld, die darauf wartet, eingefahren zu werden.“ Apel wagt auch eine Prognose. „Wir gehen von einem mittleren Ertragsniveau aus“, sagt er und nennt die Zahl von durchschnittlich 80 Dezitonnen je Hektar – vorausgesetzt, das Wetter spielt in den nächsten Wochen mit. Im vorigen Jahr schluckten die gefräßigen Bäuche der Mähdrescher von jedem Hektar im Schnitt 85 Tonnen Getreide.

Der Chef des Kreisbauernverbandes erläutert, dass der Anbau von Wintergetreide im Altenburger Land sehr verbreitet ist. Andere Getreidekulturen spielten kaum eine Rolle. Insgesamt gibt es 33 500 Hektar Ackerland, auf dem in diesem Jahr auf 3900 Hektar Wintergerste und auf 12 500 Hektar Winterweizen herangewachsen sind. Sommergetreide werde kaum noch angebaut, sagt Apel, das sei dem Wintergetreide bei Ertrag und Preis unterlegen.

Die Getreidebestände haben sich laut Apel seit der Saat gut entwickeln können und „machen einen gesunden Eindruck“. So ist auch von der Zeitfolge bisher alles im grünen Bereich. Die Ernte startet in etwa wie im vorigen Jahr, bei den Kriebitzschern war es der 2. Juli.

Im Altenburger Land gibt es 75 Haupterwerbslandwirte – vom Ein-Mann-Betrieb bis zum großen Agrarunternehmen. So gut wie alle bauen auch Getreide an.

Von Frank Prenzel

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