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Altenburg Im Gewerbegebiet Altenburg-Nordost entsteht Prüf- und Schadenszentrum für KFZ
Region Altenburg Im Gewerbegebiet Altenburg-Nordost entsteht Prüf- und Schadenszentrum für KFZ
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06:20 24.07.2016
KFZ-Ingenieur René Kraus legt beim Bau seines Prüf- und Schadenszentrums an der Leipziger Straße in Altenburg selbst Hand an und will dadurch Geld sparen. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Im Gewerbegebiet Altenburg-Nordost tut sich etwas. Nachdem stadteinwärts rechts der Leipziger Straße lange Stillstand herrschte, haben auf dem Grundstück zwischen Berufsbekleidungsgeschäft und Sonnenstraße vorige Woche Arbeiten für eine Neuansiedlung begonnen. Auch ein kleiner Bagger zieht dort schon seine Kreise. Die Leere in dem von der Landesentwicklungsgesellschaft vermarkteten Gebiet wird das KFZ-Prüf- und Schadenszentrum Altenburg teilweise füllen. Dahinter steht René Kraus, der unter anderem einen Pavillon, eine Halle und Parkplätze baut.

Laut dem Diplom-Ingenieur für Kraftfahrzeugtechnik, der seit 2006 als Vertragspartner der Gesellschaft für technische Überwachung (GTÜ) selbstständig ist, beläuft sich die Investition auf unter eine Viertelmillion Euro. Darin enthalten sind neben dem Kauf des gut 2000 Quadratmeter großen Grundstücks auch die Baukosten sowie Investitionen in neue Technik. „Ich will aber eine ganze Ecke darunter landen“, sagt der 39-Jährige. Schaffen will er das durch viel Eigenleistung. Geht sein Zeitplan auf, steigt im März oder April nächsten Jahres die Eröffnungsfeier. Außer dem Windischleubaer und einem Angestellten sollen dann ein oder zwei weitere Leute da arbeiten.

Dass Kraus keine Mühe zu viel und keine Idee zu abwegig ist, seine Ziele zu erreichen, zeigt bereits die Vorgeschichte des 165-Quadratmeter-Pavillons, in dem die PKW-Prüfstraße und das Büro Platz finden. Das gute Stück stand nämlich bis Ende 2013/Anfang 2014 noch inmitten des Marktkauf-Parkplatzes in Nobitz. „Die Gemeinde wollte ihn wegreißen, hat ihn mir aber für eine Spende überlassen“, erklärte der Macher, der das Teil mit zwei Helfern abbaute und nun wieder aufstellen will. „Das ist wie Lego – nur in groß.“

Freilich tüftelte im vergangenen Jahr ein Statiker daran, dass dieses Unterfangen gelingt und sich der Pavillon auf Kraus’ Bedürfnisse anpassen ließ. Auch beim Bau der gut 200-Quadratmeter-Halle und der kleinen Teichanlage zwischen beiden Gebäuden wird er mit Hand anlegen. Dass der Familienvater das schaffen kann, weiß er unter anderem wegen des eigenen Hausbaus vor drei Jahren, in dem sich aktuell sein Büro befindet.

Die Idee, sich zu vergrößern, ist allerdings schon älter. Zusammen mit Naumann Motorsports wollte er 2011 in besagtem Gewerbegebiet bereits ein größeres Grundstück kaufen und beide Firmen dort ansiedeln. Dann aber fand Naumann eine andere Lösung in der Poststraße. „Für mich allein waren die 4000 Quadratmeter aber zu viel“, so Kraus, der die Sache aber im Hinterkopf behielt und die Chance ergriff, als die GTÜ ihm das Recht auf eine Prüfstelle einräumte und das Kraftfahrzeugbundesamt sein Okay gab. „Die Stelle an der Leipziger Straße hat mir immer gefallen, die Sichtbarkeit ist super und es kommen eine Menge Autos vorbei.“

Das Angebot des Prüf- und Schadenszentrums reicht von Haupt- und Abgasuntersuchen für PKW und LKW bis mindestens 7,5 Tonnen und vier Metern lichter Höhe über Prüfungen von technischen Anlagen und Unfallgutachten bis hin zu Oldtimerbegutachtungen. Für alte Autos hat Kraus übrigens ein besonderes Faible, wovon seine vier Oldtimer zeugen.

Von Thomas Haegeler

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