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Im Landratsamt Altenburg finden Eltern in spe alles Wissenswerte rund um die Geburt

Info-Messe Im Landratsamt Altenburg finden Eltern in spe alles Wissenswerte rund um die Geburt

Erstmals hat des Jugendamt des Landkreises eine Informationsmesse für Eltern und werdende Eltern organisiert. Gefragt waren vor allem Auskünfte zu Kindergartenplätzen, zum Erziehungsgeld oder der Geburtsvorbereitung. Rund 20 werdende Eltern und Mütter schauten sich auf der Messe im Lichthof des Landratsamtes um.

An zahlreichen Ständen konnten sich Eltern und werdende Mütter und Väter zu Geburtsvorbereitung, Kita-Plätzen und anderen Themen rund ums Kind informieren.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Werdende Eltern stehen vor vielen neuen Herausforderungen, wenn ihr Baby erst mal da ist. Da ist es gut, wenn manche Fragen und Sorgen bereits im Vorfeld geklärt sind. Hierbei wollte das Jugendamt des Landkreises in seiner laufenden Aktionswoche eine Starthilfe ins Familienleben geben. Aus diesem Grund verwandelte sich der Lichthof im Landratsamt am Donnerstagnachmittag in eine Messehalle. An rund einem Dutzend Ständen hatten werdende, aber auch junge Eltern die Gelegenheit, sich umzuschauen und Fragen zu stellen.

Teresa Heinig, deren Baby im Januar zur Welt kommt, war allein auf die Messe gekommen, weil ihr Mann arbeiten musste. Die junge Frau ist zwar gut auf die Geburt ihres ersten Kindes vorbereitet und sie weiß auch bereits, dass es im Klinikum Altenburger Land zur Welt kommen soll, dennoch zog es sie auf die Messe. „Hier hat man mal alles, von der Klinik über Elterngeldstelle, Krankenkassen, Kita-Angebote oder Kursangebote an einer Stelle. Das finde ich gut“, sagte sie. Ihr besonderes Interesse galt der Kita-Card und dem Elterngeld.

Genau an diesen beiden Ständen machten sich auch Anja Kresse und Jörg Schönburg schlau. Das junge Paar erwartet seine Nachwuchs im Februar. Auch Anja Kresse möchte ihr Kind in Altenburg entbinden. „Von Freunden und Bekannten habe ich nur Gutes gehört.“ Weil sowohl sie als auch ihr Partner jeweils ein Jahr in Elternzeit gehen wollen, interessierte sie das Elterngeld und Anmeldung in der Kita.

Bei der Begrüßung der Messebesucher sagte Marion Fischer, Fachdienstleiterin Jugendarbeit und Kindertagesbetreuung, dass die zukünftigen Eltern mit dieser Veranstaltung auf das schönste Abenteuer der Welt, die Familie, vorbereitet werden sollen. „Sie haben viele Entscheidungen in kurzer Zeit zu treffen und stehen vor unzähligen Herausforderungen.“ Dabei möchte das Jugendamt mit der Messe Hilfestellung geben, sind doch hier alle regionalen Informationen rund um Schwangerschaft und Geburt bis hin zum Alltag mit dem Baby konzentriert.

Die Chefärztin der Kinderklinik, Kerstin Ehrentraut, gab einen Überblick über die Geburtsmöglichkeiten und die Betreuung von Mutter und Kind nach der Entbindung. Sie informierte außerdem über die Neugeborenen-Intensivstation und die Baby-Hotline, die frischgebackene Eltern bei Fragen rund um die Uhr nutzen können.

Monika Roscher von der Elterngeldstelle des Landratsamtes war bei den Eltern in spe sehr gefragt. Sie riet, die Berechnung des Erziehungsgeldes bereits vor der Geburt des Kindes vornehmen zu lassen. Schließlich sollten die Eltern zum Beispiel rechtzeitig wissen, wie lange sie es sich leisten können, zu Hause zu bleiben. „Wir beraten aber auch, wo bei Bedarf Anträge auf finanzielle Unterstützung gestellt werden können“, erklärte Roscher.

Als Ansprechpartner oft gesucht war Cornelia Herrmann vom Referat Soziales der Stadtverwaltung Altenburg. Sie gab Auskunft über die Kita-Card oder den richtigen Zeitpunkt für die Anmeldung in einer Einrichtung. Dafür sei in Altenburg auf jeden Fall die Kita-Card erforderlich, so Herrmann. „Damit können sich die Eltern dann etwa ein halbes Jahr, bevor sie einen Platz benötigen, selbst auf die Suche nach einer geeigneten Einrichtung begeben.“

Für die Jugendamtschefin war die allererste Messe dieser Art ein Erfolg. „Auf dem Schirm hatten wir so ein Angebot für werdende Eltern schon lange. Doch es fehlte das Geld“, meinte sie. Jetzt habe das Land zusätzliche Mittel zum Kinderschutz aufgelegt, was sie für ihr Vorhaben nutzte. Fischer möchte die Messe gern zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender werden lassen und damit auch erreichen, dass die falsch verstandene Angst vor dem Jugendamt bei der Bevölkerung schwindet.

Von Marlies Neumann

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