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Im Sommer hängt ganz Windischleuba am Klärwerk

Zweckverband investiert Im Sommer hängt ganz Windischleuba am Klärwerk

Windischleuba ist nach den Städten Lucka und Gößnitz der erste Ort dieser Größenordnung, der bald über ein komplettes Trennsystem verfügt und an ein zentrales Klärwerk angeschlossen wird. Um das zu bewerkstelligen, hat der ZAL innerhalb von acht Jahren 3,9 Millionen Euro im Abwasserbereich in Windischleuba investiert.

In der Straße An der Mühle liegen die neuen Abwasserleitungen bereits seit geraumer Zeit.

Quelle: Mario Jahn

Windischleuba/Wilchwitz. Bis zum Sommer soll auch der letzte Straßenzug in Windischleuba über ein Trennsystem für Regen- und Schmutzwasser verfügen. Dann ist des gesamte Dorf an das Klärwerk Primmelwitz, das der Stadt Altenburg gehört, angeschlossen. Nach den Städten Lucka und Gößnitz ist Windischleuba im Sommer der erste Ort dieser Größenordnung, der komplett an einem zentralen Klärwerk hängt, erklärt Lars Merten, Werkleiter des Zweckverbandes Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Altenburger Land (ZAL), auf Nachfrage.

Um das zu bewerkstelligen, hat der ZAL in Windischleuba innerhalb von acht Jahren in die Schaffung des kompletten Trennsystems mehr als 3,9 Millionen Euro investiert. Weil meist gleichzeitig die Trinkwasserleitungen erneuert wurden, sind weitere 365.000 Euro geflossen.

Der letzte Schritt zur Vervollständigung des Trennsystems wird in diesem Jahr in der Schulstraße getan – mit etwas Verspätung, denn die Gelder für das Vorhaben waren bereits im Haushalt 2015 eingestellt. „Die Verschiebung ist für uns kein Problem“, zeigt Windischleubas Bürgermeister Gerd Reinboth (CDU) Verständnis.

Die Kosten für das Projekt in der Schulstraße belaufen sich im Ergebnis der Ausschreiben auf insgesamt 342.000 Euro. Am preisintensivsten ist das neue Trennsystem. Allein dafür muss der Zweckverband rund 289.000 Euro aufbringen, erhält allerdings auch Fördermittel in Höhe von rund 90.000 Euro. „Die Bauleistungen umfassen das Verlegen von 136 Metern Regenwasserleitung und 205 Metern Schmutzwasserleitung“, erläutert Merten. Für den Bau der neuen Trinkwasserleitung, die auf einer Länge von 290 Metern in den Boden kommt, muss der Zweckverband aus eigener Tasche 52.000 Euro berappen.

„Die Bauarbeiten sollen Ende Februar beginnen. Das hängt allerdings von den Witterungsbedingungen ab“, so der Werkleiter. Der Zeitplan des Ingenieurbüros sehe vor, die Maßnahme bis zum 20. Juni abzuschließen. Die Aufträge, die getrennt nach Trink- und Abwasserbereich ausgeschrieben worden waren, gingen beide an eine Bad Lausicker Firma.

„Für uns haben die Arbeiten des ZAL in den vergangenen Jahren einen riesigen Aufwand bedeutet. Jahr für Jahr mussten Straßen aufgerissen werden“, weiß Bürgermeister Reinboth. Allerdings habe die Gemeinde fast überall dafür gesorgt, dass der Straßenbelag nach den Bauarbeiten erneuert wurde. Zwar würden sich für die Bürger durch das neue Trennsystem die Gebühren erhöhen, doch wer bisher eine vollbiologische Kläranlage hatte, der habe für deren Unterhaltung wesentlich mehr Kosten aufbringen müssen, so Reinboth.

„Ich würde es gern sehen, dass auch Ortsteile ans Klärwerk in Primmelwitz angeschlossen werden. Das ist jedoch nicht finanzierbar“, erklärt Reinboth weiter. Geplant sei für die nächsten Jahren lediglich der Anschluss von Borgishain. Einen Termin gäbe es dafür jedoch noch nicht.

Von Marlies Neumann

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