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Im Winter an den Kultur-Sommer denken

Förderverein Altenburger Musikfestival stellt Programm für 2016 vor Im Winter an den Kultur-Sommer denken

Alle Kultureinrichtungen und Vereine im Kulturbereich Altenburgs haben sich seit Jahren für ihre Jahresendveranstaltungen in der Vorweihnachtszeit auf einen bestimmten Tag festgelegt. So ist der 3. Adventssonntag immer besonders prall gefüllt, auch vom Förderverein Altenburger Musikfestival. Neben dem Weihnachtskonzert findet an diesem Tage auch die jährliche Mitgliederversammlung statt. Diese gibt aber nicht nur Rechenschaft über das Vergangene, sondern ist immer auch Beginn der neuen Festivalperiode. Denn bis zu diesem Tag muss das Programm stehen.

Ungewöhnliche, aber beeindruckende Weihnachtsmusik: Carla Seder Infante mit Ensemble.

Quelle: Jens Paul Taubert

Altenburg. .Vereinsvorsitzender Thomas Wagner konstatierte für die beiden vergangenen Jahre erneut Erfreuliches: Die Besucherzahlen blieben konstant hoch, sowohl in Altenburg wie auch in den sieben Veranstaltungsorten des Landkreises, immer mehr Karten werden im Vorverkauf abgesetzt. Die finanzielle Grundlage ist weiterhin gut, auch durch die Zunahme von Sponsoren und das Einnahme-Plus der kleinen Veranstaltungsorte. Dies sichert seit Jahren gleiche Eintrittspreise. Die Programmstruktur für den Gesamtablauf wie auch für die einzelnen Veranstaltungsorte ist seit langem gefunden und wird auch in etwa so weitergeführt.

Programmverantwortlicher Rolf Olischer lüftete das Geheimnis des neuen Programms für 2016 vom 11. bis
21. August. Es wird ein Festival großer Orchester werden. Das offizielle Eröffnungskonzert am 12. August bestreitet das Landesjugendorchester unter anderem mit einem Schlagwerkkonzert eines 14-jährigen Schülers. Das Ensemble muss nicht gleich wieder abreisen, denn tags darauf spielt es auf Wunsch der Schmöllner noch einmal an der Sprotte. Am 11. August als Warm up gibt es für die jazzorientierten Besucher ein Konzert mit der Jugendbigband Thüringen.

Traditionell am ersten Festivalwochenende wartet die OVZ mit ihrem Pressefest im Programmablauf auf. Diesmal haben sich am 13. August nach dem grandiosen Erfolg 2013 erneut die Firebirds im Agnesgarten angekündigt.

Am 19. August, gastiert der Mitteldeutsche Rundfunk im Festsaal des Schlosses mit einem aus einem Wettbewerb hervorgegangenen Orchester und bringt neben sinfonischer Musik auch ein Programm mit Filmmusiken. Der Musikverein Neukieritzsch spielt Blasmusk an der Bockwindmühle und in Ponitz geben sich Vater und Sohn Mozart die Ehre. Ein besonderes musikalisches Ereignis wird es im Teehaus Altenburg geben. Dort gastieren vier junge Sänger als a-cappella Ensemble, die im „diplomatischen Dienste“ Deutschlands stehen und als musikalische Botschafter die deutschen Auslandsvertretungen bereisen. Garbisdorf erhält eine neue musikalische Note mit einem Trio unter Leitung von Anne-Marlene Picking. Die Matinee im Lindenau-Museum ist dem 100. Todestag Max Regers gewidmet. Nach der Dachsanierung der Schlosskirche ist diese nun wieder für das Musikfestival nutzbar. Am
20. August gibt es ein Konzert mit dem Ensemble 1684. Noch nicht sicher ist die Zusage des japanischen Kinderstreich-Orchesters.

Nach dieser Mitgliederversammlung stand das jährliche Weihnachtskonzert im ausverkauften Bachsaal an. Der Charakter zu den bisherigen Konzerten war ein anderer als sonst. Nicht Thomas Wicklein hatte geladen, sondern die chilenische Sängerin Carla Seder Infante mit ihren musikalischen Begleitern Ulli Singer an der Gitarre und den beiden Altenburgern Thorsten Kahle am Klavier und Ekkehard Dreßler am Schlagzeug. Das war nun eine ganz andere Weihnachtsmusik: jazzig und swinghaft. Nicht alle Besucher konnten sich sofort an den veränderten Sound ihrer schönen Weihnachtslieder gewöhnen, aber interessant war es allemal, zumal die Sängerin mit einer modulationsfähigen Stimme aufwartete und die Musiker exzellent spielten.

Stollen und Weihnachtsgebäck sowie Kaffee und Glühwein waren die lukullische Beigabe des Fördervereins.

Von Manfred Hainich

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