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Altenburg Im Wohnzimmer der Stadt: Finnigan´s Irish Pub setzt auf irische Gemütlichkeit
Region Altenburg Im Wohnzimmer der Stadt: Finnigan´s Irish Pub setzt auf irische Gemütlichkeit
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17:33 27.07.2012

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Dass er gern mal in einem Pub ein Bierchen trinkt, kann Christoph Müller nicht verleugnen. "Der Hang dazu ist eindeutig da", sagt der 34-Jährige und lacht. "Und das irische schmeckt besonders gut. Doch Irland ist mehr: Mich faszinieren die Landschaft, Mentalität, Musik und die Leute." Wie die Iren sind, zeige sich in der Pub-Kultur des Landes. Sie beinhaltet für den Altenburger viel mehr als das Kneipenleben in Deutschland. "Pubs sind die Wohnzimmer des Dorfes. Da spielt sich das Leben ab." In ihnen wird geredet, getrunken, gegessen und gefeiert - kurz: "Jede Stadt braucht einen Pub. Hier fühlt man sich zu Hause", sagt Müller und meint damit auch sein eigenes Lokal. Seit zwei Jahren ist Finnegan's Irish House irgendwie auch sein Wohnzimmer.

Gemeinsam mit Geschäftspartner Sven Kresse führt er das Lokal in der Rosa-Luxemburg-Straße 2 - und damit auch eine Familientradition fort. 1992 eröffnete sein Vater in dem Haus gemeinsam mit einem Freund den Dubliner Irish Pub. "Es war eine der ersten irischen Kneipen in Deutschland", erzählt Müller über die Anfänge. Seitdem hat sich die Atmosphäre der Kneipe - trotz unterschiedlicher Betreiber - kaum geändert. Noch immer dienen vergilbte Zeitungen aus aller Herren Länder als Tapetenersatz in der hinteren Ecke, hängen an den Wänden alte Reklametafeln und verbreiten die Lampen ein schummriges Licht. Das dunkelbraune Interieur der Theke, der grüne Teppich, die Whiskeyflaschen versprühen Dubliner Flair.

"Wir sind mehr eine Bierbar mit kleiner Speisekarte als eine richtige Gaststätte", beschreibt der Wirt sein Konzept. Fish and Chips, den britischen Hack-Kartoffel-Auflauf Sheperds' Pie und den Lammeintopf Irish Stew bekommt man hier trotzdem. "Einen guten Burger haben wir natürlich auch auf der Karte", sagt Müller. Dazu kommen mehr als zehn verschiedene Sorten Bier, zahlreiche Mixgetränke, Limonaden mit Früchten aus der Region. "Wir versuchen immer mal, auch seltene Getränke anzubieten", betont er. Das trifft besonders auf die Whiskeyauswahl zu: Über 80 Sorten können probiert werden, der örtliche Whiskeyclub hält seine Treffen regelmäßig in der Kneipe ab. Den Whiskey der Woche gibt es aber auch für alle anderen.

Dass die anderen nicht immer zahlreich in die Schenke strömen, hat Müller schon erfahren: "Gastronomie in Altenburg zu machen, ist schwierig." Besonders an Werktagen kommen häufig nur wenige Gäste. Deshalb setzen die beiden Wirte nicht nur auf Essen und Trinken, sondern organisieren regelmäßig in der zweiten Etage des Lokals kulturelle Veranstaltungen. Podiumsdiskussionen, Kabarettprogramme und Lesungen gab es schon, nach den Sommermonaten finden freitags wieder Konzerte statt. "Punkrock, Rock 'n' Roll, Folk, Metal, Ska: Wir legen uns nicht fest", sagt Müller. "Das ist das Schöne an einem Pub: Es geht etwas lockerer zu als in anderen Gaststätten." Ab und zu steht der gelernte Mediengestalter sogar selbst auf der Bühne - am Bass oder an der Gitarre, sein Mitinhaber greift dann zum Mikrofon. "Wenn Bands hier spielen, tobt das Leben", beschreibt Christoph Müller die Atmosphäre.

Doch auch an ruhigeren Tagen kommt er gern mit seinen Gästen ins Gespräch, tingeln die Leute von Platz zu Platz und fühlt er sich richtig wohl - wie in einem Zuhause.

Jenifer Hochhaus

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