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Im Zickzack-Kurs zum Sieg - Altenburger Basketballer ohne Trainer zu Hause im Glück

Im Zickzack-Kurs zum Sieg - Altenburger Basketballer ohne Trainer zu Hause im Glück

Ohne Trainer gelang dem Altenburger BC 1996 der zweite Heimerfolg. Mit 61:50 (18:13, 39:28, 45:44) bezwangen die Skatstädter die Gäste vom BV Suhl.

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Michael Tschiersch (M. in Gelb) erzielt für den Altenburger BC fünf Punkte gegen BV Suhl in der Wenzelhalle.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Von René Reichwagen

Ungewöhnliche Umstände und eine seltsame zweite Halbzeit, so lässt sich die Partie zusammenfassen. Am Ende steht jedoch Zählbares, nämlich der zweite Heimerfolg der Saison für die Altenburger Basketballer. Ungewöhnlich war, dass die Mannschaft auf ihren Trainer Ronny Funke verzichten musste. Der war nach der verbalen Unsportlichkeit in Gotha vergangene Woche - ihm waren während des Spieles die Nerven durchgegangen (OVZ berichtete) - vom Verband für ein Spiel gesperrt worden. Seine Verantwortung musste nun auf den Schultern aller verteilt werden.

Zu Beginn der Partie merkte man davon noch nichts. Altenburg kam durch Michael Tschiersch und Tobias Pilling nach gutem Passspiel schnell zu Punkten in Korbnähe (4:0). Die Gastgeber spielten locker ihre Größenvorteile aus. Die Gäste aus Suhl antworteten darauf mit schnellen Flügelspielern, die durch viele Laufwege die Verteidigung Altenburgs hin und wieder durcheinanderbrachten.

Durch den einen oder anderen Pass zu viel boten sie der Defensive der Hausherren aber die Chance auf Ballgewinne. Offensiv spielte man weiterhin über die großen Spieler. Christian Strauß punktete so zweimal in Folge aus fast identischer Position. Suhler ließen sich nicht beirren und konterten durch zwei Dreipunktwürfe. So blieben sie in Schlagdistanz, mussten das erste Viertel aber dennoch den Altenburgern überlassen (18:13).

Der Beginn des zweiten Spielabschnittes gehörte dann den Gästen. Die Skatstädter spielten offensiv zu nervös und gaben den Ball bei mehreren Angriffen leichtfertig her. Hinzu kamen Unaufmerksamkeiten in der Defensive. Suhl erhielt viele zweite Wurfchancen und schaffte so erstmals die Führung im Spiel (18:20). Die Antwort folgte durch einen Dreier von Markus Valta auf den Fuß.

Die Gäste vermochten es jedoch, die Gastgeber weiter zu schocken. In den Minuten darauf folgten weitere Distanzwürfe. Kurz vor der Halbzeitpause lag man dementsprechend noch immer mit 25:28 hinten. Plötzlich aber wachte Altenburg auf. Erst punktete Hans-Peter Heinig im Nachfassen, dann Ronny Leu über ein Foulspiel, das ihm einen Bonusfreiwurf brachte. Anschließend versenkte Letzterer auch noch einen Dreier, und aus dem Nichts stand eine Elf-Punkte-Führung zur Halbzeit (39:28).

Die zweite Hälfte begann dann durchwachsen. In den ersten vier Minuten gab es kaum Korbabschlüsse. Beide Teams waren nervös. Mitte des Viertels folgte ein zweiter Dreier von Leu. Mit 13 Punkten hatte man sich die bisher höchste Führung erspielt. Umso erstaunlicher verlief dann die zweite Hälfte des Spielabschnitts. Die Hausherren fanden offensiv nicht mehr statt. Suhl traf unbeeindruckt weiter von der Dreipunktlinie, während Altenburg die Nerven verlor und sich lediglich gegenseitig kritisierte.

Nun bemerkte man das Fehlen des Trainers, der in solchen Situationen stets die richtigen Entscheidungen traf. Das Ende des Viertels kam wie gerufen, denn die Führung war auf einen einzigen Punkt zusammengeschmolzen (45:44).

Einen Effekt hatte der Lauf der Suhler allerdings. Denn jetzt nahmen die Gastgeber wieder am Match teil. Spielmacher André Pohle brachte auf einmal die Ruhe in die Angriffe, die man vorher vermisste. Wichtiger jedoch war die Defensive, die nun durch 100-prozentigen Einsatz viele Bälle gewann. Suhl kam im letzten Spielabschnitt nur zu zwei Korberfolgen aus dem Feld.

Im Angriff konnten die Skatstädter das Momentum nutzen und bauten die Führung wieder aus. Die Gäste hatten nichts mehr entgegenzusetzen, und Altenburg konnte am Ende erleichtert Heimsieg Nummer zwei feiern. Mit dem Erfolg bleiben die Skatstädter auf dem dritten Tabellenplatz der Thüringer Landesliga.

Den Sieg widmete die Mannschaft gleich nach dem Spiel ihrem Trainer, der in der kommenden Woche wieder auf der Bank sitzen wird. Mit dem BC Erfurt kommt dann der nächste Brocken nach Altenburg in die Wenzelhalle.

 

Altenburg BC: mit Ronny Leu und Christian Strauß (beide 15), Markus Valta (13), Hans-Peter Heinig (7), Michael Tschiersch (5), Tobias Pilling (4), André Pohle (2), Sebastian Frauendorf, Enrico Iser, Lars Peter und René Reichwagen.

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