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Imbiss am Haselbacher See lockt mit professioneller Küche

Mit Hingabe am Herd Imbiss am Haselbacher See lockt mit professioneller Küche

Imbiss mal anders: Seit knapp zwei Jahren verköstigen Thomas Huber und Holger Dorrenburg am Haselbacher See ihre Gäste. Wer bei den beiden Profi-Gastronomen jedoch mit unspektakulärer Küche rechnet, hat sich verschätzt. Statt schnellem Essen für den kleinen Hunger wird hier mit Hingabe am Herd gestanden.

Thomas Huber (l.), Küchenhelfer Volkert Kummer (M.) und Holger Dorrenburg (mit Grillzange) locken die Gäste am Haselbacher See mit professioneller Küche.
 

Quelle: Mario Jahn

Wintersdorf.  Viel Holz, viel Platz, gemütliche Bänke, Blick aufs Wasser: Auf den ersten Blick gibt es wenig, das den Imbiss am Spielgelände am Haselbacher See von anderen, ähnlich gelagerten Verkaufsstellen abhebt. Und doch, das wird beim näheren Hinschauen schnell klar, läuft hier einiges anders, als es zunächst den Anschein hat.

Und das liegt, wie sollte es bei einem Imbiss auch anders sein, in erster Linie natürlich am Essen: „Wir bieten hier zum größten Teil eine ganz klassische deutsche Küche“, lässt Betreiber Thomas Huber wissen. Allerdings, und das ist ihm wichtig zu betonen, „ohne Convenience“, also schon weitgehend vorbereitete Essenszutaten. Stattdessen werden ausschließlich frische Zutaten verarbeitet. Eine Frage der Ehre für den 60-Jährigen, der eine Kochlehre vorweisen kann und bereits seit über 40 Jahren in der Gastronomie tätig ist. „Wir sind hier kein Standard-Imbiss.“

Seit inzwischen rund 20 Jahren ist Huber in der Region unterwegs, familiäre Gründe brachten ihn einst nach der Wende in den Raum zwischen Gera und Altenburg. Vor sechs Jahren schließlich lernte er beim Arbeiten auf dem Weihnachtsmarkt im sächsischen Werdau dann Holger Dorrenburg kennen. „Das hat bei uns sofort gepasst“, erinnert sich Huber schmunzelnd. Schnell stand der Entschluss fest: Etwas gemeinsames musste her.

Seit zwei Jahren nun sind die beiden am Haselbacher See tätig – und zwar mit viel Elan und Herzblut. „Wir fangen zeitig an. Wenn nötig, stehen wir auch schon in aller Frühe am Herd“, betont Huber. So etwa im Zuge der diesjährigen 7-Seen-Wanderung, als die ersten Gäste bereits im Morgengrauen verköstigt werden wollten. Stress seien das frühe Aufstehen und die teils langen Tage über dem Kochtopf für ihn dabei jedoch nie. „Das ist natürlich alles eine Frage der Einstellung. Für mich verbinden sich hier aber einfach Arbeit und Urlaub“, sagt er, während er vielsagend auf den See deutet.

Ein Ansatz, der ankommt – nicht zuletzt bei den Kunden, die gerade in der warmen Jahreszeit reichlich am See vorbeischauen. „Wir haben bisher eine tolle Resonanz und es gibt eine ganze Anzahl an Wiederholungstätern, die es immer wieder hier her zieht“, lässt Huber mit einem Lächeln wissen. Besonders beliebt sei – neben Klassikern wie Spirelli mit Wurstgulasch oder dem hauseigenen Eintopf – auch die süße Spezialität des Hauses. „Unsere selbst gemachten Quarkbällchen sind schon ein bisschen der Renner.“

Und auch in Zukunft haben Huber und Dorrenburg sowie Küchenhelfer Volkert Kummer noch einiges vor auf dem Areal. Nachdem inzwischen mit Unterstützung der Stadt alle notwendigen Anschlüsse an den Imbiss angelegt sind, soll als nächstes der bisher noch eher provisorische Freisitz unter einem Pavillon in eine feste, überdachte Sitzgelegenheit umgewandelt werden. „Das gehen wir wahrscheinlich im Frühjahr an.“

Davor steht allerdings zunächst noch ihr bisher für den 15. September avisiertes Oktoberfest auf dem Programm – natürlich stilecht mit Schwein am Spieß.

Von Bastian Fischer

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