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Altenburg „Immer wieder sonntags“: Stefan Mross bringt Stimmung in Altenburgs Goldenen Pflug
Region Altenburg „Immer wieder sonntags“: Stefan Mross bringt Stimmung in Altenburgs Goldenen Pflug
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16:41 08.03.2016
Sänger mit Entertainerqualitäten: Stefan Mross führte souverän durch das Programm. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Unterstützung erhielt der Entertainer durch Charly Brunner und Simone, Sigrid und Marina, Oesch’s die Dritten und Gaby Albrecht. In gewohnt charmanten Art begrüßte Stefan Mross sein Publikum mit Handschlag, versprühte gute Laune und brachte gleich zu Beginn das besondere „Immer wieder sonntags“-Gefühl in den Goldenen Pflug nach Altenburg. Temperamentvoll ging es mit den Schwestern Sigrid und Marina weiter. Die aus dem Volkskammergut in Oberösterreich stammenden Sängerinnen eroberten mit Liedern wie „Heute wollen wir feiern“ oder „Ein kleines Haus“ (aus der neuen CD „Lust am Leben“) im Sturm die Herzen des Publikums. Da wurde gleich mitgesungen und mitgeschunkelt, die Texte waren den Anwesenden wohlbekannt. Nach ihrem Sieg beim Grand Prix der Volksmusik 2007 sind die Geschwister Hutterer aus der Volksmusikszene nicht mehr wegzudenken. Im lockeren Plauderton und mit einer Prise Humor führten Marina und Sigrid durch ihr Programm; überzeugten mit glockenhellen Stimmen und musikalischem Können.

Ganz anders dagegen Gaby Albrecht. Die eher ruhige und zurückhaltende Volksmusiksängerin, die seit über 20 Jahren erfolgreich im Geschäft tätig ist, brachte leise Töne zu Gehör. Ihre Altstimme ist unverkennbar, ihre Texte sind einfühlsam. Die studierte Sängerin und Gesangspädagogin ist keine Stimmungskanone, dennoch vermochte sie es, mit ihren Liedern „Bilder von dir“ oder „River Blue“, das Altenburger Publikum in ihren Bann zu ziehen.

Dazwischen immer wieder ein gut gelaunter Stefan Mross – mal als Sänger, mal als Moderator, mal als Komiker. Er plauderte charmant mit seinen Gästen, erzählte Witze, die „alle wahre Begebenheiten sind“, trat als Schotte im Schottenrock auf („Was hat der Schotte unterm Rock?“), als Bayer in Lederhose oder als Arzt aus der Schwarzwaldklinik.

Die Überraschung des Abends waren Oesch’s die Dritten. Die aus dem Berner Oberland stammende Volksmusikgruppe, die aus Hansueli und Annemarie Oesch, ihren Kindern Melanie, Kevin und Mike besteht und bereits in dritter Generation erfolgreich musiziert, ließ „die Musik für sich sprechen“ und bewies, dass Jodeln nicht altmodisch sein muss. Schwungvoll und mitreißend ihre Lieder „Der alte Jäger“, „Jodel Time“ oder „Der weiße Mond von Maratonga“; doch überaus beeindruckend der rasante Jodler von Melanie Oesch. Lang anhaltender Beifall und Bravo-Rufe für die junge Sängerin, die alle im Saal durch ihr Können und ihre jugendliche Unbefangenheit begeisterte.

Simone und Charly als Höhepunkt

Sichtlich als Höhepunkt gedacht, dennoch gleichzusetzen mit den anderen Künstlern: Simone und Charly Brunner. Die österreichische Schlagersängerin Simone Stelzer und der aus dem Duo „Brunner und Brunner“ bekannte Charly Brunner sind seit einigen Jahren als Schlager-Duo unterwegs. Zwei Stimmen, die sich wunderbar ergänzen, wobei es aber vorkam, dass die kräftige Stimme von Charly Brunner die seiner Duettpartnerin übertönte. Dennoch vermochten sie im Laufe des Abends mit ihrem Schlager-Pop, wunderschönen Melodien und Liedern aus ihrem neuen Album „Arche Noah“ das Publikum zu überzeugen und zum Mitsingen und Mitschunkeln anzuregen.

Im zweiten Teil erklangen Lieder von Michael Holm, die sich das Publikum gewünscht hatte und – wie im vergangenen Jahr – ein Quiz, bei dem Frau Petra R. aus Schmölln zwei Karten für „Weihnachten mit Marianne und Michael“ gewann.

Mögen Volksmusik oder Schlager nicht jedermanns Sache sein, die gelungene Mischung aus beiden war es, die für gute Laune und spannende Unterhaltung am Sonntag Nachmittag sorgte.

Von Margitta Tittel

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