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Altenburg In 18 Monaten Bauzeit entstand moderne Sporthalle in Langenleuba
Region Altenburg In 18 Monaten Bauzeit entstand moderne Sporthalle in Langenleuba
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18:16 28.04.2016
Auch von außen schmuck: die neue Turnhalle. Quelle: Mario Jahn
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Langenleuba-Niederhain

Blaue, rote, orangene Streifen und Bögen auf dem grünen Boden der neuen Sporthalle der Wieratalschule künden davon: Die Eineinhalb-Felder-Halle ist fertig. Das testeten am Donnerstag zur feierlichen Einweihung die Regelschüler der fünften bis zehnten Klassen mit einer kurzen Extra-Sportstunde. Mit Sprungseilen, beim Hindernislauf oder mit Bällen zeigten sie ihre Freude über die große helle Halle.

Entstanden ist dieses 2,6-Millionen-Euro-Projekt in 18 Monaten Bauzeit. 276 000 Euro trägt die Gemeinde Langenleuba-Niederhain, der Freistaat Thüringen förderte den Neubau mit 540 000 Euro. Für den Landkreis war dieses Vorhaben die größte Investition in diesem und im vergangenen Jahr.

Wenn es ab Montag für die Grund- und Regelschüler in der Halle heißt: „Sport frei“, dann liegen hinter allen Beteiligten viele Kämpfe, Provisorien und vor allem Überzeugungsarbeit. Immerhin sind seit den ersten zaghaften Bemühungen um einen Ersatzneubau für die zu kleine und marode Schulturnhalle ganze zwölf Jahre ins Land gegangen.

Auch von außen kann sich die neue Halle sehen lassen. Quelle: Mario Jahn

Eine, die sich immer wieder an die Spitze stellte, ist Petra Kretzschmar, Schulleiterin der Regelschule. Bei der feierlichen Einweihung erinnerte sie daran, welches Auf und Ab sie und ihre Mitstreiter durchlebt haben. Obwohl das Provisorium, die Regelschüler zum Sportunterricht nach Ziegelheim in die Wieratalhalle zu bringen, schon seit 2003 andauerte und hohe Kosten verursachte, habe sich bis 2010 trotz aller Bemühungen kaum etwas getan. Im Beisein von Landes- und Kommunalpolitikern erinnerte die engagierte Schulleiterin daran, dass die Kreisverwaltung zu diesem Zeitpunkt begonnen habe, Geld für das Projekt aufzutreiben. Von der Liste der Vorhaben in der Wachstumsinitiative sei die Halle dann wieder gestrichen worden.

Nachdem der Kreistag 2012 die Grundsatzentscheidung für den Bau der Halle gefällt hatte, schien alles unter Dach und Fach. Doch weil es Unklarheiten über die Größe des Baus und dessen Finanzierung gab und der Landkreis erst 2013 das Grundstück für die neue Halle erwarb, traten weitere Verzögerungen ein. Doch schließlich fasste der Kreistag im März 2014 den Beschluss für den Bau der Halle. Dann sei es Schlag auf Schlag vorwärts gegangen: Baubeginn im November 2014, Richtfest im Mai 2015 und nun die feierliche Einweihung. „Wir sehen in der Entscheidung für den Bau der Sporthalle ein Bekenntnis des Landkreises zum Schulstandort im Wieratal“, betont Petra Kretzschmar.

Bernd Greiner übergibt den Schlüssel an Landrätin Michaele Sojka. Quelle: Mario Jahn

Den begehrten Schlüssel für die Halle hatte Bernd Greiner vom gleichnamigen Ingenieurbüro im Gepäck. Er erinnerte daran, dass die Bauleute in den ersten Wochen fast im Baugrund versunken sind. Weshalb bereits vor der Grundsteinlegung rund 250 Tonnen Beton verbaut wurden. „Die Hallengröße ist ein Ausnahmetyp, der jedoch sowohl für den Schul- als auch den Vereinssport geeignet ist“, sagt er. Der Neubau lasse es auch zu, zwei Klassen gleichzeitig zu unterrichten.

Auch der Sanitärbereich kann sich jetzt sehen lassen. Quelle: Mario Jahn

Den Schlüssel für die neue Halle übergab er dann an Landrätin Michaele Sojka (Linke), die sich mit den Wiertalern über das Geschaffene freute. „Solche Tage möchte ich gern noch mehrere erleben“, sagt sie. Sie verwies darauf, dass die alte Halle schon lange nicht mehr den Anforderungen entsprach und auch für die Grundschüler nur noch eingeschränkt nutzbar war.

„Ohne das eindeutige politische Bekenntnis des Kreistages und die Unterstützung der Gemeinde Langenleuba-Niederhain würden wir heute nicht hier stehen“, betont sie. Den 265 Grund- und Regelschülern sowie den örtlichen Vereinen steht eine Sport- und Spielfläche von 660 Quadratmetern nebst Umkleide und Sanitärräumen zur Verfügung“, so die Landrätin. „Ich hoffe, dass die Handballer, Basketballer oder Radballer wissen, welche Kennzeichnungen auf dem Boden für ihre Sportart gelten.“

Ob die Kosten durch die Probleme mit dem Baugrund unter dem Strich höher als geplant ausfallen, werde die Endabrechnung zeigen. „Die Halle ist aber kein Berliner Flughafen geworden“, versichert sie und übergibt den Hallenschlüssel an Petra Kretzschmar und Marita Ulbricht, Leiterin der Grundschule.

Von Marlies Neumann

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