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Altenburg In Altenburg „brüllen“ die Zuckertüten
Region Altenburg In Altenburg „brüllen“ die Zuckertüten
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06:13 11.08.2018
Auch Lotti und Max aus Lucka kommen in diesem Jahr in die Schule. Quelle: Jens Paul Taubert
Altenburg/Schmölln

„Olé, Olé, Olé“, tönt es durch den Kinderladen „Hits for Kids“ von Cindy Siegmayer in Altenburg. Derartige Fangesänge, begleitet von Dinosauriergebrüll oder dem Fauchen einer Dampflok, dürften heute den Soundtrack so mancher Einschulungsfeier bilden. Denn während sich das Innenleben der Zuckertüten auch 2018 ganz ähnlich zusammensetzt wie in den vergangenen Jahren, haben die bunten Hohlkörper selbst dazugelernt. Da blinken bei der Feuerwehrtüte die Blaulichter und das gezeichnete Motorrad auf der Rennstrecke wird von grünen Startsignalen begleitet.

Alternative Verpackungsarten im Trend

„Dass die Zuckertüten dieses Jahr was können, finden die Kinder total klasse“, so Siegmayer. Besonders der brüllende T-Rex sei bei den kleinen Jungs sehr beliebt. Bei den Mädels hätten Pferde mit oder ohne Horn und jede Menge Glitzer seit Jahren die Nase vorn. Wiehern könnten die aber nicht.

Während der Trend in der Vergangenheit gern zur etwas kleineren Zweit-, Dritt- oder gar Vierttüte bei der näheren Verwandtschaft ging, setzen die nun verstärkt auf alternative Verpackungsarten von Spielzeug und Nützlichem für den kommenden Schulalltag. Sowohl gestern als auch am heutigen Samstag warten zehn große, befüllte Ballons in den unterschiedlichsten Farben und „ABC“-Print auf ihre Abholung. „So viele waren es letztes Jahr nicht. Aber da viele Geld schenken möchten und einfach in den Umschlag stecken nicht fetzt, kommen sie her und fragen nach den Ballons“, weiß Expertin Siegmayer.

Neben mehr oder minder viel Süßkram, Stiften und Stofftieren kämen auch jede Menge kurzweilige Lernspiele in die Tüten. „Viele möchten was Sinnvolles schenken.“

Unikate aus Schmölln

Ähnlich wie im „Hits for Kids“ in Altenburg herrschte auch im „Kreativ Shop“ von Nicolé Bräutigam aus Schmölln die letzen Wochen Hochbetrieb. Nur dass es bei ihr keine fertigen Zuckertüten von der Stange gibt, sondern handgefertigte Unikate, zugeschnitten auf jeden kleinen Schulanfänger. Einen ganzen Tag widmet sie jedem Exemplar, das sie mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Normalerweise habe ihr Laden nur an zwei Tagen die Woche geöffnet. „Außer zur Zuckertütenzeit. Dann ist zwei Wochen am Stück offen.“

Bis nach Hamburg und Berlin liefert die Schmöllnerin ihre Unikate. Sie macht alles selbst, malt, schneidet, fertigt aus gebügeltem Moosgummi die dreidimensionalen Figuren. „Ich kann es nicht lassen“, sagt sie und lacht. Sie lacht viel, man merkt sofort, dass sie ihren Job liebt. Den Tüten sieht man das an.

Von „Ninjago“ bis Einhorn

In diesem Jahr sei „Ninjago“ angesagt bei den Jungs. Genau wie in der Skatstadt stehen die kleinen Schmöllnerinnen auf Pferde, Elfen und Einhörner. Wiehern kann auch in der selbst gemachten Version keines davon – aber wenn gewünscht leuchten!

Bei der Gestaltung berücksichtigt die Zuckertütenmacherin auch das, was die Eltern über ihre ABC-Schützen erzählen. Aber ganz gleich, ob selbst gebastelt oder gekauft: Glücklich macht heut jede Tüte „ihren“ Schulanfänger. „Olé, Olé!“

Von Maike Steuer

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