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Altenburg In Lucka entsteht ein Café in historischem Ambiente
Region Altenburg In Lucka entsteht ein Café in historischem Ambiente
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00:23 27.03.2018
Ein Tässchen in historischem Ambiente: Katrin Müller möchte gemeinsam mit ihrem Partner in Lucka ein Café eröffnen. Quelle: Mario Jahn
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Lucka

Noch sind die Wände roh, stapelt sich Arbeitsgerät und Gerümpel in den Ecken, warten zahlreiche Aufgaben darauf, angepackt und erledigt zu werden. Keine Frage, es ist ein ehrgeiziges Projekt, das Katrin Müller und Wolfgang Hermus in ihrem Haus in der Luckaer Bahnhofstraße verfolgen. Aber eines, dem sie sich trotz des enormen Aufwands gerne stellen.

Klassisches Ambiente

„Klar ist es auch mal anstrengend, aber wir wollen nicht den ganzen Tag rumsitzen. Außerdem macht die Arbeit Spaß, wir können unsere Ideen umsetzen und unsere gemeinsame Zukunft verwirklichen“, erklärt Katrin Müller beim Gang durchs Erdgeschoss ihre Motivation. Hier möchte sich die 52-jährige gelernte Erzieherin ihren Traum verwirklichen: Mittelfristig soll in den Räumen auf knapp 100 Quadratmetern ein kleines Café entstehen. „Nichts Außergewöhnliches, sondern ganz klassisch. Ein Tresen, zwei Gasträume, verkauft werden Kaffee, Kuchen und Saft“, beschreibt sie ihre Pläne.

Perfekter Standort

Dafür sei die Kommune im Dreiländereck optimal geeignet, sind sich Müller und Hermus sicher. „Leipzig war uns inzwischen zu groß geworden. Da mein Partner viel zwischen dort und Gera pendelt, musste ein Mittelweg her“, erinnert sich die ursprünglich aus Eberswalde stammende Hausherrin an die Suche nach dem passenden Domizil. Lucka erschien da letztlich optimal. „Man hat hier eine gute Anbindung und die nötige Infrastruktur, aber natürlich trotzdem mehr Ruhe als in der Großstadt.“

In die um 1915 erbaute Villa habe man sich sofort verliebt. „Wir sind über das Internet auf das Haus gestoßen. Bei der Besichtigung war uns sofort klar: Das ist es“, schmunzelt Müller. In den zurückliegenden Monaten hat sich das Paar zunächst im ersten Stock eine Wohnung eingerichtet, neben dem Café soll langfristig auch eine kleine Pension im Obergeschoss entstehen.

In dieser Villa soll das Café entstehen. Quelle: Mario Jahn

Aufwendige Arbeiten

Dass sie sich mit ihrem Projekt auf dem richtigen Weg befinden, hätten ihr inzwischen zahlreiche Anwohner bestätigt, berichtet Katrin Müller. „Das Feedback ist bisher gut.“ Ein solcher Anlaufpunkt fehle bisher, so der Grundtenor, nicht zuletzt ältere Menschen wünschten sich, dass ein Café in der Nähe eröffne, so ihr Eindruck aus den Gesprächen.

Bis es soweit ist, wird jedoch noch einige Zeit vergehen. „Wir haben uns selbst ein knappes Jahr gegeben, bis wir das Café eröffnen wollen“, umreißt Müller den Plan. Schließlich bleibt noch einiges zu tun. Neben den ohnehin notwendigen Sanierungsarbeiten nimmt insbesondere das denkmalschutzgerechte Aufbereiten des Hauses und von Teilen der Einrichtung viel Zeit in Anspruch.

„Die Öfen, Türen, Böden und Fenster werden aufgearbeitet, auch die Fassade und das Treppenhaus müssen entsprechend sorgsam behandelt werden“, zählt sie auf. Der Garten will ebenfalls auf Vordermann gebracht, eine Terrasse angebaut werden. Vieles erledige man in Eigenregie, für größere Arbeiten, wie etwa das neu zu deckende Dach ziehe man Firmen hinzu. Genaue Zahlen nennt Katrin Müller zwar nicht, sechsstellig sei die investierte Summe jedoch definitiv.

Optimismus trotz Risiko

Für das Pärchen natürlich auch ein nicht von der Hand zu weisendes Risiko. Und auch die Frage, ob das Café tatsächlich gut angenommen wird, lässt sich jetzt noch nicht beantworten. Dass ein Scheitern des Projekts durchaus möglich ist, haben die beiden jedenfalls im Blick – davon abbringen lassen sie sich dadurch jedoch nicht. „Allen kann man es ohnehin nicht recht machen“, zeigt sich Katrin Müller gelassen. Und Wolfgang Hermus schiebt optimistisch hinterher: „Wenn es nichts wird, überlegen wir uns eben etwas anderes.“

Von Bastian Fischer

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