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In Treben soll Nadelöhr auf Kreisstraße endlich verschwinden

Ersatzneubau für Brücke In Treben soll Nadelöhr auf Kreisstraße endlich verschwinden

Im vierten Quartal will der Landkreis mit dem Ersatzneubau für die Brücke über den Mühlgraben in Treben beginnen. Die Kosten von 492 000 Euro werden fast komplett vom Land gefördert. Der Zustand der Brücke ist so schlecht, dass sie nur noch von Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen im Schritttempo passiert werden darf.

Mit dem Ersatzneubau für die marode Brücke in Treben verschwindet endlich ein Nadelöhr auf der Kreisstraße.

Quelle: Mario Jahn

Treben. Mit Umleitungen und Straßensperrungen mussten sich die Trebener und die Einwohner der benachbarten Orte in den vergangenen Jahren immer wieder arrangieren. Mit dem Ersatzneubau der Mühlgrabenbrücke auf der Kreisstraße steht nun in diesem und im nächsten Jahr eine neuerliche Verkehrsbehinderung an. Denn das Land will nach eigenen Angaben im vierten Quartal mit den Bauarbeiten für den rund 492 000 Euro teuren Brückenersatzneubau beginnen.

Die Gemeinde Treben hat geplant, im Zuge dieser Bauarbeiten einen Fußweg von der Brücke bis zur Breiten Straße anzulegen. Im diesjährigen Haushalt der Kommune sind dafür 41 000 Euro eingeplant.

Mehrfach war der Brückenneubau verschoben worden: Die Gründe reichten vom fehlenden Geld, nicht genehmigten Fördergeldern bis hin zu anderen, wichtigeren Baumaßnahmen, wegen denen die Kreisstraße nicht gesperrt werden konnte. In diesem Jahr soll das Projekt nun endlich realisiert werden, was auch dringend nötig ist. Inzwischen ist die Fahrbahn nämlich so weit eingeengt, dass selbst Pkw die Brücke längst nur noch im Schritttempo und einzeln passieren können.

Wegen des schlechte Zustand der alten Gewölbebrücke ist bereits vor fast zehn Jahren in den Verkehrsfluss eingegriffen worden. „Im Ergebnis einer regelmäßigen Brückenprüfung ist Ende 2006 die Befahrbarkeit auf neun Tonnen begrenzt und auf eine Fahrspur verengt worden“, teilte das Landratsamt auf OVZ-Nachfrage mit. Aus verschiedenen Gründen habe eine Erneuerung des Bauwerkes zunächst nicht vorgenommen werden können.

Durch das Hochwasser im Juni 2013 sei die Brücke dann so arg in Mitleidenschaft gezogen worden, dass eine sofort veranlasste Sonderprüfung dazu führte, dass die zulässige Gesamtmasse auf maximal 3,5 Tonnen reduziert werden musste. Daraufhin erfolgte sofort die Aufnahme der Erneuerung des Bauwerkes ins Programm zur Beseitigung von Hochwasserschäden. Seit dem sind weitere drei Jahre ins Land gegangen. Weil in der Zwischenzeit im Ortsteil Plottendorf an der Kreisstraße gebaut und die Brücke Richtung Trebanz erneuert sowie die Kreisstraße anhoben wurden, musste der Brückenbau bis 2016 warten.

Bei dem Projekt, bei dem sich die Gesamtkosten auf rund 492 000 Euro summieren, habe das Land Thüringen rund 469 000 Euro als förderfähig anerkannt. Dafür liege bereits ein Bescheid vor.

Das Vorhaben, das vom Herbst diesen Jahres bis Juni 2017 dauern soll, umfasst laut Landratsamt neben der Erneuerung des Brückenbauwerkes selbst auch eine neue Stützwand parallel zur Kreisstraße sowie die erforderlichen Straßenanschlüsse auf einer Länge von rund 150 Metern. „Außerdem ist die Erneuerung von Ver- und Entsorgungsleitungen vorgesehen“, wird weiter mitgeteilt.

„Die Gemeinde beteiligt sich mit dem Bau eines Fußweges auf einer Länge von rund 100 Metern an dem Projekt. Die Kosten dafür belaufen sich auf 41 000 Euro. Fördermittel in Höhe von 7800 Euro sind seit Monaten beantragt“, so Trebens Bürgermeister Klaus Herrmann (CDU).

Die neue Brücke wird nach ihrer Fertigstellung sechseinhalb Meter breit sein und keine Einschränkungen mehr in der Nutzbarkeit für den öffentlichen Verkehr haben. Um das Vorhaben wie geplant umsetzen zu können, muss der Landkreis Grundstücke erwerben. Derzeit werde diesbezüglich eine Klärung herbeigeführt, teilt die Pressestelle mit.

Von Marlies Neumann

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