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In der Käthe-Kollwitz-Straße macht es nächste Woche „bumm“

Baustelle Teichknoten In der Käthe-Kollwitz-Straße macht es nächste Woche „bumm“

Die Energie- und Wasserversorgung Altenburg GmbH (Ewa) fährt schweres Geschütz auf. In den nächsten Tagen soll dem massiven Felsen auf der Baustelle für das Regenüberlaufbecken mit Sprengstoff zu Leibe gerückt werden.

Fünf Meter soll das Rückhaltebecken tief werden. Um das zu schaffen, muss dem massiven Felsen (rechts) mit einer Sprengung zu Leibe gerückt werden.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Wer in den letzten Wochen mit dem Auto durch Altenburg gefahren ist, musste sich auf erhebliche Verkehrseinschränkungen einstellen. Seit nunmehr vier Wochen ist die Käthe-Kollwitz-Straße am Teichknoten wegen des Baus eines Regenüberlaufbeckens gesperrt.

Im Verlauf dieser Arbeiten sind nun massive Felsformationen vorgefunden worden, die dringend weichen müssen (die OVZ berichtete). „Wir waren darauf vorbereitet auf zerklüfteten Fels zu stoßen“, erklärt Bauleiter Ulrich Vanheiden. „Diesen können wir problemlos entfernen. Bei dem massiven Fels würde das bisher genutzte Bohrverfahren aber sehr viel Zeit in Anspruch nehmen.“

Um Anwohner nicht mehr als nötig zu belasten, wird deswegen nun eine Lockerungssprengung durchgeführt. Dafür sind umfangreiche Vor- und Nacharbeiten notwendig, so Vanheiden. Start dafür ist am morgigen Donnerstag. Sprengungen selbst wird es nur wenige geben. Diese werden auch so wenig zu spüren sein, dass keine Evakuierung der Anwohner nötig ist. Damit losgehen soll es voraussichtlich am 20. März.

„Eine Spezialfirma aus dem Erzgebirge wird diese Aufgabe übernehmen“, so der Bauleiter der Energie- und Wasserversorgung Altenburg GmbH (Ewa) weiter.

Dazu werden Bohrlöcher von 50 Zentimeter bis 1,50 Meter in den Fels getrieben und mit der benötigten Menge Sprengstoff gefüllt. Anschließend mit mehreren Lagen Vlies verdeckt, so dass kein Steinflug möglich sein wird. „Alle technischen Fragen – etwa die Menge des benötigten Sprengstoffes, Schwingungen für die umliegenden Gebäude und der Gefahrenbereich – wurden im Vorfeld durch ein Gutachten abgeklärt.“ Die Sprengungen an sich liegen im Sekundenbereich, wobei die Ladungen zeitversetzt im Millisekundenbereich elektrisch gezündet werden, heißt es in der offiziellen Erklärung der Ewa.

Wie viele Löcher genau gebohrt werden sollen und wie viele Sprengungen es genau geben wird, könne man erst im Verlauf der Arbeiten sagen. „Wir sparen uns so eine Menge Zeit und Kosten“, erläutert Vanheiden. Außerdem werde so die Lärmbelästigung für die Anwohner verringert: „Wenn wir den gesamten Porpyritfelsen mit dem Bagger wegmeißeln würden, wäre das nicht nur ein immens hoher Arbeitsaufwand, sondern auch eine sehr laute Angelegenheit.“

Während der Sprengung wird der Straßenverkehr kurzfristig angehalten. Außerdem werden parallel zu den Detonationen Schwingungsmessungen in den angrenzenden Gebäuden vorgenommen. Im Anschluss kann dann das gelockerte Gestein mit dem Bagger abgetragen werden.

Das geplante Verfahren zur Lockerung des Untergrundes gehört zu den Standardverfahren für eine solche Art der Bauarbeiten. Bis Anfang April muss der Korpus für das geplante Becken ausgehoben sein, denn dann soll es, laut Vanheiden, mit dem Ausbau des Betonbeckens los gehen.

Die Baustelle hatte zu Beginn für einigen Unmut gesorgt, da Anwohner nicht rechtzeitig über die Maßnahme informiert worden waren. Außerdem hatte es Unstimmigkeiten wegen fehlender Anwohnerparkplätze gegeben.

Von Tatjana Kulpa

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