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In ruhigeres Fahrwasser

In ruhigeres Fahrwasser

Ein Jahr vorfristig hat der Kreisverband der Volkssolidarität einen neuen Vorstand gewählt. Grund war, dass der langjährige Vorsitzende Andreas Kliempt aus persönlichen Gründen seinen Rücktritt erklärte.

Mit ihm standen auch vier weitere Vorstandsmitglieder nicht mehr zur Verfügung.

 

 

 

Seit 2001 hatte der 61-jährige Rechtsanwalt Kliempt die Geschicke des großen Sozialverbandes mit seinen 2223 Mitgliedern in 48 Ortsgruppen geleitet. Jetzt scheidet er vor allem aus persönlichen Gründen aus. Und dazu gehören auch Verletzungen. Vor allem aus der jüngeren Vergangenheit, als die Kindertagesstätte Spatzennest bundesweit für Aufregung sorgte, weil angeblich Erzieherinnen Kleinkinder zur Mittagsruhe angebunden und sie zum Essen gezwungen haben sollen.

 

"Es war gut, dass wir sehr offensiv mit diesen negativen Schlagzeilen umgegangen sind und niemals versucht haben, da Dinge zu verschleiern", sagte Kliempt. Aber bei diesem sofortigen Handeln, das der Anwalt bis heute für richtig hält, sei sicher nicht alles optimal gelaufen. "Hinterher ist man immer schlauer", meinte der scheidende Vorsitzende bei seiner Rückschau und zielte dabei vor allem auf die fristlosen Kündigungen der beteiligten Erzieherinnen ab, die im Nachhinein vom Arbeitsgericht zurückgewiesen wurden, weil der Betriebsrat nicht gehört wurde.

 

Bis zur strafrechtlichen Klärung der Angelegenheit arbeite die Kita Spatzennest nun lediglich mit einer vorläufigen Betriebserlaubnis. "Ich kann nur hoffen, dass am Ende nicht die Kinder als Verlierer dastehen", sagte Kliempt.

 

Es sei nun am neuen Vorstand, den Verband wieder in ruhigere Fahrwasser zu bringen. Neben dem einstigen Vorsitzenden sind gestern auch Stephan Riechel, Herbert Voß, Detlew Müller und Kay Schröter aus der Führungscrew ausgeschieden. Neu hinzu stießen Claudia Wolter, Gabriele Scholpp und Neu-Vorsitzender Robert Streu.

 

Gemeinsam mit den wiedergewählten Anke Sonntag, Katja Veit, Christa Neruda, Martin Raab, Volkmar Vogel und Thomas Möller haben sie noch eine weitere wichtige Aufgabe: Die Volkssolidarität muss dringend neue Mitglieder gewinnen. Denn der Altersschnitt ist schon sehr hoch, Tendenz weiter steigend. In den zurückliegenden drei Jahren hat der Kreisverband um die 500 Mitglieder verloren - zumeist sind die Hochbetagten verstorben oder mussten altersbedingt austreten. © Kommentar

Jörg Wolf

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