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Initiative Metropolregion Mitteldeutschland feiert mit langer Gästeliste in Altenburg

Sommerfest Initiative Metropolregion Mitteldeutschland feiert mit langer Gästeliste in Altenburg

Mit rund 150 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Verwaltung hat der Verein Europäische Metropolregion Mitteldeutschland (EMM) am Mittwochabend auf der Teehauswiese in Altenburg sein Sommerfest gefeiert. Doch nicht nur wegen des schönen Wetters und des idyllischen Orts fiel das Fazit von Geschäftsführer Jörn-Heinrich Tobaben positiv aus.

Landrätin Michaele Sojka (r.) und Altenburgs Bürgermeisterin Kristin Moos (2.v.r.) begrüßen die Gäste des Sommerfests der Initiative Metropolregion Mitteldeutschland.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Kühle Drinks, kleine Häppchen und viele Gespräche: Mit rund 150 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Verwaltung hat der Verein Europäische Metropolregion Mitteldeutschland (EMM) am Mittwochabend auf der Teehauswiese in Altenburg sein Sommerfest gefeiert. Doch nicht nur wegen des schönen Wetters und des idyllischen Orts fiel das Fazit von Geschäftsführer Jörn-Heinrich Tobaben positiv aus. „Unser Indikator für Erfolg ist die Bereitschaft der Mitglieder, den Weg auf sich zu nehmen“, erklärte er und verwies auf wenige Absagen und eine hohe Dichte namhafter Gäste. „Die meisten waren noch nie in Altenburg.“

So schauten sich vor dem kulinarischen Teil unter anderem Gesine Grande, Rektorin der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kommunikation (HTWK), und Peter Reitz, Vorstandschef der Energiebörse EEX, Altenburgs Reize wie Residenzschloss und Schlosskirche oder Lindenau-Museum an. Aber auch der Chef des Flughafens Leipzig/Halle, Johannes Jähn, der Geschäftsführer der Bayer AG Bitterfeld, Christian Schleicher, der Vorstandschef der Sachsenbank, Oliver Fern, der Rektor der Hochschule Merseburg, Jörg Kirbs, der Meißener Landrat Arndt Steinbach (CDU) und mit Viola Hahn (parteilos), Pia Findeiß (SPD) und Albrecht Schröter (SPD) die Oberbürgermeister der Städte Gera, Zwickau und Jena zählten zu den Gästen, die Altenburgs Bürgermeisterin Kristin Moos und Landrätin Michaele Sojka (Linke) als Gastgeberinnen begrüßen durften. Altenburgs Rathauschef Michael Wolf (SPD) ließ sich urlaubsbedingt genauso entschuldigen wie sein Leipziger Kollege Burkhard Jung (SPD).

Den Ursprung des Sinns der Veranstaltung, das Netzwerken nämlich, hatte Sojka in ihrer Eröffnungsrede anschaulich just im hiesigen Landkreis verortet. Und zwar mit Hilfe von Anna Dorothea von Kurland, die zwischen Politik und Kultur vermittelte. „Auf ihren beiden, im Altenburger Land gelegenen Schlössern, dem Musenhof Löbichau und dem Schloss Tannenfeld, sorgte sie für ein reges, internationales, gesellschaftliches Leben“, sagte das EMM-Vorstandsmitglied. „Auf ihre Einladung kamen Fürsten, Politiker, Dichter, Musiker und Maler samt Freunden und Verwandten.“

Zu diesen zählt Falko Böttger-Hiller zwar nicht. Dafür hat der Altenburger aber einen anderen guten Grund, mitten im Getümmel zu stehen. Denn der Geschäftsführer und Miteigentümer der in Chemnitz beheimateten Firma inca-fiber bekam zusammen mit seinem Geschäftspartner Toni Böttger jüngst im Bereich Chemie/Kunststoffe den IQ Innovationspreis des EMM. Der ist mit 7500 Euro dotiert, beinhaltet zudem ein Jahr kostenlose Vereinsmitgliedschaft und wird länderübergreifend für neuartige, marktfähige Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zur Steigerung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit in der Region vergeben.

Wie gut inca-fiber in dieses Raster fällt, zeigt die dahinter stehende Innovation. Denn die beiden Unternehmer haben eine Technik entwickelt, mit der sich Kohlenstoff-Fasern, aus denen der Kunststoff Carbon besteht, industriell beschichten lassen – und zwar so, dass sie im Nachgang über die Eigenschaften von Metallen verfügen. Doch das ist nicht der einzige Vorteil. Damit lasse sich nicht nur Material und ein zusätzlicher Arbeitsschritt sparen, sondern auch Gewicht, erklärte Böttger-Hiller. „Einsatzgebiete sind vor allem der Flugzeugbau, aber auch die Produktion von Rotorblättern für Windräder.“

Von Thomas Haegeler

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