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Altenburg Initiative will Altenburger Bahnhofsviertel aufwerten
Region Altenburg Initiative will Altenburger Bahnhofsviertel aufwerten
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14:05 26.08.2018
Die Kanalstraße soll Zentrum des Gründerzeitviertels rund um den Altenburger Bahnhof werden. In der Nummer 39 wird am 9. September ein Kontaktbüro eröffnet. Quelle: Thomas Haegeler
Altenburg

Es war keine ganz gewöhnliche Pressekonferenz, zu der Oberbürgermeister André Neumann (CDU) geladen hatte. Statt, wie zumeist üblich, im Rathaus über aktuelle Entwicklungen zu informieren, kam man im ehemaligen Thüringer Hof in der Gabelentzstraße zusammen. Der besondere Ort war dabei nicht zuletzt der Initiative „Neue Gründerzeit an der Blauen Flut“ geschuldet, die dort regelmäßig Treffen abhält – und nun auch ganz offiziell vom Stadtoberhaupt vorgestellt wurde.

Der Verbund habe sich seit seinem Zusammenschluss in diesem Sommer prächtig entwickelt, konnte Stadträtin Jutta Penndorf (Stadtforum/Grüne) stellvertretend für die weiteren Mitglieder berichten. Was im Zuge eines Projekts von 15 Denkmalpflege-Studenten der TU Berlin, die sich mit möglichen Zukunftsszenarien für das Altenburger Bahnhofsviertel befassten, begann (die OVZ berichtete), ziehe inzwischen immer mehr Interessenten an. „Der harte Kern besteht aus etwa 15 bis 20 Akteuren, doch zu jedem Treffen kommen beständig mehr neugierige Anwohner hinzu“, konnte Penndorf berichten.

Aufbruchstimmung

Die Aufbruchstimmung, die die Initiative im Viertel verbreite, sei deutlich zu spüren. Der Ansatz, das Quartier wieder aufzuwerten, die Vorteile von nah beieinander liegenden Angeboten, wie Ärzten, Einkaufsmöglichkeiten, Kitas, Schulen und Kultureinrichtungen, noch stärker zu betonen und dabei auch integrativ vorzugehen, verfange – und es motiviere die Mitstreiter. „Wir haben hier ein heiteres Unterlaufen von Schwierigkeiten“, fasste Jutta Penndorf die Energie und den Ideenreichtum der Initiative zusammen.

Selbstverständlich sollen die Anwohner in alle Gestaltungsschritte einbezogen werden, unterstrich sie. Ein erster Schritt, die vielfältigen Ideen zu bündeln, werde am Tag des offenen Denkmals am 9. September getan. Um 13 Uhr könne dann das Kontaktbüro der Initiative in der Kanalstraße 39 eröffnet werden. Die Räumlichkeiten stellt Eigentümer und Initiativen-Mitstreiter Jürgen Floeren für zunächst fünf Jahre kostenfrei zur Verfügung. „Damit haben wir einen ersten Ankerpunkt für unser Projekt“, freute sich Penndorf.

Quartiersmanager gesucht

Nächster und wichtigster Schritt werde nun sein, den angestrebten Quartiersmanager zu gewinnen, um alle Fäden zentral bündeln zu können. Dafür und für das Ziel, ein „Quartier der kurzen Wege“ zu schaffen, sei neben notwendigen Fördergeldern nicht zuletzt die Unterstützung der Stadt vonnöten, betonte Dietmar Cziesla. „Wir haben bereits die Sparkasse und die Ewa mit im Boot, nun brauchen wir auch positive Unterstützung der Stadt“, forderte der Eigentümer des Thüringer Hofs.

Ein Wunsch, der bei Oberbürgermeister Neumann auf offene Ohren stieß. „Wir wären verrückt, wenn wir dieses Engagement nicht zu hundert Prozent unterstützen“, versicherte er. Wo möglich, wolle man stets ein verlässlicher Partner der Initiative sein. Allerdings, gab er ebenfalls zu bedenken, seien manche Vorhaben für die Stadt auch mit „enormen Kraftanstrengungen“, gerade in finanzieller Hinsicht, verbunden. Es werde mitunter sicher Diskussionen geben, was jedoch die grundsätzliche Unterstützung der Stadt nicht schmälere.

Arbeitseinsatz am 1. September

Unterstützung sucht die Initiative auch am kommenden Sonnabend, den 1. September. Von 10 bis 13 Uhr habe man im Viertel ein klassisches Subbotnik geplant, kündigte Jutta Penndorf an, um Gehwege und Schaufenster mit Blick auf den Tag des offenen Denkmals auf Vordermann zu bringen. Am Denkmaltag steht ab 10 Uhr ein ganztägiges großes Hoffest im Thüringer Hof in der Gabelentzstraße 15 auf dem Programm, unterstützt vom nahe gelegenen Studio Bildende Kunst, der Farbküche und dem Jugendforum Altenburger Land. Dabei soll nicht nur ausführlich über die Vorhaben der Initiative informiert, sondern mit einer großen Diashow auch ein Blick auf die glanzvolle Vergangenheit des Viertels geworfen werden, teilten die Veranstalter mit.

Von Bastian Fischer

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