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Jahreskonzert des 1. Ostthüringer Blasorchesters ist traditionell und gut

Jahreskonzert des 1. Ostthüringer Blasorchesters ist traditionell und gut

Einmal im Jahr fallen die Nobitzer in Altenburg ein - und das mit ganz friedlichen Absichten. Rund 500 von ihnen haben am Sonntag das Theater bis auf den letzten Platz besetzt.

Altenburg.

 

 

 

 

Von Manfred Hainich

Man muss nicht noch einmal ausführen, wie Nobitz zu seinem Blasorchester und dem damit verbundenen Förderverein gekommen ist. Fest steht aber: Was auf Langlebigkeit ausgerichtet ist und Tradition werden will, bedarf eines kompetenten Menschen, der sich mit Haut und Haaren dieser Sache verschrieben hat. Dies ist der Fall bei Maik Gräfe, der im September zehn Jahre als künstlerischer Leiter dem Orchester vorsteht und am vergangenen Sonntag zum neunten Mal ein Jahreskonzert verantwortete. Dass er nicht nur mit musikalischer Kompetenz das Orchester leitete, sondern auch die gesamte Veranstaltung sprachlich gekonnt, mit Witz und freundlich-warmer Ausstrahlung moderierte, war ein Glücksfall.

Das honorierte sein Publikum während des gesamten Nachmittags und besonders am Ende gemeinsam mit dem Orchester durch frenetischen Beifall, Standing Ovations und einen übergroßen Blumenstrauß, der vom Orchester gespendet wurde.

Das Programm, das diesmal nicht gleich von Anfang an voll einschlug, stand unter dem Titel "Ein Festival der Melodien". Die gut gebaute Ouvertüre zu "Dichter und Bauer" von Franz von Suppe war musikalisch im Orchester noch nicht voll ausgereift, vor allem nicht in den Klarinetten, und nicht im besten Arrangement zu hören. Da als größerer Block danach ein Medley mit Hits von Phil Collins folgte, die wenig für ein großes Blasorchester geeignet sind, war das ein eher verhaltener Beginn des Konzerts.

Das änderte sich sofort mit den Glenn-Miller-Melodien im Originalsound mit der wunderbar gespielten Moonlight-Serenade, zwei böhmischen Polkas und dem Erzherzog-Albrecht-Marsch. Da zeigte sich die Vielseitigkeit und die gute Qualität des Orchesters in den einzelnen Instrumentengruppen und bei der böhmischen Polka das gute Zusammenfinden der beiden Stimmen von Maik Gräfe und Wolfgang Schwalm. Dies wiederholte sich am Ende mit einem "Auf Wiedersehen"-Potpourri böhmischer Polkas.

Ein Bill-Ramsey-Medley forderte das Orchester rhythmisch. Und mit goldenen Hits von Herb Alpert in dessen Originalsound zeigte sich die stilistische Vielseitigkeit der vorwiegend jungen Musiker. Lieder von Peter Alexander und Schlagerhits der 70er-Jahre entsprachen ganz dem Geschmack des Publikums, entfachten dessen Begeisterung, die nach dem Radetzky-Marsch endgültig zum Abschlussjubel führte.

Zu der Traditionspflege gehört auch, dass es Ehrenmitglieder im Verein gibt, die zu den Veranstaltungen eingeladen und besonders begrüßt werden. Dies war natürlich ebenso der Fall wie die Begrüßung der Sponsoren und Förderer. Da wurden neue Mitglieder ins Orchester aufgenommen und geehrt wie auch solche, die schon 35 oder 20 Jahre in diesem Ensemble blasen. Zu Ehren kamen ebenfalls die Ausbilder und Lehrer für einzelne Instrumente und für die Kleinsten aus den Kindergärten, die ihr Können präsentierten. Maik Gräfe dankte allen, die organisatorisch diese Veranstaltung verantworteten und das Vereinsgeschehen am Leben halten. Das Nobitzer Blasorchester ist eine Erfolgsgeschichte, die stellvertretend für weitere im Altenburger Land steht.

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