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Jobcenter Altenburger Land mit schwieriger Startphase

Jobcenter Altenburger Land mit schwieriger Startphase

Der Altenburger Familienvater befürchtet, dass das Essengeld für seinen Sohn ab Februar nicht mehr über das Bildungspaket der Bundesregierung bezuschusst wird.

Roy Köhler ist in Sorge. Sein Antrag wurde im letzten Jahr noch durch das Landratsamt bewilligt, aber nur bis Ende Januar 2012. Die erneute Antragstellung im Dezember konnte nicht mehr bearbeitet werden.

Am 2. Januar nahm das Jobcenter seine Arbeit auf und ist seitdem auch für Fälle wie den von Roy Köhler zuständig, um die sich bislang das Landratsamt gekümmert hatte. Doch sämtliche Anrufe im Center blieben für den Altenburger ergebnislos. Einmal hieß es, der Antrag liege noch nicht vor, ein anderes Mal sei er in Bearbeitung gewesen, sagte Köhler der OVZ.

OVZ hakte nach und erfuhr, dass der Antrag am 13. Januar aufgenommen wurde und der Bewilligungsbescheid dafür noch am gleichen Tag herausging. Bis gestern, so betont Roy Köhler, sei er aber immer noch nicht bei ihm eingegangen.

Doch für ihn bestehe nicht die Gefahr, in Vorleistung gehen zu müssen, erklärte Heike Praetz, die Leiterin des Jobcenters der OVZ. Die Mittagsversorgung werde monatlich nachträglich abgerechnet, sodass die Abrechnung durch den Essenanbieter erst im März 2012 erfolge, beruhigt die Leiterin den besorgten Familienvater.

Allerdings räumt Heike Praetz Startschwierigkeiten in ihrer erst 24 Tage alten Behörde ein. Viele Angestellte arbeiteten an der Schmerzgrenze. "Es braucht einige Zeit, bis sich alles eingeschliffen hat", wirbt sie um Verständnis. Oberste Priorität haben die pünktlichen Auszahlungen der Arbeitslosen-II-Gelder und der Hilfen für Unterkunft, wie für Mieten, Heizung und Wasser. Daher nehme man es in Kauf, dass der Briefverkehr etwas länger liegenbleibe. "Das tut uns leid", sagt sie.

Das Jobcenter ist ein Zusammenschluss von Mitarbeitern der Arbeitsagentur und des Landratsamtes. Hierbei wurde die Vermittlung von Hartz-IV-Empfängern sowie die finanzielle Hilfe für sie mit anderen staatlichen Leistungen zusammengeführt, wie Kosten der Unterkunft oder Bildungspaket. Kümmerten sich bis Jahresende mehrere Ansprechpartner in zwei Behörden um jeden Antragssteller, so ist für jeden Betroffenen ab sofort nur noch ein Mitarbeiter für einen Kunden zuständig.

Landratsamt und Agentur hätten sich 2011 in Schulungen auf die Fusion vorbereitet, sagt Heike Praetz. Dennoch seien ein Teil der verschiedenen Sozialleistungen für viele Mitarbeiter eben immer noch neu. Jens Rosenkranz

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