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Altenburg Johanniter-Kita im Altenburger Förderzentrum mit Bauverzug
Region Altenburg Johanniter-Kita im Altenburger Förderzentrum mit Bauverzug
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08:52 13.09.2018
Einen Monat später als geplant ziehen die Kita-Knirpse der Johanniter-Einrichtung „Am Spielplatz“ in die neuen Räume im Erdgeschoss des Förderzentrums „Erich Kästner“ in Altenburg-Nord. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Die Eröffnung der Kindertagesstätte im Erdgeschoss des Förderzentrums „Erich Kästner“ in Altenburg-Nord hat sich verschoben. Entgegen dem Plan, am 1. September den Betrieb mit drei zusätzlichen Erzieherinnen und 30 Kindern über drei Jahre als Erweiterung der Kita „Am Spielplatz“ zu starten, geht es nun erst am 1. Oktober los. „Wegen Bauverzugs mussten wir den Start verschieben“, begründete Uwe Werner, Ostthüringer Regionalvorstand der betreibenden Johanniter, den Verzug auf Nachfrage. „Man muss ja froh sein, wenn man derzeit überhaupt Firmen findet. Aber der 1.10. steht und den werden wir halten.“

Voraussetzungen für Öffnung mit Bildungsministerium geklärt

Die Voraussetzungen dafür seien geschaffen, erklärte Werner weiter. Dies geschah bei einem Vor-Ort-Termin am Dienstag mit der zuständigen Mitarbeiterin des Thüringer Bildungsministeriums, das für die Betriebserlaubnis zuständig ist. „Die Bauarbeiten innen sind abgeschlossen“, so Werner. Was jetzt noch fehle, seien der Zaun um das Außengelände und ein separates Tor, damit niemand durchs Schulgelände muss.

Als nächsten Schritt beantragen die Johanniter „eine vorzeitige Nutzungsaufnahme“, wie Werner sagte. Mit dieser vorläufigen Betriebserlaubnis können die Johanniter öffnen, auch wenn das Verfahren zur offiziellen Genehmigung noch läuft. Diese beantrage man als Erweiterung der Kita „Am Spielplatz“, die dann über insgesamt 180 Plätze verfügt.

Schulanfänger ziehen komplett um und gestalten Umzug mit

Als weiteres Signal, dass es im Oktober losgeht, führte der Johanniter-Regionalverband an, dass es bereits eine Elternversammlung gegeben hat. Dort wurde darüber informiert, dass die circa 30 Schulanfänger aus der Kita „Am Spielplatz“ komplett in die neuen Räume im Erdgeschoss des Förderzentrums in der Siegfried-Flack-Straße ziehen. „Dazu gibt es bereits das Projekt ,Umzug’ im Kindergarten“, sagte Werner. Dabei werden die Kinder aktiv einbezogen, packen unter anderem Umzugskisten und transportieren Sachen mit dem Bollerwagen ins neue Domizil. Die dadurch im Haus in der Liebermannstraße 53 frei werdenden Kapazitäten werden dort wieder besetzt.

Mietvertrag zunächst befristet für zwei Jahre

Neben der räumlichen Nähe hatten sich die Johanniter auch wegen der baulichen Voraussetzung für eine Erweiterung im Förderzentrum entschieden. Der Mietvertrag mit dem Landkreis als Eigentümer ist zunächst auf zwei Jahre befristet. Dann will man erneut entscheiden, ob der Bedarf weiter besteht. Für diese Zeit zahlt die Stadt Altenburg jährlich rund 170 000 Euro Betriebskostenzuschüsse, weil sie eigentlich die Kinderbetreuung absichern muss. Mit den 30 zusätzlichen Plätzen beseitigt sie zudem einen Engpass. Für die Anfangsinvestition schoss die Skatstadt 20 000 Euro zu, wobei die Johanniter selbst noch Einrichtung sowie einige Tausend Euro beisteuerten.

Von Thomas Haegeler

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