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Altenburg Josefine Köhler blickt auf spannenden USA-Austausch zurück
Region Altenburg Josefine Köhler blickt auf spannenden USA-Austausch zurück
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08:09 30.08.2018
Für zehn Monate war Josefine Köhler in den USA – unterstützt vom CDU-Bundestagsabgeordneten Volkmar Vogel. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Zehn Monate, mehrere tausend Kilometer entfernt, ein fremdes Land und eine andere Kultur: Josefine Köhler blickt auf ein echtes Abenteuer zurück. Von Mehna verschlug es die Schülerin auf eine Farm im US-amerikanischen Burns im Bundesstaat Oregon.

Aufwendige Auswahl

Möglich gemacht wurde der Trip durch das Parlamentarische Patenschaft-Programm (PPP) des Deutschen Bundestages. Regelmäßig erhalten darüber Jugendliche und junge Erwachsene aus der gesamten Republik die Chance, für bis zu ein Jahr ausgestattet mit einem Stipendium in den USA zu leben. Um den begehrten Platz zu ergattern, musste die 18-jährige Gymnasiastin jedoch zunächst ein aufwendiges Bewerbungsverfahren durchlaufen.

„Ich musste meinen Lebenslauf, Angaben zu meinen Interessen und zu meiner Schullaufbahn einsenden, in der zweiten Runde verschiedene Bewerbungsfragen beantworten“, beschreibt sie den Auswahlprozess. Zu guter Letzt stand noch ein persönliches Gespräch mit Volkmar Vogel, dem für sie zuständigen CDU-Bundestagsabgeordneten, auf dem Programm. Der war von der Schülerin angetan. „Sie hatte für mich definitiv die notwendige Reife“, blickt er zurück.

Von wegen Langeweile

Im vergangenen August war es schließlich soweit, von Frankfurt aus ging es gen Oregon. „Allerdings erst einmal bis Chicago, wo wir 24 Stunden wegen Unwetter festsaßen“, erinnert sich Josefine Köhler schmunzelnd zurück. Nach einem weiteren Zwischenstopp in Denver war schließlich das endgültige Ziel erreicht. Und das lag – in einem großen Land wie den USA nicht unüblich – tatsächlich mitten im Nirgendwo. „Burns hat knapp 3000 Einwohner, von unserer Farm aus war der nächste Ort gut zwei Stunden Autofahrt entfernt“, schildert sie die mitunter gigantischen Dimensionen des Landes.

Langweilig, das macht Köhler eindeutig klar, wurde ihr trotz vermeintlicher Einsamkeit jedoch nicht. Schließlich gab es auch im westlichen Zipfel Oregons einiges zu erleben. „Wir hatten jeden Tag von 7.45 bis 15.30 Uhr Unterricht, danach stand dann noch Sport auf dem Plan – für mich zunächst Cheerleading, später Leichtathletik“, fasst sie ihre typische Woche zusammen. Ansonsten galt es, auf der Farm mit anzupacken oder auch einmal den drei Gastgeschwistern bei den Hausaufgaben zu helfen.

Austausch bleibt wichtig

Aufgaben, die Köhler gerne annahm, konnte sie im Gegenzug, nicht zuletzt bei einem Besuch in der Hauptstadt Washington, doch spannende Einblicke in die US-amerikanische Gesellschaft erhalten. „Die Amerikaner sind sehr offen, freundlich und hilfsbereit“, kann sie berichten. Allerdings, auch das betont sie, hätten Teile der Bevölkerung einen sehr engen Blick auf die Welt. „Viele interessiert nicht, was außerhalb der USA passiert, höchstens Mexiko und Kanada sind noch relevant.“

Umso wichtiger sei es, findet auch CDU-Politiker Volkmar Vogel, dass Programme wie das PPP organisiert würden. „Gerade angesichts der derzeitigen Lage zwischen Deutschland und den USA ist ein solches Angebot richtig und wichtig, um das gegenseitige Verständnis zu fördern“, ist er sich sicher. Josefine Köhler jedenfalls hat aus ihrem Abenteuer so manche Erkenntnis für ihre künftige Laufbahn gezogen. „Ich möchte auf jeden Fall etwas mit Menschen machen, vielleicht sogar im Bereich der internationalen Beziehungen arbeiten“, umreißt sie ihre Pläne.

Und selbstverständlich will sie auch den Kontakt in die USA nicht abreißen lassen. „Meine Gastfamilie hat schon einen Besuch angekündigt, auch einige meiner Freunde wollen bald nach Frankreich reisen, dort möchten wir uns treffen. Und spätestens nach dem Abi werde ich auch noch mal rüber fliegen“, kündigt sie an.

Von Bastian Fischer

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