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Altenburg Jubel und Trubel
Region Altenburg Jubel und Trubel
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20:28 09.06.2013

Es wäre zugleich auch eine treffende Charakterisierung der beliebten Einrichtung gewesen, die sich auch vier Jahrzehnte nach ihrer Gründung jung und dynamisch fühlt.

In der am 26. Februar 1973 gegründeten Einrichtung wurden anfangs 300 Kinder betreut. Damals eine staatliche Einrichtung, ging sie nach der Wende in die Trägerschaft der Altenburger Stadtverwaltung über. Seit dem 1. September 1995 hat nun die Volkssolidarität den Hut auf. Veronika Schneider ist seitdem Leiterin der Kita und hat derzeit die Aufsicht über 164 Kinder, davon 34 mit Behinderung. "Wir sind bereits seit 1992 ein integrativer Kindergarten und darauf ausgerichtet, gesunde und behinderte Kinder gemeinsam zu betreuen. Der Umgang mit den behinderten Kindern ist ein großer Vorteil", erklärte die 59-Jährige.

Wie unkompliziert das für die Mädchen und Jungen ist, wird beim gemeinsamen Spielen deutlich. Obwohl der vierjährige Robin körperlich eingeschränkt ist, wird er von Alicia, Felix und Manuel ganz selbstverständlich als Spielkamerad akzeptiert. Der vor zehn Jahren eingebaute Fahrstuhl wurde durch Spenden finanziert und erleichtert die Arbeit der Betreuer erheblich.

Veronika Schneider und die 34 pädagogischen Angestellten kümmern sich von 6 bis 18 Uhr um die Jungen und Mädchen und achten auf ein abwechslungsreiches Spiel- und Beschäftigungsangebot. Auch sportliche Betätigung und Bewegungsspiele stehen auf dem Programm, bei denen die kleinen "Spatzen" die Betreuer mächtig auf Trab halten. Besonders die beiden männlichen.

Erzieher stehen bei den Knirpsen hoch im Kurs, wenn es darum geht, eine Runde Fußball zu spielen. Der 7000 Quadratmeter große Garten bietet ausreichend Platz zum Toben. Daneben werden regelmäßig Museen, Theater oder Töpferkurse besucht. Auch an die englische Sprache werden die Kinder in spielerischer Form herangeführt. Einmal im Jahr gibt es eine "Milchparty", bei der die Kinder ein gesundes Frühstück zubereiten und gleichzeitig den Umgang mit Milchprodukten, Obst und Gemüse erlernen.

Während ihrer 18-jährigen Tätigkeit im "Spatzennest" hat Veronika Schneider viele Kinder aufwachsen sehen. "Sie interessieren sich heute für ganz andere Sachen als noch vor 20 Jahren. Früher waren die Angebote mehr Standard, heute ist alles offener", erklärte sie. Bei seiner Gründung hieß die Tagesstätte noch "Sputnik", den Namen "Spatzennest" trägt sie erst seit 1991. Im Laufe der Jahre wurde die Einrichtung saniert und erneuert. Dach, Fenster und Fußböden wurden 1997 komplett ausgetauscht. Eine neue Heizungsanlage wurde letztes Jahr eingebaut. Heute gibt es neben zwölf Gruppen- und drei Schlafräumen einen Turn- sowie mehrere Therapieräume. Betreut werden Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs Monaten und sechs Jahren.

Trotz der Negativ-Schlagzeilen im vergangenen Jahr, als es massive Anschuldigungen gegen einige Erzieherinnen gab, lassen sich Veronika Schneider und ihr Team nicht unterkriegen. Auf die Unterstützung und Zusammenarbeit mit den Eltern konnte sie sich nicht nur in dieser schweren Zeit immer verlassen, wofür sie bis heute sehr dankbar ist. Kein einziges Kind wurde von den Eltern abgemeldet. Das spreche für die Einrichtung und das Engagement der Mitarbeiter, sagte die 59-jährige Leiterin.

Kein Wunder, dass auch zum Sommerfest am Sonnabend Kinder und Eltern nicht nur der "aktuellen Generation" zuhauf in die Pappelstraße nach Südost kamen. Das Fest, das diesmal ganz im Zeichen der Erdbeere stand, gibt es seit 15 Jahren und ist mittlerweile zur Tradition geworden. Doch der 40. Geburtstag war natürlich etwas Besonderes.

Entsprechend des Mottos waren die Spiele auf das süße Früchtchen zugeschnitten. Das Märchenspiel "Die Erdbeerprinzessin" musste wegen des Regens ausfallen.

Schellenberg

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