Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Jürgen Hauskeller aus Altenburg erhält „Thüringer Rose“
Region Altenburg Jürgen Hauskeller aus Altenburg erhält „Thüringer Rose“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:00 22.11.2017
Thüringens Sozialministerin Heike Werner (LINKE) überreichte auf der Wartburg die "Thüringer Rose" an Jürgen Hauskeller aus Altenburg. Quelle: ministerium
Altenburg/Eisenach

Für ihr ehrenamtliches soziales Engagement sind kürzlich zwölf Männer und Frauen auf der Wartburg mit der „Thüringer Rose“ geehrt worden. Sie hätten sich in langjähriger gemeinnütziger und überdurchschnittlicher Weise sozial engagiert, begründete Sozialministerin Heike Werner (Linke) die Auszeichnung. Sie wird seit 1993 im Gedenken an die Heilige Elisabeth (1207 - 1231), der Schutzpatronin Hessens und Thüringens, vergeben. Sie war 1211 als Vierjährige nach Eisenach gekommen. Später setzte sie sich als Thüringer Landgräfin besonders für Arme und Kranke ein.

Zu den ausgezeichneten Thüringern zählt in diesem Jahr auch Jürgen Hauskeller aus Altenburg. Als Pfarrer habe er neue Wege beschritten, um auch jungen Menschen die Freude am Glauben näher zu bringen. Mit der Leitung eines Jugendchores und einer Band sei es ihm gelungen, in Thüringen eine bis dahin völlig neue Gottesdienstform zu etablieren, viele junge Menschen zu erreichen und für volle Kirchbänke zu sorgen.

Das habe seinerzeit in der DDR aber auch staatliche Behörden und die Kirchenleitung misstrauisch gemacht. Seine 800 Seiten starke Stasiakte spreche Bände über sein Engagement, so die Ministerin. Die Band und der Jugendchor Sondershausen/Stockhausen konnten nach ihren Angaben 2015 das 40-jährige Jubiläum feiern. Mit Gottesdiensten, Gesprächsrunden, Demonstrationen und musikalischen Veranstaltungen habe Hauskeller sehr aktiv den gewaltfreien Widerstand in der Wendezeit begleitet.

Ab 2002 habe er mit seiner Frau im Kongo gelebt, wo beide ein Waisenhaus aufbauten sowie den Bau einer Grundschule initiierten. In diese Zeit sei auch die Adoption von drei Kindern aus dem Kongo durch das Paar gefallen. Später, wieder zurück in Deutschland, hätten beide den Verein „Hilfe für Menschen im Kongo“ gegründet, der bis heute um Spenden, für Waisenhäuser und Schulen in dem afrikanischen Land werbe.

Das Wirken Elisabeths zeige, dass es zu allen Zeiten Menschen gab und immer noch gebe, die sich für andere Menschen einsetzen, sagte die Ministerin. „Menschen, denen es nicht gut geht, sei es, weil sie krank sind, weil sie über zu wenig Einkommen verfügen oder weil sie aufgrund einer Behinderung Nachteile in der Gesellschaft haben“. Sie ermöglichten so vielen Mitmenschen mehr Teilhabe in der Gesellschaft. Dafür sollen sie „Ehrung und Dank erfahren“, unterstrich die Politikerin.

Von epd

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Seit geraumer Zeit sorgt der Neubau der Schnauderbrücke in Wintersdorf für Einschränkungen, insbesondere für Autofahrer. Inzwischen steht fest, dass der geplante Termin für den Abschluss der Arbeiten nicht zu halten sein und womöglich noch mehrere Monate weiter gebaut wird.

25.11.2017

Langzeitarbeitslose im Altenburger Land werden 2018 weniger Fortbildungen und andere Hilfen für die Rückkehr auf den Arbeitsmarkt bekommen. Wie Landrätin Michaele Sojka (Linke) am Dienstag informierte, verständigte sich darauf die Trägerversammlung des Jobcenters. Grund der drastischen Sparmaßnahmen seien massive Kürzungen der Zuschüsse infolge des vorläufigen Bundeshaushalts.

22.11.2017

Die Polizei hat sich am Montag eine Verfolgungsjagd mit einem Pkw geliefert, die schließlich sogar auf einem Acker bei Gleina ausgetragen wurde. Dort fuhr sich der Flüchtende mit seinem Wagen fest. Bei der Festnahme leistete er Widerstand.

21.11.2017