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Jugendarbeit im Altenburger Land wird mobiler

Neue Strukturen Jugendarbeit im Altenburger Land wird mobiler

Heute startet an den Schulen im Altenburger Land wieder der Unterricht. Und mit dem neuen Schuljahr kommt auch in der Jugendsozialarbeit einiges ganz neu ins Rollen. Denn der novellierte Jugendförderplan für den Landkreis, in Kraft seit dem 1. Juli, hat vieles verändert.

Als Sozialarbeiter unterwegs: Christina Hädrich und Carsten Heyn (hinten), Dirk Reimann, Annett Bernhard und Thomas Hedrich (vorn von links).

Quelle: Mario Jahn

Altenburg/Schmölln/Lucka. Heute startet an den Schulen im Altenburger Land wieder der Unterricht. Und mit dem neuen Schuljahr kommt auch in der Jugendsozialarbeit einiges ganz neu ins Rollen. Denn der novellierte Jugendförderplan für den Landkreis, in Kraft seit dem 1. Juli, hat vieles verändert (die OVZ berichtete). Die Sozialräume wurden neu strukturiert und die mobile Jugendarbeit stark in den Fokus genommen. Auf diesem Weg sollen junge Leute erreicht werden, die die offene Jugendarbeit, also die stationären Treffs, kaum nutzen.

Mobil heißt in diesem Fall: Die Sozialarbeiter fahren zu den Jugendlichen, besuchen die Gruppen und Cliquen in den Gemeinden, unterbreiten Angebote vor Ort an festen Terminen. Im Gegenzug wird bei der offenen Jugendarbeit ausgedünnt. Im Sozialraum Nordregion mit Lucka, Meuselwitz und der VG Rositz gibt es ab heute nur noch in Meuselwitz einen stationären, täglichen Treffpunkt, das Schüler-Jugend-Freizeit-Zentrum. Der Jugendclub „Villa Kunterbunt“ in Lucka, bis Mittwoch noch geöffnet, dient künftig als Kontaktbüro, wo die mobilen Sozialarbeiter zu angekündigten Terminen vorbeischauen – voraussichtlich einmal wöchentlich. Auch in Rositz soll es einen solchen Kontaktpunkt geben. Die Zeiten sollen in den nächsten Tagen bekanntgegeben werden.

Weitere Sozialräume sind die Region Altenburg/Nobitz/VG Wieratal sowie Schmölln/Gößnitz/VG Oberes Sprottental/VG Altenburger Land. Pro Sozialraum soll es nun eine zentrale Anlaufstelle mit einem offenen Freizeitangebot geben – so sieht es der neue Jugendförderplan vor.

In Schmölln ist das das Schüler-Freizeitzentrum (SFZ), wo am Dienstag ein Sommerfest samt Umbenennung gefeiert wurde. „Das SFZ heißt jetzt The Base“, sagte Dirk Keiner vom Evangelisch-Lutherischen Magdalenenstift Altenburg, das sich in Kooperation mit den Stadtverwaltungen um den Schmöllner und den Altenburger Sozialraum kümmert. „Der Name ist Programm“, fügte Sozialarbeiterin Annett Bernhard hinzu. „Wir bilden hier unsere Basis für die Arbeit im Sozialraum.“ Das Team nutzte das Fest auch gleich, um sich vorzustellen.

„Momentan sind wir noch dabei, die Regionen zu erkunden und zu schauen, welche Bedürfnisse die Jugendlichen haben“, erklärte Bernhard. „Das Ziel ist, dass wir mit einem Auto unterwegs sind und dorthin fahren, wo die Jugendlichen wirklich sind.“ Die Vor-Ort-Angebote sollen Freizeit, Bildung und spezielle Projekte umfassen. „Wir haben von Schulen und Gemeinden positive Signale bekommen.“ An den Schulen, so der Plan, wollen die Sozialarbeiter etwa alle 14 Tage präsent sein. „Außerdem unterstützen wir selbstverwaltete Jugendclubs.“

Neben der mobilen und der offenen Arbeit bleibt weiterhin die aufsuchende Jugendsozialarbeit ein wichtiges Standbein. Hier liegt das Augenmerk eher auf der Einzelfallbetreuung von Kindern und Jugendlichen, die sich in einer Krise befinden – etwa wegen Schulstress, Arbeitslosigkeit oder Drogenproblemen.

Durch die Umstrukturierung im Landkreis sind in Schmölln zwei neue Stellen entstanden. „Vorher waren wir zu dritt, jetzt haben wir fünf Mitarbeiter. Wir suchen aber auch noch eine pädagogische Fachkraft für 30 Stunden in der Woche“, sagte Dirk Keiner. In Altenburg ist eine neue Stelle entstanden.

Von Tatjana Kulpa und Kay Würker

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