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Altenburg Jugendforum Altenburg: Schnelles Geld für junge Leute mit Ideen
Region Altenburg Jugendforum Altenburg: Schnelles Geld für junge Leute mit Ideen
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18:20 04.05.2017
Zwei Gesichter des Jugendforum Altenburg: Marie-Luise Birnstingl und Valentin Rühlmann. Die beiden werben aktiv für den Fördertopf. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Um unkompliziert dem Nachwuchs kleine Wünsche zu erfüllen, muss es im Altenburger Land nicht erst wieder Weihnachten werden. Der Landkreis hält neuerdings das ganze Jahr über Geld bereit, das Jugendliche in Eigenregie für Aktionen, Fortbildungen, Miet- oder Sachkosten ausgeben können. Allerdings hat sich das offenbar noch nicht so recht herumgesprochen. Die Nachfrage nach finanzieller Unterstützung ist bislang noch überschaubar.

Jugendforum Altenburg heißt die Geldquelle. Gespeist wird sie über das Bundesprogramm „Demokratie leben“, mit dem laut Bundesfamilienministerium ein „vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander“ gefördert werden soll. Das Altenburger Land kann aus diesem Topf bis zu 61 000 Euro schöpfen – 6000 Euro davon sind im Landkreis für das Jugendforum reserviert.

„Das Besondere ist hier, dass dieses Forum tatsächlich von Jugendlichen organisiert und geleitet wird“, erklärt Valentin Rühlmann. Der 17-Jährige gehört dazu, zusammen mit einigen Mitstreitern. In Abständen treffen sie sich im sogenannten Jugendausschuss, wo eingehende Förderanträge gesichtet und über die Bewilligung von Geldern entschieden wird. Minderjährige können bis 250 Euro beantragen, müssen dafür lediglich kurz die Verwendung des Geldes erklären, ihren Personal- oder Schülerausweis vorlegen und die Unterschrift der Eltern mitbringen. Antragsteller ab 18 Jahre können bis zu 500 Euro abrufen.

Die Einsatzmöglichkeiten des Geldes sind allerdings klar umrissen. Die Euros sollen möglichst in Projekte, Veranstaltungen und Aktionen fließen, also nicht in dauerhafte Anschaffungen und Investitionsgüter. „Der Fonds ist speziell für temporäre Ereignisse gedacht“, sagt Heike Kirsten vom Kreisjugendring, unter dessen Dach das Jugendforum angesiedelt ist. „Zum Beispiel Aktivitäten zu Themen wie Natur und Umwelt, Politik und Kultur.“ In diesem Zusammenhang sind Fahrt- oder Sachkosten, aber auch Honorare für Dozenten oder Mietkosten für Technik und Räume förderfähig.

Was vom Jugendausschuss befürwortet wurde, kommt abschließend auf den Tisch von Heike Kirsten, die einen kleinen Vertrag mit den Geldempfängern aufsetzt und die Überweisung auslöst. „Länger als vier Wochen soll die Bearbeitung von der Antragstellung bis zur Auszahlung nicht dauern“, versichert Kirsten.

Wenig Aufwand, wenig Bürokratie – das hat sich das Jugendforum auf die Fahne und in die Satzung geschrieben. „Unser Ziel ist, dass Jugendliche sich selbst verwirklichen, Ideen entwickeln und Talente ausleben, ohne dass es gleich am Geld scheitert oder an komplizierten Formalitäten“, sagt Forumsmitglied Marie-Luise Birnstingl. Der Zulauf hält sich allerdings bis dato in Grenzen. Der Premiere-Antrag bezog sich auf die Aktion Rote Hand, mit der zu Jahresbeginn rund 1300 Schüler im Landkreis auf das Elend unzähliger Kindersoldaten in der Welt aufmerksam machten (OVZ berichtete). Das Geld floss damals in Material, um Handabdrücke aufs Papier zu bekommen. Inzwischen liege ein weiterer Antrag vor, teilte Heike Kirsten am Donnerstag mit.

Und ermuntert Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre, ebenfalls aktiv zu werden. „Wir helfen auch gern bei Fragen“, ergänzt Rico Schwertner von der Kontaktstelle Mobile Jugendarbeit in Altenburg, der das Jugendforum ebenfalls begleitet und unterstützt.

Weitere Infos und Antragstellung: www.facebook.com/jugendforum.altenburg/

Von Kay Würker

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