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Junge Musiker stehen Profi-Künstlern in nichts nach

Junge Musiker stehen Profi-Künstlern in nichts nach

Das Musikfestival Nr. 1 in Mitteldeutschland war am Sonnabend zu Gast in Altenburg: der renommierte MDR-Musiksommer. Das ist für die Skatstadt durchaus eine Ehre, da ein Konzert innerhalb dieser hochkarätigen Konzertreihe immer etwas Besonderes darstellt und die Begegnung mit charismatischen Künstlern verspricht.

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Isabella Niemand und Helene Fleuter (v.r.) spielen vierhändig Flügel.

Quelle: Jens Paul Taubert

Altenburg. Und genauso war es denn auch.

 

Preisträger eines Musikwettbewerbs, den seit Jahren die Mitteldeutsche Energie AG EnviaM für den musikalischen Nachwuchs veranstaltet, gaben sich ein Stelldichein im Festsaal des Residenzschlosses. Mit diesen Preisträgerkonzerten unter dem Motto "Die nächste Generation" will der MDR gleichzeitig den jungen Solisten ein Podium für ihre musikalische Arbeit geben. Bei der Ankündigung des Konzertes konnte man sich mit einiger Skepsis fragen, ob für dieses Konzert nicht der Festsaal zu groß und der Bachsaal besser geeignet sei. Doch weit gefehlt. Alle Plätze waren gefüllt und das Interesse des Publikums an den Leistungen der Preisträger überaus lebhaft.

 

Insgesamt fünf junge Nachwuchsmusiker waren nach Altenburg gekommen: das Klavier-Duo Bellene mit Helene Fleuter und Isabella Niemand sowie Maria Pietschmann (Violine), Anna Maria Wünsch (Viola) und Friedemann Herfurth (Violoncello). Angeleitet und betreut wurden sie von Katharina Sprenger, der stellvertretenden Stimmführerin der zweiten Violinen des MDR-Sinfonie-Orchesters. Mit Werken der unterschiedlichsten Komponisten und Stilrichtungen zeigten die fünf jungen Musiker ihr Können. Sie musizierten nicht nur mit jugendlichem Schwung und Elan, sondern auch mit nicht zu übersehender Begeisterung und Freude am Spiel. Da war im Prinzip vom berühmt-berüchtigten Lampenfieber absolut nichts zu spüren. Wenn man so unbeschwert musizieren kann, dann gelingt in der Tat jede noch so heikle Passage, dann geht die Fehlerquote gen Null und da springt der zündende Funke schon sehr bald auf das Publikum über.

 

Perfekt im Zusammenspiel legte das Duo Bellene zum Beispiel den Fuchstanz von Leó Weiner oder Claude Debussys Cortège et Air Danse auf die Tasten. Zu Recht großen Beifall und Bravorufe gab es für Maria Pietschmann und Friedemann Herfurth für deren überzeugende, technisch wie musikalisch ausgefeilte Interpretation einer Passacaglia von Johan Halvorsen für Violine und Violoncello. Überhaupt keine Probleme hatte Isabella Niemand mit dem virtuosen und mit Oktavtechnik gespickten Capriccio op. 14 von Felix Mendelssohn Bartholdy oder mit einem fulminanten, fast brachial wirkenden Tanz aus Alberto Ginasteras Zyklus' Danzas Argentinas. Faszinierend war es, wie die 14-jährige Helene Fleuter ihre Mentorin Katharina Sprenger vom MDR-Orchester bei dem anspruchsvollen Scherzo für Violine und Klavier von Oleg Chromuschin begleitete. Da stand die Schülerin der Profigeigerin überhaupt nicht nach.

 

Fast sinfonische Dimensionen präsentierten alle Solisten im Zusammenspiel von einigen Liebeslieder-Walzern des Romantikers Johannes Brahms. Das bravouröse Finale bildete das amerikanische Streichquartett von Antonin Dvorak. Die drei jungen Streicher unter Leitung von Katharina Sprenger am ersten Pult boten auch hier eine überaus überzeugende Leistung, indem sie bestens aufeinander reagierten, sich die Themen zuspielten und intensiv ausmodellierten.

 

Als Fazit über diesen Abend kann man ohne Übertreibung sagen, dass die Veranstaltung einem Profi-Konzert in keiner Weise nachstand. Und die Reaktion des Publikums? Höchst zufrieden bis begeistert und eine Zugabe fordernd. Dieser Wunsch wurde natürlich mit einem Walzer von Johannes Brahms erfüllt.

Felix Friedrich

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