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Altenburg Jury würdigt Sanierung der Hofgärtnerei mit dem Denkmalschutzpreis
Region Altenburg Jury würdigt Sanierung der Hofgärtnerei mit dem Denkmalschutzpreis
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17:24 09.04.2018
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"Es ist Kleinod."

Und zwar eines, das lange Zeit ein Schattendasein fristete und sogar schon einmal von der Denkmalliste gestrichen worden war. Jahrelang stand das Haus als Ladenhüter auf der Verkaufsliste der Städtischen Wohnungsgesellschaft, und auch 2008, als ein Selbstnutzer-Projekt initiiert wurde, gab es kein Interesse. Erst vor zwei Jahren kaufte Jörg Kebbel, der ein Modellbau-Geschäft betreibt, das Haus. "Daraus entwickelte sich eine regelrechte Liebesbeziehung zu dem alten Gebäude und seiner bewegten Geschichte durch die Jahrhunderte seit seiner Erbauung", meint Fröhlich.

Die Liebe zum Detail beeindruckte die Jury und den Denkmalschützer bereits bei ihrer Besichtigung vergangene Woche. "Da geht mir das Herz auf", sagte zum Beispiel Fröhlich, als er die Preisrichter herumführte. Zum ersten Mal hatte die Jury die drei eingereichten Vorschläge direkt vor Ort begutachtet (die OVZ berichtete) und anschließend einstimmig für die Hofgärtnerei gestimmt. "Die historische Wiederherstellung der Ansicht ist hier besonders gut gelungen", sagte Juryvorsitzender Peter Müller in Bezug auf das barocke Erscheinungsbild, das sich in den Komplex zwischen Teehaus mit neuem Portal und Orangerie einfügt. Das Haus entspricht dem einstigen Antlitz um 1730, wenngleich der westliche Gebäudeteil bereits um 1600 erbaut wurde. Dies war eine der Überraschungen, die während der zweijährigen Sanierung entdeckt wurden.

Inzwischen sind die Arbeiten fast abgeschlossen. Der Hof, der demnächst als Weinstube dienen soll, erstrahlt als kleiner Garten mit Springbrunnen, Sitzgelegenheiten und Bäumen. In einem Gebäudeteil sind Wohnungen entstanden, in die der Besitzer sein Faible für Historisches ebenso eingebracht hat. "Auf dem ganzen Gelände haben wir Türen zusammengesucht, um so viel, wie es ging, von den alten Dingen zu erhalten", schilderte Kebbel während der Jurybesichtigung und fügte hinzu, dass auch die geplanten Pensionszimmer historisch möbliert werden sollen. Ein bisschen stolz ist er schon, auch wenn er sich vor den Preisrichtern bescheiden gab: "Es ist schon ganz nett geworden. Jetzt, da es fast fertig ist, will jeder es am liebsten haben."

Am 11. September, beim Marstallkonzert zum Tag des offenen Denkmals, erhält Jörg Kebbel den mit 2500 Euro dotierten Johann-Georg-Hellbrunn-Preis. Bei der Veranstaltung werden auch der Kulturbund für die vorbildlichen Aktivitäten zur Rettung, Bewahrung und Sicherung des Kulturdenkmals Brühl 2 sowie Dietrich Hueck für die Instandsetzung der Fassade des Wohnhauses in der Wettinerstraße 31 mit Anerkennungsurkunden gewürdigt. Wer sich die drei Objekte näher ansehen möchte, hat dazu am Denkmaltag Gelegenheit.

© Kommentar Seite 13

Jenifer Hochhaus

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