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Altenburg Juso-Chefin Schenk kommt nach Altenburg – OB Wolf stellt Weichen für weitere Amtszeit
Region Altenburg Juso-Chefin Schenk kommt nach Altenburg – OB Wolf stellt Weichen für weitere Amtszeit
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00:21 25.09.2017
Des OBs Neue: Sachsens Juso-Chefin Katharina Schenk wird persönliche Referentin von Altenburgs Rathaus-Chef Michael Wolf. Quelle: Archiv
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Altenburg

Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) rüstet sich offenbar für eine vierte Amtszeit. Wie der Rathaus-Chef am Donnerstag auf OVZ-Nachfrage bestätigte, wird Katharina Schenk ab Oktober seine neue persönliche Referentin. Die sächsische Landesvorsitzende der SPD-Nachwuchsorganisation Jusos tritt damit die Nachfolge von Christian Repkewitz an, der seit Monaten erkrankt ist. Im Zuge dessen kündigte das Stadtoberhaupt zudem eine Umverteilung von Aufgaben in der Verwaltung an.

„Die Sache ist rund, am 4. Oktober fängt Frau Schenk an“, sagte Wolf. „Der Personalrat hat bereits zugestimmt.“ Er sprach von einem „Vertrauensverhältnis“, was vom ersten Gespräch an dagewesen sei und begründete die Entscheidung damit, dass er nicht wisse, wann Repkewitz wiederkomme. „Seit Februar haben wir sein Fehlen mit Mehraufwand und Routine überspielt. Aber das geht nur über einen bestimmten Zeitraum.“

Im Gegensatz zu ihrem Vorgänger wird Schenk aber nicht das Stadtratsbüro leiten, sondern sich voll und ganz auf das Schreiben von Reden und Grußworten sowie auf die Bearbeitung von Bürgeranliegen und die Arbeit mit Bürgervereinen und Ortsteilräten konzentrieren. „Das ist mir wichtig, da wollen wir stärker aktiv werden“, erklärte der 55-Jährige, der als konservativer Sozialdemokrat gilt. Daher sieht er in der Zusammenarbeit mit der eher links verorteten Leipzigerin eine Herausforderung. „Wir wollen Altenburg weiter voranbringen.“

Angesichts der OB-Wahl 2018 darf das als Bestätigung einer Kandidatur verstanden werden. Mit einem erneuten Sieg würde Wolf seine Amtszeit von dann 18 auf 24 Jahre verlängern. Zu diesem Ziel passt, dass die 29-jährige Neu-Referentin 2013 bereits Erfahrungen im Wahlkampfteam von Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung und ein Jahr später auch im Landtags- und Kommunalwahlkampf sammelte. Die Philosophie-Doktorandin sitzt im Leipziger Stadtrat. Allerdings hat Schenk ihre Aktivitäten hier bereits eingeschränkt und sich aus zwei Ausschüssen verabschiedet. Zudem wird sie mit Beginn ihres unbefristeten neuen Jobs auch den Juso-Landesvorsitz aufgeben.

Laut Wolf wird Christian Repkewitz dem Rathaus aber erhalten bleiben und soll weiter das Stadtratsbüro leiten. Außerdem will ihm der OB das Stadtarchiv anvertrauen. „Das ist ein unsagbarer Schatz, der mehr in den Fokus gehört“, so Wolf. Und bei Recherchen sei Repkewitz „ganz stark“. Zudem wandere er aus seinem Zuständigkeitsbereich in das von Johannes Graffé geleitete Dezernat für Ordnung, Recht und Liegenschaften. Dazu wollte sich der Ex-Referent am Donnerstag auf Nachfrage jedoch nicht äußern.

Herausgekommen war die Personalie durch zwei kurze Zeilen, die Schenk am Dienstagabend getwittert hatte. „Das wird was :) Freue mich auf neue Aufgaben in #Altenburg“, schrieb sie auf dem Kurznachrichtendienst und versah das Ganze mit einem Foto von ihrem neuen Zimmerschild im Altenburger Rathaus.

Von Thomas Haegeler

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