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"Kämpfen, kämpfen und dann siegen"

"Kämpfen, kämpfen und dann siegen"

Der eine kämpft mit seiner Frauenmannschaft um den Klassenerhalt in der Mitteldeutschen Oberliga - der andere strebt mit seinem Team den Verbleib in der Thüringenliga der Männer an.

Doch der Abstiegskampf ist nicht das einzige, was die beiden vereint. Sie sind beide Trainer der ersten Handballmannschaften des SV Aufbau Altenburg. Im Interview sprechen Volker Friedrich und Lothar Doering darüeber, wie zufrieden sie mit dem bisherigen Saisonverlauf sind und was sie sich für 2014 vornehmen:

 

OVZ: Wie lautet Ihre Bilanz nach der Hinrunde? Sind Sie zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf?

 

Lothar Doering: Wenn ich jetzt in der spielfreien Zeit auf die Tabelle schaue, kommt doch eine gewisse Zufriedenheit bei mir auf. Wir stehen auf dem neunten Tabellenplatz und sind damit immerhin ein kleines Stück von den Abstiegsplätzen entfernt.

 

Volker Friedrich: Mit der Hinrunde kann ich nicht zufrieden sein. Wir haben Punkte auf der Strecke gelassen, die für den Klassenerhalt fest eingeplant waren. Das Team hat leider nicht zu einer Beständigkeit finden können. Unsere Spiele sehen teilweise wie ein Börsenbarometer aus - es geht hoch und runter und manchmal resultiert daraus ein Crash. Positiv muss man aber die erste Runde im DHB-Pokal sowie die Spiele gegen Görlitz und den HC Sachsen erwähnen. Auch die zwei Pflichtsiege gegen die SG Seehausen und der Punktgewinn gegen Calbe gehören zu den positiven Aspekten der Hinrunde.

 

Wer oder was waren für Sie die Tops und Flops der bisherigen Spielzeit?

 

Doering: Zu den Tops fällt mir eigentlich nichts ein (lacht). Zu den Flops allerdings schon - einige Spielabschnitte meiner Mannschaft zum Beispiel. Die zweite Halbzeit in Sonneberg beispielsweise, da liegen wir zur Halbzeit mit nur zwei Toren zurück und fangen dann eine 36:24-Niederlage. Ähnliches Bild bei dem Einbruch in Werratal, als aus fünf Toren Rückstand noch zwölf werden. Überraschung für mich in dieser Saison ist der HBV Jena. Die Mannschaft erinnert mich sehr an unser letztes Jahr als Aufsteiger.

 

Friedrich: Tops in der Liga sind ausnahmslos für mich der SC Markranstädt, der als Aufsteiger mit einem riesigen Kader die Liga rockt. Flop der Liga - wenn man das so sagen kann - oder eher enttäuscht hat mich bisher Calbe, die es nicht schaffen, sich aus dem Tabellenkeller zu befreien. Aber das ist ja gut für uns. Top in unserem Team sind die spielerische und kämpferische Aufopferung von Lucie Brunova, die Entwicklung von Gina Wodrich und Carolin Lange sowie das Comeback von Stefanie Lingk. Außerdem erhalten wir als Trainerteam eine gute Unterstützung durch Vizekapitän Franziska Holz, Steffi Lingk und Dori (Spitzname von Luci Brunova). Alle drei motivieren die Mannschaft immer wieder. Flops im Team sind die häufigen und lang andauernden Ausfälle, die nur ungenügend oder zum Teil gar nicht kompensiert werden können. Dafür haben wir eine zu große Leistungsschwankung innerhalb des Teams.

 

Halten Sie den zu Saisonbeginn ausgegebenen Klassenerhalt weiterhin für realistisch?

 

Doering: Das hängt ganz von der Entscheidung des Thüringer Handball-Verbandes ab. Der Verband hatte ja angekündigt, die Liga rigoros zu reduzieren, doch die Liga lief dagegen Sturm. Nun steht Mitte Januar die Entscheidung aus: Bleibt es dabei, dass zwei oder drei Mannschaften aus der Thüringenliga absteigen, halte ich das Ziel weiter für realistisch. Sollten tatsächlich vier oder mehr Mannschaften absteigen, wird das schwer für uns.

 

Friedrich: Ja, wenn sich das Team engagiert, fokussiert, motiviert, ein gesundes Selbstvertrauen entwickelt und alles andere dem Klassenerhalt unterordnet. Dafür müssen wir das vorhandene Potenzial nicht nur sporadisch, sondern konstant abrufen - und dann werden wir am Ende der Saison auf einem Nicht-Abstiegsplatz stehen.

 

Was haben Sie und Ihr Team sich für das Jahr 2014 vorgenommen?

 

Doering: Wir wollen die Klasse halten. Und trotz der beruflichen Belastung wollen wir den Kader möglichst zu jedem Training und Spiel komplett halten. Von Verletzungen sollten wir auch verschont bleiben. Dann wünsche ich Aufbau Altenburg viel Gesundes und ein erfolgreiches Jahr 2014.

 

Friedrich: Kämpfen, kämpfen, kämpfen und dann siegen. Wir wollen den Klassenerhalt sichern, den Fans einen guten Handball bieten und um Versöhnung bitten für teilweise unterirdische Spiele, die wir unseren Zuschauern leider auch geboten haben.

Annekathrin Rudolph

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