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Altenburg Kammerkonzert im Logenhaus mit Trio in Bestform
Region Altenburg Kammerkonzert im Logenhaus mit Trio in Bestform
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18:01 16.05.2018
Daniel Gutierrez und Jesús Antonio Clavijo Rojas (beide Viola da Gamba) und Ying-Li Lo (m.) am Cembalo begeisterten im Logenhaus. Quelle: Jens Paul Taubert
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Altenburg

Der Klangkörper von Theater&Philharmonie Thüringen, das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera, hat es innerhalb von drei Tagen vermocht, seine ganze Vielfalt in einer Bandbreite von Barockmusik, großer Sinfonik, Operettenseligkeit bis hin zur Moderne eindrucksvoll auszubreiten. Dabei wurde auch deutlich, was für Spezialisten in diesem Orchester wirken.

Ideal Spielstätte

Waren es beim fabelhaften Philharmonischen Konzert am Freitag vorrangig die Blech- und Holzbläser, prägte das sonntägliche Kammerkonzert die „Cellofraktion“. Diese war in dem aufspielenden Trio mit Jesús Antonio Clavijo Rojas vertreten. Er hatte sich mit Daniel Gutierrez einen weiteren Cellisten und für das Cembalospiel Ying-Li Lo an die Seite geholt.

Gutierrez ist Gastspieler des Orchesters und wirkt unter anderem an der Musikhochschule „Franz Liszt“ in Weimar, an der Ying-Li Lo einen Lehrstuhl hat. Gemäß dem reinen Barockkonzert wurde auf der Viola da Gamba gespielt. Um es vorwegzunehmen: Der Saal des Logenhauses mit seinem Ambiente war die ideale Spielstätte.

Virtuos und homogen

Die drei Musiker überzeugten allein schon durch ihre Programmgestaltung mit Musik von Georg Philipp Telemann, Dietrich Buxtehude, Carl Friedrich Abel, Johann Sebastian Bach und dessen Sohn Carl Philipp Emanuel. Dies sicherte Abwechslung und eröffnete Räume für gemeinsames und solistisches Spiel.

Ihr virtuoses und homogenes Musizieren, das dennoch im Zusammenspiel dem Einzelnen Gestaltung ermöglichte, riss die Zuhörer förmlich mit. Zu dem tappten sie nicht in die bekannten akustischen „Fallen“ des Saales.

Von wegen langweilig

Das Trio gab denjenigen, die meinen, Barockmusik sei oft langweilig, den klaren Gegenbeweis. Etwa wie Ying-Li Lo bei der Sonata für Cembalo von Carl Philipp Emanuel Bach alle hellen Klangfarben des Instrumentes aufblitzen ließ oder die Gambenspieler mit ihrer perfekten Grifftechnik dieselben ihres Instrumentes. Rojas entfaltete dabei stellenweise ein atemberaubendes Tempo.

Beim Geiger würde man da von einem „Teufelsgeiger“ sprechen. Als „Ohrwurm“ wird das Rondeau im Duett von Carl Friedrich Abel nachwirken. Den drei Musikern ist anzuraten, in dieser Zusammensetzung weiterzuspielen und sich als Trio einen Namen zu machen.

Ovationen von Wenigen

Diejenigen Musikfreunde, die ein anderes Kulturangebot der Stadt wahrnehmen oder das gute Wetter nutzen wollten, werden sich ärgern, diese musikalischen Kleinode verpasst zu haben. So waren deutlich weniger Zuhörer als bei den vorherigen Kammerkonzerten vertreten.

Ovationen, zum Teil stehend, waren verdienter Lohn für ein außergewöhnliches Musikereignis.

Von Frieder Krause

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