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Altenburg Kampf gegen Waschbär, Bärenklau & Co. im Altenburger Land
Region Altenburg Kampf gegen Waschbär, Bärenklau & Co. im Altenburger Land
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00:21 06.08.2017
Waschbären richten im Altenburger Land Schaden an. Quelle: Foto: dpa
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Altenburg/Erfurt/Zeitz

Gegen diverse eingeschleppte Pflanzen und Tiere wird ab sofort energischer vorgegangen. Seit Donnerstag ist eine europaweit gültige Liste mit 37 invasiven Arten in Kraft, die nicht mehr gehandelt werden dürfen. Für 12 weitere Pflanzen- und Tierarten gilt das Verbot, sie auszusetzen, anzupflanzen oder zu züchten. Dazu zählt auch der sich rasant vermehrende, gesundheitsgefährdende Riesen-Bärenklau (die OVZ berichtete). „Invasive Tier- und Pflanzenarten bedrohen vielfach unsere einheimische Natur“, sagte Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Bündnis 90/Grüne). „Durch den Menschen absichtlich oder unabsichtlich in unsere Umwelt eingebracht, tragen diese dazu bei, einheimische Arten zu verdrängen. Auch unsere Wirtschaft und Gesundheit können Schaden nehmen.“

Invasive, gebietsfremde Arten in Thüringen sind zum Beispiel Eschen-Ahorn, Robinie und Japanischer Staudenknöterich, Regenbogenforelle und Spanische Wegschnecke, Marderhund und Waschbär. Gerade Letztgenannter bereitet im Altenburger Land große Probleme, weil er zum Beispiel Vogelbruten zerstört. Auch von dem im Landkreis immer wieder gesichteten Signalkrebs geht laut Thüringer Umweltministerium nachgewiesenermaßen eine Gefährdung der biologischen Vielfalt aus. Der Riesen-Bärenklau macht im Altenburger Land besonders zu schaffen, ist auf dem Vormarsch.

Mit Inkrafttreten der EU-Liste sind in Thüringen die unteren Naturschutzbehörden der Kreise und kreisfreien Städte die ersten Ansprechpartner. Der Umwelt-Fachdienst im Altenburger Land hatte im OVZ-Gespräch bereits angekündigt, entsprechende Pläne für Abwehrmaßnahmen zu erarbeiten, zum Beispiel zur Schaffung einer Eingreiftruppe.

Die Stadt Zeitz direkt jenseits der Landkreisgrenze kündigte am Donnerstag eine Übersicht an, die die Standorte des Riesen-Bärenklaus im Stadtgebiet aufzeigt. Auf Grundlage dieser Kartierung soll die Pflanze, die auch als Herkulesstaude bekannt ist, gezielt bekämpft werden. „Sie ist sehr häufig an Straßen-, Wald- und Wegesrändern, aber auch an Flüssen und Bächen anzutreffen – also an eher wenig genutzten Flächen. Und immer häufiger auch in Gärten“, berichtete die Stadtverwaltung.

Von Kay Würker

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