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Altenburg Kaum freie Plätze, mehr Pflegeaufwand
Region Altenburg Kaum freie Plätze, mehr Pflegeaufwand
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19:41 19.09.2013

Danach werden die Heimbewohner immer älter. Auch der Anteil an Demenzkranken steigt.

Von den 1192 im Landkreis vorgehaltenen Plätzen sind 1121 besetzt. "Das ist eine sehr, sehr gute Auslastung", schätzte Steffi Weichelt vor dem Sozialausschuss ein. Die zuständige Fachdienstleiterin im Landratsamt bezog sich dabei auf eine zum 1. Januar 2013 vorgenommene Halbjahres-Statistik und sagte, dass die erreichte 95-prozentige Auslastung noch nie übertroffen wurde. Damit stoßen die Einrichtungen allerdings auch an ihre Grenzen. Denn im Moment würde den Angehörigen immer öfter gesagt, dass es in Häusern des Landkreises keine freien Plätze mehr gibt. Im letzten Halbjahr hatte es 209 Anfragen gegeben, ein Viertel davon kam aus anderen Bundesländern.

In den Heimen selbst registrieren die Fachleute einen stetig steigenden Pflegeaufwand. Dieser liegt einerseits an den immer älter werdenden Bewohnern und andererseits an der Zunahme von Krankheiten, die mit Demenz in Verbindung stehen. Davon sind mittlerweile 67 Prozent der Bewohner betroffen. Im Bericht von Steffi Weichelt und in der Diskussion der Kreisräte spielten die Belastung der Pflegekräfte, Personalmangel oder eine etwaige Überforderung der Mitarbeiter aber nur eine Nebenrolle.

Aus den Berichten anwesender Heimleiter ging jedoch hervor, dass vor allem bei Personalengpässen, wie in Krankheitsfällen, die Belastung der Mitarbeiter grenzwertig wird. Solche Härtefälle über den Einsatz von Beschäftigten des Bundesfreiwilligendienstes (Bufdi) zu kompensieren, ist im Landkreis offensichtlich nur begrenzt möglich. In fünf Pflegeheimen sind im Moment zwölf Bufdis eingesetzt. "Die Zahl der Kräfte aus dem Bundesfreiwilligendienst ist sehr gering", schätzte Steffi Weichelt ein. "Man findet keine Leute."

Problematisch könnte in Zukunft auch die Bezahlungen der Heimplätze werden (siehe auch Kasten unten). Die Zahl der Bewohner mit höheren Renten sinkt. Im Gegenzug steigt die Zahl derer mit geringeren Altersbezügen. Dies führt zu immer größeren finanziellen Belastungen der Angehörigen.

Jens Rosenkranz

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