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Kein Aushängeschild

Kein Aushängeschild

Erneut hat die Bürgerbewegung Pro Altenburg im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe "Sie reden - Wir hören zu!" zu einem Bürgerabend geladen und erneut heiße Eisen angepackt.

Altenburg.

25 Altenburger nutzten die Chance, um ihre ganz konkreten Erfahrungen, Probleme und Fragen rund um das Thema "Altenburg in Ordnung?!"auf den Tisch zu packen. Keine leichte Aufgabe für den zuständigen Referatsleiter der Stadtverwaltung, Lutz Meyner.

 

Von Ellen Paul

 

Um es vorweg zu nehmen: Der Rathaus-Mitarbeiter ist am Schluss mit herzlichem Beifall verabschiedet worden und dem Organisator Peter Müller - Chef der Bürgerbewegung und der gleichnamigen Stadtratsfraktion - ein Stein vom Herzen gefallen. "Es hätte ja auch schief gehen können, denn gerade bei den Themen Ordnung und Sauberkeit sowie ruhender Verkehr verstehen die Altenburger zunehmend keinen Spaß mehr", weiß Müller aus vielen Gesprächen.

 

Doch Meyner blieb immer sachlich, ehrlich interessiert und versprach, so das Problem in seine Zuständigkeit fiel, sich um eine Lösung zu kümmern. Und Probleme gab es wahrlich zur Genüge. So beispielsweise, wenn es um die leidige Parkplatzsuche in den Wohngebieten Altenburgs geht. Die Anwohnerparkausweise fürs Dichterviertel könne er eigentlich in die Tonne treten, denn einen Parkplatz finde man abends so gut wie nie, sagte beispielsweise ein Mann. Das sei absolut keine Lebensqualität mehr. Ähnlich voll ist abends und an den Wochenenden der Parkplatz in der Schmöllnschen Straße, so eine Altenburgerin. Sie schlug deshalb vor, den Nikolaikirchhof zumindest in den Abend- und Nachtstunden wieder fürs Parken freizugeben.

 

Große Probleme macht den Anwohnern rund um die Martin-Luther-Schule der "Anreiseverkehr" zu Schulbeginn gegen 7.30 Uhr. Viele Eltern seien unvernünftig und uneinsichtig, missachten die Verkehrsordnung, wurde beklagt. Weil sie sich einmal eingemischt habe, seien ihr sogar Schläge angedroht worden, erzählte eine Frau. "Das überrascht mich jetzt", bekannte Lutz Meyner. "Wir hatten den Eindruck, dass hier inzwischen Ruhe eingezogen ist."

 

Noch weit mehr beschäftigte die Diskussionsrunde am Mittwochabend im Friesenheim das Thema Ordnung und Sauberkeit. Auf die Frage von Peter Müller, ob die Stadt auf ihren Grundstücken den privaten Eigentümer ein Vorbild sei, gab es ein vielstimmiges Nein. In der Schmöllnschen Vorstadt 21 - einem städtischen Grundstück - zum Beispiel liege seit Herbst zentimeterdick das Laub. Gleiches gelte für die Leipziger Straße, die Burgstraße oder die Gabelentzstraße, die zunehmend verdrecken, bedauerte Stefanie Apel. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes müssten bei ihren Rundgängen durch die Stadt vielmehr auf Sauberkeit achten und Dreckecken melden, forderte Stefanie Apel. Denn für eine Touristenstadt sei dies alles kein Aushängeschild.

 

Das fand auch Tosso Scholz. Wenn die Touristen von der ATI zu den Roten Spitzen laufen, müssen sie die Marktgasse passieren. "Doch dort ist, ebenso wie Hinter der Waage, in den letzten acht Wochen nicht einmal gekehrt worden."

 

"Wir haben sechs Personen im Außendienst, die natürlich in regelmäßigen Abständen nach dem Rechten sehen. Doch unser Einsatzrahmen ist begrenzt", so Lutz Meyner. Weil die Stadt aber um die Probleme sehr wohl wüsste, würde jetzt gehandelt. "Ab dem 1. März werden vier bis sechs neue Kollegen befristet eingestellt, die sich im Stadtgebiet um Ordnung kümmern werden", informierte der Referatsleiter.

 

Eine solch schnelle Lösung für einen Vorschlag Peter Müllers sah er indes nicht. "Könnte man nicht ein Sorgen- beziehungsweise Bürgertelefon einrichten?", fragte der Pro-Altenburg-Chef. Dann hätten die Skatstädter stets einen Ansprechpartner und würden nicht - wie von Diskussionsteilnehmern ebenfalls geschildert - von einem Amt zum anderen durchgereicht. "An der Einrichtung eines Bürgerservices sind wir schon eine ganze Weile dran. Das ist vorgesehen", blieb Meyner hier vage.

 

© Kommentar

 

iAus der zweistündigen Debatte kann hier nur ein erster Überblick gegeben werden. Die OVZ wird an den diskutierten Themen - dazu gehörte zudem Straßenreinigung, Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit, Hundekot und Baustellenberäumung - dranbleiben.

Ellen Paul

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