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20:31 23.01.2014
Hans Taube beim Dirigieren - mal ohne Orchester, sondern nur für den Fotografen. Quelle: Jens Paul Taubert

Von Ruhestand kann beim "Patriarchen" Hans Taube dennoch keine Rede sein. Der 67-Jährige sitzt bereits über den Planungen und der organisatorischen Vorbereitung für die neue Saison. Denn das Jugendblasorchester ist ein gefragter und oft gebuchter Klangkörper.

In der Kleinstadt im Dreiländereck kennt jeder die Familie Taube. Begonnen hat alles mit der Gründung des Pionierblasorchesters 1960 durch Ludwig Hermann Taube, der 20 Jahre später den Dirigentenstab an seinen Sohn Hans übergab. Dessen überaus großem Engagement war es zu verdanken, dass das Orchester nach der Wende weiter bestehen konnte und sich als eingetragener Verein unter dem Namen Jugendblasorchester Lucka neu aufstellte. "Wenn man den Namen Lucka in den angrenzenden Bundesländern erwähnt, fragt ein jeder gleich, ist das nicht die Stadt mit dem tollen Jugendblasorchester?", sagt Bürgermeisterin Kathrin Backmann-Eichhorn berechtigt stolz.

Das sei in erster Linie Hans Taube zu verdanken, der auch nach seiner Pensionierung - er war als Musiklehrer in Lucka und in Meuselwitz tätig - dem Orchester die Treue hielt. So koordiniert er weiterhin die Termine, bereitet die Auftritte und Reisen organisatorisch vor, zeichnet für die Ausbildung des Nachwuchses verantwortlich. Und wenn seinem Sohn André, der den Dirigentenstab vom Vater übernommen hat und seit 2010 das Jugendblasorchester nicht minder erfolgreich leitet, die Zeit fehlt, dann dirigiert Hans Taube auch noch oder leitet Proben.

Denn es sind allein fürs erste Halbjahr 2014 schon wieder jede Menge "Einsätze" des Jugendblasorchesters geplant. Dazu gehören das Frühjahrskonzert im Deutschen Haus oder das Kaffeekonzert an der Luckaer Schule ebenso wie Auftritte beim Brauereifest in Altenburg, beim Pfingstsingen auf der Groitzscher Burg oder in der Stauseegaststätte in Fockendorf. Und in den Sommerferien geht es gemeinsam an den Gardasee.

Für all das müssen Verträge abgeschlossen, Quartiere organisiert werden und noch vieles mehr. Alles Sachen, die Hans Taube seinem Sohn abnimmt.

Und dabei geht es nicht nur um das Jugendblasorchester selbst. Zum 120 Mitglieder zählenden Verein gehört auch ein Frauenchor und ein Hobby-Orchester. "Das sind ehemalige Musiker vom großen Orchester, die aus Spaß wieder zu ihren Instrumenten gegriffen haben. Hier die Proben und Auftritte zu leiten, ist mein Part", so Hans Taube. Eigentlich, so bekennt der Pensionär, gibt es keinen Tag im Jahr, an dem er nicht in irgendeiner Form mit oder für den Verein arbeitet.

All dies wäre nicht möglich gewesen, wenn ihm die vielen Jahre hindurch nicht seine Gattin Inge unterstützend zur Seite gestanden hätte, bekennt er. Sie hat alle Höhen und Tiefen eines Orchesterlebens miterlebt und mitgefühlt. Gefreut hat es das Ehepaar deshalb natürlich ganz besonders, dass die beiden Kinder, Hendrik und André, ebenfalls das musikalische Talent von Opa Ludwig Hermann und Vater Hans geerbt haben.

iWer Lust hat, bei den Luckaern musikalisch einzusteigen, der kann sich im Internet unter www.jugendblasorchesterlucka.de näher informieren oder Kontakt beim Verein unter Tel. 034492 22744 aufnehmen.

Ellen Paul

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