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Kein Tempo 30 mehr in Treben

Bundesstraße Kein Tempo 30 mehr in Treben

Der Verkehr auf der Bundesstraße 93 in Richtung Altenburg rollt nun durch den ganzen Ort mit 50 Kilometer pro Stunde. Die 30er-Zone im Bereich der beiden Bushaltestellen und der ehemaligen Verkaufsstelle ist verschwunden. Für Pendler war die Begrenzung fast neun Jahre lang eine nervige Angelegenheit. Am Abzweig Treben und Fockendorf in Richtung Borna gilt aber weiter Tempo 30.

In Treben sind die 30er Schilder – bis auf eine Ausnahme – verschwunden.

Quelle: Mario Jahn

Treben. In Treben kann jetzt der Verkehr auf der Bundesstraße 93 in Richtung Altenburg durch den ganzen Ort mit 50 Kilometer pro Stunde rollen. Der Tempo-30-Bereich in Höhe der beiden Bushaltestellen und der ehemaligen Verkaufsstelle ist verschwunden. Für Pendler war die Geschwindigkeitsbegrenzung fast neun Jahre lang eine nervige Angelegenheit.

Das Tempolimit war einst eingerichtet worden, um den Weg zur ehemaligen Konsumverkaufsstelle sicherer zu gestalten. Einen Überweg ließ das Gesetz nicht zu, weil nicht genügend Fußgänger die stark frequentierte Straße passierten. Weil die Verkaufsstelle aber längst geschlossen ist, hatte die OVZ Anfang diesen Jahres nachgefragt, ob die 30er-Zone auf der B 93 überhaupt noch eine Berechtigung habe. Damals hieß es, dass die aktuelle Verkehrssituation neu bewertet werden müsse. Dies erfolgte allerdings erst Ende November.

Als Begründung, warum die Geschwindigkeitsbegrenzung nun aufgehoben wurde, heißt es dazu auf Nachfrage aus der Straßenverkehrsbehörde des Landratsamtes: In geschlossenen Ortschaften gilt eine maximale Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern. Beschränkungen sind nur möglich, wenn aufgrund besonderer örtlicher Gegebenheiten eine Gefahrenlage besteht. In Treben ist diese seit der Schließung der Verkaufsstelle nicht mehr vorhanden. Und auch in den Bushaltestellen sieht die Behörde keinen Grund, Tempo 30 aufrechtzuerhalten.

„Die Ortsdurchfahrt ist eine sehr übersichtliche Straße. Auf beiden Seiten sind Fußgängerwege vorhaben, und die Bushaltestellen sind aus beiden Fahrtrichtungen vom Weitem sichtbar. Die Haltestelle verfügt über Haltebuchen, so dass es hier nicht zu gefährlichen Bremsmanövern kommt“, teilte die Pressestelle mit. Hingewiesen wird auch darauf, dass sich die Schulbushaltestelle direkt an der Regelschule Treben befindet. Durch die Schließung der Verkaufsstelle würden zudem wesentlich weniger Fußgänger die B 93 überqueren. Hinzu käme, dass das Straßenbauamt Ostthüringen im Herbst in besagtem Bereich eine neue Fahrbahndecke aufgebracht und damit die Lärmbelästigung reduziert habe.

Die Lärmbelästigung durch höhere Geschwindigkeiten hatten Vertreter der Gemeinde vor Monaten als ein Argument angeführt, warum an der 30er-Zone festgehalten werden sollte. Zu deren Verfechtern gehörte auch der Chef der Verwaltungsgemeinschaft Pleißenaue, Uwe Melzer. Er hatte ins Feld geführt, dass es in dem Bereich zwei Parkplatzausfahrten und einen mobilen Verkaufswagen gibt. Heute ist er anderer Auffassung: „Mit der Aufhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung kann ich durchaus leben.“ Melzer sieht nun eher an anderer Stelle ein Problem: Die Ausfahrt aus dem Areal, in dem sich der Kindergarten befindet. Hier bestehe die Gefahr, dass beim Auffahren auf die B 93 nur nach links geschaut werde, von recht aber überholende Fahrzeuge kommen. „Dazu werde ich mit der zuständigen Behörde das Gespräch suchen“, kündigte er an.

In Richtung Borna wird die Geschwindigkeitsbegrenzung im Kreuzungsbereich der Bundesstraße und Kreisstraße aber beibehalten, so das Ladratsamt. Dazu ist das 30er-Schild von der Pleißebrücke an die Ausfahrt des Parkplatzes versetzt worden. Dies sei erforderlich, um ein gefahrloses Abbiegen in den Ort Treben zu ermöglichen. Durch eine Rechtskurve sei hier der Gegenverkehr erst sehr spät zu erkennen.

„Die in beiden Richtungen vorhandenen Geschwindigkeitsanzeigen bleiben wo sie sind. Denn auch bei den nun erlaubten 50 Sachen zeigen die Tafeln ihre Wirkung“, so Trebens Bürgermeistermeister Klaus Hermann (CDU).

Von Marlies Neumann

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