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Altenburg Keine Pause für altes Haus
Region Altenburg Keine Pause für altes Haus
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20:19 19.01.2012

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Bislang musste auf der Baustelle keine Winterpause eingelegt werden, sodass in den vergangenen Wochen viel geschafft wurde. Wie die Stadtverwaltung weiter mitteilt, ist der Abriss beendet, und der hinter Teil des Gebäudes wird wieder aufgebaut.

Die Fortschritte bei der Wiederherstellung des rückwärtigen Neubaus sind nun schon deutlich zu sehen, heißt es in der Meldung. Nachdem das marode Hofgebäude und stark geschädigte Teile des Haupthauses abgerissen waren, ging es ohne längere Unterbrechung mit der Wiederherstellung des Gebäudes weiter. Schon im Dezember war es dank der milden Witterung möglich, die Fundamente für das hintere Gebäude zu legen. Nun sind die tragenden Wände des Erdgeschosses hergestellt. In diesen Tagen wird die Decke über dem Erdgeschoss fertiggestellt. Wenn es weiter so gut vorangeht, werden die Bauarbeiten in einem halben Jahr abgeschlossen sein.

Das Gebäude am Theaterplatz 6 hat schon bessere Zeiten erlebt. Aus Gründen der Gefahrenabwehr musste es 2010 notgesichert werden (OVZ berichtete). Das Haus gilt aufgrund seiner Lage zwischen Schloss, Theater und Rote Spitzen als erhaltenswert. Aus diesem Grund hatte die Stadtverwaltung entschieden, den Hauptbau wieder herzustellen. Untersuchungen hatten gezeigt, dass ausschließlich die straßenseitige Außenwand des Haupthauses erhalten werden kann - und zwar bis etwa zur Oberkante des Fußbodens im dritten Obergeschoss.

Für die Instandsetzung der Außenwand und den Neubau samt Dacheindeckung muss ein erheblicher Aufwand betrieben werden, teilt die Stadtverwaltung weiter mit. Ausbauarbeiten, etwa die Herstellung des Innenputzes und Fußbodenaufbauten, sind nicht vorgesehen.

Die künftige Gebäudehülle soll weitgehend ihre heutigen Dimensionen erhalten. Ziel des Gesamtprojektes ist es, den Charakter des innerstädtischen Straßenzuges zu wahren. Nach Abschluss der Arbeiten, die dem aktuellen Zeitplan zufolge bis zum Sommer dauern werden, soll das Gebäude an interessierte Nutzer verkauft werden. Diese könnten sowohl Wohn- als auch Geschäfts- oder Büroräume einrichten. Bei der Realisierung des Vorhabens, das voraussichtlich rund 900 000 Euro kosten wird, ist das Rathaus auf Städtebaufördermittel in Höhe von rund 860 000 Euro angewiesen.

Zur Historie: Das Gebäude Theaterplatz 6 stand seit Jahren leer und diente früher als Wohn- und Geschäftshaus. Es wurde vermutlich im späten 18. Jahrhundert errichtet. In dem von der Stadt erworbenen Objekt befand sich zu DDR-Zeiten ein als "Drehscheibe" bekanntes Spirituosengeschäft.

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