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Altenburg Kellerknacker bleiben Phantome
Region Altenburg Kellerknacker bleiben Phantome
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19:21 16.04.2013
Andreas Pöhler Quelle: Mario Jahn

Die Beamten gehen davon aus, dass zwischen den Taten Zusammenhänge bestehen. Eine heiße Spur indes fehlt bis heute.

"Das ist für uns schon ein großes Problem", räumt der Chef der Polizeiinspektion, Andreas Pöhler, unumwunden ein. Auf drei Wohngebiete in Altenburg haben es die Täter abgesehen: die Stadtteile Altenburg-Nord und -Südost sowie das Dichterviertel. "Dort haben die Täter die Mehrfamilienhäuser beziehungsweise Wohnblöcke im Visier", erklärt Pöhler. Vor allem Fahrräder, aber auch alles, was sich zu Geld machen lässt, werde gestohlen. Die jüngsten Fälle gab es erst am Wochenende: In der Nacht zum Sonnabend wurde in drei Keller in einem Haus in der Hempelstraße eingebrochen. Aus einem verschwanden zwei Profi-Strommessgeräte im Gesamtwert von 1200 Euro.

Der Polizeichef glaubt nicht, dass es sich hier um Einzeltäter handelt, tippt eher auf eine Gruppe. "Denn die Vorgehensweise ähnelt sich in etlichen Details." Die Unbekannten hebeln die Hauseingangstür auf und gehen im Kellergeschoss auf Beutesuche. "Dort werden meist die Vorhängeschlösser an den Kellerboxen geknackt und der Keller inspiziert. Wertvolle Sachen sowie Fahrräder werden gestohlen. Findet sich nichts, nehmen sich die Täter den nächsten Keller vor", schildert der Polizist. Die vor Ort sichergestellten Spuren sind inzwischen beim Landeskriminalamt zur Auswertung.

Mittlerweile 61-mal haben die Kellereinbrecher zugeschlagen. Manchmal blieb die Tat auch im Versuch stecken. Beispielsweise, wenn die Hauseingangstür nicht nachgeben wollte. Oder die Einbrecher auf frischer Tat gestört wurden.

"Dreimal ist das bereits geschehen. Wir hatten echte Hoffnung, dass uns die Augenzeugen mehr Indizien auf die mutmaßlichen Täter liefern können", sagt der Polizist. Was sich aber nicht bestätigte: Die Personenbeschreibungen waren ziemlich dünn und auf Fotos erkannten die Zeugen mögliche Täter nicht wieder. Weshalb die Polizei auch nach über einem viertel Jahr weiter im Dunkeln tappt. "Aber wir nehmen die ganze Angelegenheit ernst und ermitteln mit Hochdruck", beteuert Pöhler. Die Serie gelte als Schwerpunkt bei der Tatortgruppe der Polizeiinspektion. "Und sämtliche Fahrraddiebstähle werden zentral von einer Arbeitsgruppe bearbeitet." Auch mehr Streifen sind unterwegs.

Zugleich ruft der Polizeichef die Bevölkerung zu mehr Aufmerksamkeit auf: "Wer verdächtige Feststellungen macht, beispielsweise fremde Personen im Haus sieht, sollte die Polizei rufen." Zudem sollten festgestellte Einbrüche oder Versuche umgehend und nicht erst Tage später gemeldet werden.

© Kommentar

Jörg Wolf

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