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Altenburg Kerze setzt Mobiliar in Brand – Feuerwehr holt in Altenburg Frau aus Wohnung
Region Altenburg Kerze setzt Mobiliar in Brand – Feuerwehr holt in Altenburg Frau aus Wohnung
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10:35 22.01.2016
In der Altenburger Thümmelstraße 41 war der Brand ausgebrochen. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Wohnungsbrand – wenn diese Alarmierung bei der Altenburger Berufsfeuerwehr eingeht, muss immer mit dem Schlimmsten gerechnet werden. Deshalb werden von der Geraer Rettungsleitstelle parallel auch die Freiwilligen Wehren aus Altenburg und Rositz sowie die Ortsteilwehren Paditz, Ehrenberg und Kosma alarmiert. So geschehen am Mittwochabend, als die Sirenen gegen 23.25 Uhr heulten. In einer Erdgeschosswohnung in der Thümmelstraße 41 in Altenburg brannte es. Brandort war konkret das Wohnzimmer, informierte die Altenburger Berufsfeuerwehr. Der Sprecher der Landespolizeiinspektion Gera, Sebastian Hecker, dazu: „Nach derzeitigem Erkenntnisstand war in dem Wohnzimmer vermutlich durch eine umgefallene Kerze Mobiliar in Brand geraten.“

Der 42-jährige Bewohner der Wohnung bemerkte das Feuer und versuchte noch selber die Flammen zu löschen, was aber nicht ganz gelang, weshalb die Feuerwehr alarmiert wurde. „Als wir wenige Minuten nach der Alarmierung am Brandort eintrafen, waren dort eigentlich nur noch Restlöscharbeiten zu absolvieren, was sehr zügig erledigt war“, sagte der Sprecher der Berufsfeuerwehr. Nach seinen Aussagen soll in dem Raum Packmaterial gebrannt haben. Eine Ursache für die Entzündung konnte er nicht benennen.

Aufgrund des schnellen Eingreifens der sechs Kameraden hält sich der Gesamtschaden in Grenzen, weil sich das Feuer nicht ausdehnen konnte. Eine 40-jährige Frau, die nach Heckers Angaben von den Feuerwehrleuten aus der Wohnung geholt wurde, kam mit dem Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. Aber die Verletzungen erwiesen sich glücklicherweise als nicht so erheblich.

Da die Berufsfeuerwehr die ganze Angelegenheit schnell unter Kontrolle hatte, konnten alle anderen alarmierten Wehren ihren Einsatz noch auf der Anfahrt oder im Gerätehaus abbrechen. Die Freiwillige Feuerwehr Altenburg übernahm in der Zeit der Abwesenheit der Berufswehr im Altenburger Feuerwehrzentrum mit elf Kameraden die notwendige Bereitschaft.

Zur genauen Brandursache ermittelt jetzt die Kriminalpolizei. Da das Feuer sich nicht großartig ausdehnen konnte, bestand für die anderen Bewohner des Mehrfamilienhauses zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung. Das Gebäude, so der Polizeisprecher weiter, habe auch nicht evakuiert werden müssen. In der Brandwohnung ist derweil einzig das Zimmer, in dem die Flammen loderten, nicht mehr bewohnbar. Sonst sei die Wohnung weiter nutzbar, so Hecker. Die genaue Schadernshöhe steht derzeit noch nicht fest.

Keine zweieinhalb Stunden vor dem Brandeinsatz in der Thümmelstraße mussten die Berufsfeuerwehr schon einmal ausrücken. Im Jugendwohnheim in der Ludwig-Hayne-Straße in Altenburg-Nord war 20.57 Uhr die Brandmeldeanlage angesprungen und hatte Alarm geschlagen. Allerdings konnte die Feuerwehr rasch wieder abrücken, denn es handelte sich um einen Fehlalarm. Welche Ursache der hatte, kann nicht genau gesagt werden. Aber nicht ausgeschlossen wird, dass Bewohner in den derart gesicherten Räumen geraucht haben

Von Jörg Wolf

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