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Kilometerlange Ölspur sorgt für Unfälle und Aufregung

Kilometerlange Ölspur sorgt für Unfälle und Aufregung

Eine kilometerlange Ölspur hat gestern den Verkehr in der Skatstadt massiv behindert und Polizei wie Feuerwehr eine Menge Arbeit bereitet.

Altenburg.

 

 

Eine kilometerlange Ölspur hat gestern den Verkehr in der Skatstadt massiv behindert und Polizei wie Feuerwehr eine Menge Arbeit bereitet. Die Spur zog sich von der Kreuzung Leipziger-/Parkstraße über Hausweg zum Kreisel am Marstall und von da aus weiter in die Münsaer, die Heinrich-Heine- und Schillerstraße und endete erst an der Ecke Meißner-/Hempelstraße. Betroffen waren zudem auch angrenzende Straßen, da sich das Öl durch Regen und Autoreifen weiter verteilte.

 

Wie der stellvertretende Chef der Polizeiinspektion Altenburger Land, Dirk Rosenkranz, auf OVZ-Nachfrage mitteilte, verursachte der abgerissene Hydraulikschlauch eines umherfahrenden Krans die Ölspur. "Etwa 75 Liter hat der LKW mit Kran-Auflieger verloren", erklärte er weiter. Infolge rutschiger Fahrbahnen habe es fünf Unfälle gegeben, bei denen aber niemand verletzt wurde. "Beim Bremsen gerieten mehrere Autos ins Schlingern. Der schlimmste Unfall ereignete sich, als ein Fahrer gegen einen Bordstein prallte und mehrere Autos auffuhren." Das habe zu erheblichen Behinderungen des Verkehrs geführt. "Der Gesamtschaden hält sich gemessen am Ausmaß der Ölspur mit schätzungsweise 3000 Euro aber in Grenzen."

Nach Informationen von Stadtbrandoberinspektorin Birte Heß waren an dem fast fünfstündigen Einsatz vom Morgen bis zum Mittag 13 Kameraden der Berufsfeuerwehr Altenburg sowie der Freiwilligen Feuerwehren Kosma, Mitte, Nord und Südost beteiligt. "Wir mussten die halbe Stadt abkehren und haben beim Binden des Öls 126 Säcke Sand verbraucht", sagte die Vize-Chefin der Feuerwehr Altenburg auf OVZ-Nachfrage. "Das war ein riesiger Aufwand, gerade mit so wenigen Leuten, weshalb ihr Einsatz umso lobenswerter ist." Mehr Kameraden hätten aufgrund der Vormittagsstunden nicht zur Verfügung gestanden. "Erfahrene Kollegen haben mir gesagt, dass das der größte Einsatz dieser Art mit dem höchsten Bindemittelverbrauch überhaupt gewesen ist."

Legt man pro Sack einen durchschnittlichen Inhalt von knapp 20 Kilogramm zugrunde, sind für die Beseitigung der Ölspur über zwei Tonnen Sand verbraucht worden. "Auch das Ordnungsamt und die Untere Wasserschutzbehörde waren vor Ort", sagte Rosenkranz. "Aber Gott sei dank war der Untergrund Asphalt, und das Öl konnte schnell gebunden werden, sodass Umweltschäden nahezu auszuschließen sind." Thomas Haegeler

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