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Altenburg Kinder machen Entdeckungen in Schmölln, Nöbdenitz und Posterstein
Region Altenburg Kinder machen Entdeckungen in Schmölln, Nöbdenitz und Posterstein
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00:19 06.10.2017
Knopfprinzessin Constanze I. lässt die jungen Museumsgäste an ihre Schatzkiste. Quelle: Kay Würker
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Schmölln/Nöbdenitz/Posterstein

Hinter Türen schauen, verborgene Winkel erkunden, Entdeckungen machen: Darum ging es am Dienstag beim bundesweiten Türöffnertag. Und die Kinder, für die die Aktion ja vorrangig gedacht war, ließen sich nicht lange bitten. Rund 80 Steppkes und ihre Familien wurden allein im Schmöllner Knopf- und Regionalmuseum gezählt. Voller Schätze und exotischer Geschichten steckt – aus Kindersicht – dieses Haus am Sprottenanger. Wo sonst kann man schließlich eine Steinnuss aus Ecuador in den Händen halten, die einst im fernen Land an der Steinnusspalme wuchs und mit dem Seedampfer nach Europa verschifft wurde? Museumsmitarbeiter Hans-Werner Dyllong erzählte davon den ganzen Nachmittag in immer neuen Rundgängen – und zeigte, wie mit Bohren, Schneiden und Drechseln aus den Nusssamen edle Knöpfe werden. Der Höhepunkt war freilich der Auftritt von Knopfprinzessin Constanze I. Die Hoheit, die viele Fragen beantworten musste – „Wohnst du in einem echten Schloss?“ –, führte die Kinder zur Schatzkiste und ließ sie tief in die reiche Knopfsammlung greifen.

„Meine Kinder spielen so gern mit der Knopfkiste der Oma, deshalb sind wir heute hier“, erzählte Maria Euchler, die mit ihren Töchtern Hanna und Lara extra aus Kriebstein angereist war. „Ich habe mich informiert, was am Türöffnertag los ist, und fand das Knopfmuseum am spannendsten.“ Zumal die Knirpse dort auch mit Knöpfen basteln durften.

Anfassen und ausprobieren gehört schließlich dazu, wenn die Sendung mit der Maus dahinter steckt. Die Maus und der Westdeutsche Rundfunk sind die Initiatoren des Türöffnertages. Was vor Jahren klein begann, hat sich mittlerweile zu einer bundesweit beliebten Idee entwickelt. Das Altenburger Land war diesmal mit immerhin drei Entdeckerplätzen vertreten: Neben dem Knopfmuseum, das seit 2014 mitmischt, öffneten zum zweiten Mal auch die Kirchen in Nöbdenitz und auf Burg Posterstein. Am Fuße der Burg erzählte Kirchenältester Jürgen Hahn die Sage vom Mahlknecht Johannis Hopf, der – zu harter Strafe verurteilt – mit kunstvollen Schnitzereien für die Kirche auf Begnadigung gehofft haben soll. „Und während er schnitzte, schauten Kinder von draußen durchs Fenster, und ihre Antlitze finden sich in den hölzernen Engelsgesichtern wieder.“ Dass die Erwachsenen die Geschichte etwas anders erzählen, spielte da keine Rolle.

In Nöbdenitz öffnete Julian Degner Türen – mit richtig großen Schlüsseln. Und nicht nur die Kirchentür. Der Jugendbeauftragte des Gemeindekirchenrates schloss auch den Schrank auf, in dem das große alte Uhrwerk tickt. Und führte dann hinüber zur Tausendjährigen Eiche, wo es auf der verborgenen Rückseite einen geheimen Eingang gibt. Hineinkriechen darf dort zwar niemand mehr, doch dem sechsjährigen Jakob aus Ehrenhain hat’s trotzdem gefallen: „Tausendjährige Eichen habe ich vorher nur im Urlaub in Schweden gesehen.“

Von Kay Würker

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