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Kinder und Jugendliche entern die Bretter, die die Welt bedeuten

Jugendtheaterwelt Altenburg Kinder und Jugendliche entern die Bretter, die die Welt bedeuten

Einmal auf den Brettern stehen, die die Welt bedeuten, diesen Traum können sich junge Laiendarsteller beim Verein Jugendtheaterwelt Altenburg verwirklichen. Derzeit proben rund 40 Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 20 Jahren in drei, nach Altersgruppen gestaffelten Kursen Stücke und führen sie dann tatsächlich auf der Bühne des Landestheaters auf.

„Chirpy chirpy cheep cheep“ von 2014 – nominiert sogar für den Amateurtheaterpreis.

Quelle: Stephan Walzl

Altenburg. Einmal auf den Brettern stehen, die die Welt bedeuten, der Traum so manches Teenagers. Beim Altenburger Verein Jugendtheaterwelt wird er Wirklichkeit – und zwar gleich. Hier muss niemand warten, bis er zur Schauspielschule kann, hier darf jeder sein Talent schon von Kindesbeinen an testen. Derzeit proben rund 40 Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 20 Jahren in drei, nach Altersgruppen gestaffelten Kursen Stücke und führen sie dann tatsächlich auf der Bühne des Landestheaters auf, meist im Heizhaus oder im Theater unterm Dach.

Vor wenigen Tagen nun gab es einen besonderen Grund zum Feiern – der Verein ist zehn Jahre alt geworden. Angefangen hat alles im September 2007 mit der Premiere von Shakespeares „Sommernachtstraum“. 20 Altenburger Jugendliche probten damals unter der Regie des Theaters – und wollten unbedingt weitermachen. Seither bereichert die Jugendtheaterwelt mit zahlreichen Projekten, in denen sich die Akteure mit Themen aus der Vergangenheit und dem Heute beschäftigen, das Kulturleben der Stadt. So brachte der Verein seit 2007 insgesamt 24 Theaterstücke für Kinder und Jugendliche oder die ganze Familie auf die Bühne. Viele davon besonders für Schulen geeignet. Dabei arbeiteten sie mit einem Jugendorchester der Musikschule Schmölln, mit dem Kinder- und Jugendballett des Altenburg-Geraer Theaters unter der Leitung von Julia Veigel, aber auch mit dem Schauspielkapellmeister Olav Kröger und Profis vom Schauspielensemble zusammen.

„Unsere Jugendlichen spielten, sangen und tanzten mit Leib und Seele in all den Jahren“, sagt die Vize-Chefin des Vereins, Gabriele Wenzel, mit berechtigtem Stolz. Höhepunkte waren unter anderem die Nominierung für den Thüringer Amateurtheaterpreis 2014 mit dem Stück „Chirpy, Chirpy, Cheep, Cheep“ in der Regie des heutigen Schauspieldirektors Manuel Kressin und die Teilnahme an dem Festival „Junges Theater in Thüringen“ mit dem Stück „Clockwork Orange“. Oft bereicherten ehemalige Mitglieder den Spielplan durch eigene Inszenierungen, unter anderem mit „Räuber Hotzenplotz“, dem Sommertheaterspektakel oder „Der Beherzte“, ein Auftragswerk der Stadt Altenburg. Gern gesehen sind die Kinder und Jugendlichen inzwischen auch als Statisten für Stücke des Theaters. Wenzel erinnert sich dabei besonders an die Mitwirkung zweier Jugendlicher mit kleinen Rollen in dem Erfolgsstück zu Altenburger Geschichte „Die im Dunkeln“ oder an „Iphigenie auf Tauris“, wo gleich eine Gruppe Jugendlicher mitwirkte.

Natürlich gehen die wenigsten der jungen Laiendarsteller beruflich später in den künstlerischen Bereich. Aber einige hat es schon dorthin verschlagen. So studiert eine junges Mädchen Schauspiel in Linz, andere absolvierten die Bauhausuniversität in Weimar und beschäftigen sich heute mit Fotografie, Film und Regie. In Hildesheim studierten zwei Ehemalige „Szenische Künste“. Der eine arbeitet seit Jahren erfolgreich in der eigenen Performancegruppe „Markus&Markus“, die 2017 den Förderpreis „Georg Tabori“, den bundesweit höchsten Theaterpreis der freien Theaterszene, gewonnen hat. Ein weiteres ehemaliges Mitglied unterstützte den Verein nach der Tanzleiterausbildung bei Bewegungstraining und Choreografien.

„Ohne diese Unterstützung und die ehrenamtliche Arbeit einiger Vereinsmitglieder ist dies alles nicht zu schaffen“, so Gabriele Wenzel. Außerdem erhalte der Verein eine riesige Unterstützung durch das Theater. So werden Bühnen, Werkstätten und Technik zur Verfügung gestellt. Finanzielle Hilfe kam in all den Jahren zudem vom Thüringer Kulturministerium und der Stadt Altenburg sowie zahlreichen von Förderern und Freunden. Ihnen gelte deshalb anlässlich des Geburtstages ein herzliches Dankeschön, so die 49-Jährige.

Dies alles sei der Grundstück für eine weitere erfolgreiche Arbeit. Und so sind die nächsten Theaterstücke schon im Werden. Die mittlere Jugendgruppe probt „Das Eigene und das Fremde“, die große „Geteiltes Deutschland“ und die Kindergruppe „Birliban“. Die Stückentwicklung nach einem Kinderbuch von Eduard Petiska hat am 29. Oktober im Theater unterm Dach Premiere.

Wer Lust hat, sich auszuprobieren, kann sich direkt bei Gabriele Wenzel melden (Tel. 0170 3172986).

Von Ellen Paul

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