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Kinder zeigen bei der Ballettgala des Altenburger Theaters ihr Trainingsprogramm

Getanzte Leistungsschau Kinder zeigen bei der Ballettgala des Altenburger Theaters ihr Trainingsprogramm

„Tanz ist ein Telegramm an die Erde mit der Bitte um Aufhebung der Schwerkraft“. Dieser klassisch gewordene Satz des großen Charlie Chaplin ist sicher auch der ständige Wunsch der über einhundert kleinen und großen Tänzerinnen und des einen Tänzers, die am Sonnabend im Landestheater Altenburg in einer „Werkstatt des Kinder-und Jugendballetts“ von Theater & Philharmonie Thüringen sich und ihre tänzerische Arbeit vorstellten.

Mit Hingabe und Freude präsentieren die jüngsten Elevinnen ihr Können bei der Ballettwerkstatt im Theater Albenburg.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. „Tanz ist ein Telegramm an die Erde mit der Bitte um Aufhebung der Schwerkraft“. Dieser klassisch gewordene Satz des großen Charlie Chaplin ist sicher auch der ständige Wunsch der über einhundert kleinen und großen Tänzerinnen und des einen Tänzers, die am vergangenen Sonnabend auf der großen Bühne des Landestheaters Altenburg vor vollem Haus in einer „Werkstatt des Kinder-und Jugendballetts“ von Theater & Philharmonie Thüringen sich und ihre tänzerische Arbeit vorstellten.

In Gera ist das große Thüringer Staatsballett mit 25 Tänzerinnen und Tänzern beheimatet – in Altenburg das Kinder- und Jugendballett mit 170 Tänzerinnen und fünf Tänzern und einer Erwachsenengruppe. Ballett ist eine Kunstform und Sport zugleich, der vor allem Mädchen verzaubert und den man am besten in der Gemeinschaft lernt und betreibt. Eine Tanzprinzessin und als solche gekleidet zu sein oder eine Ballerina zu werden, welches junge Mädchen trägt diesen Wunsch nicht in sich.

Hier in Altenburg kann er Wirklichkeit werden. Seit einigen Jahren ist Claudia Kupsch, geborene Altenburgerin, als Diplom-Tanzpädagogin Absolventin der Palucca-Schule Dresden, Künstlerische Leiterin und Choreografin des großen Ensembles.

Sie holte sich vor zwei Jahren Dagmar Stollberg, selbst ehemalige Tänzerin an großen Opernhäusern, als Tanzpädagogin und Choreografin an ihre Seite. Beider Ziel ist es, Musik und Tanz für Kinder und Jugendliche erlebbar zu machen und dabei neben dem klassischen Ballett den modernen Tanz einschließlich des Jazztanzes zu vermitteln. Das ist ein großes Feld und eine große pädagogische Verantwortung für 170 junge junge Menschen.

Der Balletttanz ist weltweit beliebt und das Training dafür trägt zu einem kräftigen Körper sowie zu verbesserter Körperkoordination bei. Das erfordert volle Hingabe an den Beruf und Geduld bei der täglichen Kleinarbeit mit den Mädchen. Für Haltungen, Schritte, Pirouetten und Sprünge müssen ganz bestimmte Muskeln angespannt werden. Eine exakte Körperhaltung ist unabdingbar. Sonst könnte der Eindruck von schwebender Leichtigkeit nicht vermittelt werden.

Claudia Kupsch und Dagmar Stollberg helfen Woche für Woche 170 Tanzwilligen auf die sogenannten Sprünge in Räumen mit Spiegeln und Stangen, damit das Schwere letztendlich leicht aussieht. Ohne Geduld, Konzentration und Disziplin geht das nicht und ohne Freude und Hingabe von beiden Seiten auch nicht. Viel davon war in der fast zweistündigen Veranstaltung am Sonnabendnachmittag zu erleben und zu erfühlen. In der ersten Stunde zeigten die zehn Gruppen von den Dreijährigen in der Purzelklasse bis zu den Erwachsenen in der Jazzgruppe Ausschnitte aus dem täglichen Training in seiner ganzen Vielfältigkeit.

Im zweiten Teil wurden Etüden getanzt, die durch die unterschiedlichsten Ballettkleider an Wirkung gewannen. Die Zuschauer konnten erkennen, wie mit zunehmendem Alter die Schritte exakter und durch längere Ausbildung das Schweben beim Tanzen immer deutlicher wurde. So u.a. im „Traumtanz“, bei den „Meerjungfrauen“ und beim Jazztanz „Leichte Brise“, in dem die Tanzenden gelernt haben, wie man sich auf dem Boden bewegt.

Ausschnitte aus der Ballett-Suite „Pulcinella“ von Igor Strawinsky beendeten das Programm, bevor die über einhundert Beteiligten bei der Verbeugungs-Choreografie die Bühne restlos füllten. Begeisterter Beifall und eine gut gefüllte Spendenbox für diese eintrittsfreie Ballett-Show waren der Dank des Publikums an alle Beteiligten und Verantwortlichen

Die nächste große Eigenproduktion nach „Dornröschen“ ist das Ballett „Die kleine Meerjungfrau“, dessen Premiere am 4. Juni 2017 im gleichen Haus über die Bühne gehen wird.

Von Manfred Hainich

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